KI in der Schweiz
Das Schweizer KI-Ökosystem: Startups, ETH/EPFL-Forschung, Regulierung und die Swiss AI Strategy.
Das Schweizer KI-Ökosystem: Startups, ETH/EPFL-Forschung, Regulierung und die Swiss AI Strategy.
MeteoSchweiz hat seine automatischen Gewitterwarnungen auf ein Deep-Learning-Modell umgestellt. Es rechnet alle fünf Minuten für die ganze Schweiz und warnte im Tessin rund 35 Minuten vor dem per Radar bestätigten Grosshagel. Trainiert wurde es auf den Supercomputern des CSCS in Lugano.
Monda Futura und gfs.bern liessen 2'203 Personen 40 Zukunftsszenarien bewerten. KI im Alltag landete auf Rang 39 von 40 – obwohl vier von fünf sie nutzen.
Staatsnahe chinesische Hackergruppen haben ihr Angriffsvolumen laut der taiwanischen Sicherheitsfirma TeamT5 mehr als verdoppelt, seit sie KI für Aufklärung und Exploit-Entwicklung einsetzen – bevorzugt DeepSeek. Das BACS meldet für die Schweiz 27'128 freiwillige Meldungen im ersten Halbjahr 2026.
Digitale Gesellschaft, DJZ, CCC Zürich und drei Parteien ziehen gegen das revidierte Zürcher Polizeigesetz vor Bundesgericht – wegen KI-Analyse und automatisiertem Datenaustausch.
Der IGEM-Digimonitor 2026 zeigt: 80 Prozent nutzen KI-Dienste – doppelt so viele wie 2024. Fast jede dritte Person täglich.
Thomson Reuters hat rund 40 Millionen Dollar in ein eigenes Sprachmodell für Rechtsarbeit gesteckt. Die letzte Trainingsrunde kostete davon nur 450'000 – der Rest ging in Personal und Content. Und das wichtigste Produkt läuft weiterhin auf Anthropics Claude Agent SDK. Was Schweizer Firmen aus dieser Rechnung lernen.
Das Universitätsspital Lausanne koordiniert ein nationales KI-Projekt, das Schweizer Spitälern helfen soll, systematisch aus kritischen Zwischenfällen zu lernen. Der Bund zahlt dafür rund 480'000 Franken. Getestet wird der KI-Assistent in drei Sprachregionen gleichzeitig.
Ab Montag, 24. August 2026, blendet ChatGPT in 31 europäischen Märkten Werbung ein – die Schweiz ist dabei. Betroffen sind die Gratisversion und der günstige Go-Tarif. Plus, Pro und die Business-Abos bleiben werbefrei.
Eine einheitliche KI-Plattform für die städtischen Volksschulen: fobizz, für rund 45'000 Franken pro Jahr. Schluss mit privaten ChatGPT-Accounts.
Das ETH-Spin-off Gravis Robotics rüstet bestehende Bagger von Caterpillar bis Volvo zu autonomen Maschinen um – und ist nach der grössten Series A der Baurobotik-Geschichte eine Milliarde Dollar wert.
Die Schweiz schreibt gleich zwei Gesetze, die generative KI betreffen: ein Plattformgesetz beim UVEK und eine KI-Regulierung beim EJPD. Nationalrätin Isabelle Chappuis warnte, generative KI könnte dazwischen durchfallen. Der Bundesrat antwortet – und nennt Ende 2026 als nächsten Meilenstein.
Der Bundesrat hat am 12. August 2026 die strategische Ausrichtung des Geneva AI Summit 2027 festgelegt und Fabiola Gianotti zur Delegierten ernannt. Der Gipfel findet am 21./22. Juni 2027 in Genf statt, Leitmotiv: «Bridging Innovation and Trust». Kostenpunkt für den Kerngipfel: rund 6 Millionen Franken.