Anthropic hat heute mit einem grossen Livestream-Event in New York gezeigt, wohin die Reise geht: KI-Agenten, die eigenständig arbeiten – und dabei die eigenen Prozesse deines Unternehmens kennen.
Anthropic macht Ernst mit Enterprise-KI-Agenten – der Übergang vom Assistenten zum eigenständig handelnden digitalen Mitarbeitenden hat begonnen.
Anthropic hat heute mit einem grossen Livestream-Event in New York gezeigt, wohin die Reise geht: KI-Agenten, die eigenständig arbeiten – und dabei die eigenen Prozesse deines Unternehmens kennen.
Unter dem Titel «The Briefing: Enterprise Agents» hat Anthropic am 24. Februar neue Unternehmensprodukte rund um Claude vorgestellt. Das Versprechen: Claude soll bald «deine Arbeit so gut kennen wie du selbst» – also nicht nur Fragen beantworten, sondern komplexe Aufgaben im Unternehmenskontext eigenständig erledigen.
Konkret heisst das: Der Assistent verbindet sich mit internen Datenquellen, greift auf Firmenwissen zu, führt mehrstufige Aufgaben aus und übergibt Ergebnisse direkt an andere Systeme oder Kolleginnen weiter. Das nennt sich agentisches Arbeiten – die KI handelt, statt bloss zu antworten.
Anthropic sitzt gerade auf einer Bewertung von 380 Milliarden Dollar und erzielt bereits 14 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Acht der zehn grössten US-Unternehmen (Fortune 10) nutzen Claude. Das Event ist keine Demo für Enthusiasten – es ist ein Signal an den Enterprise-Markt, dass das Zeitalter der KI-Assistenten vorbei ist und das Zeitalter der KI-Agenten beginnt.
Der Timing ist kein Zufall: Kurz nach der $30-Milliarden-Finanzierungsrunde will Anthropic zeigen, wofür das Geld eingesetzt wird.
Wenn du Claude beruflich einsetzt oder evaluierst: Die neuen Enterprise-Features zielen auf tiefere Integration in bestehende Workflows. Statt Claude im Browser zu öffnen und Texte hineinzukopieren, könnte der Assistent künftig direkt in deinen Systemen arbeiten – als eigenständiger Mitarbeitender, der Aufgaben übernimmt und weitergibt.
Die Details der neuen Produkte werden nach dem heutigen Event kommuniziert. Das Wichtigste zuerst: Die Richtung ist klar.

Oracle hat am 31. März begonnen, bis zu 30'000 Mitarbeitende zu entlassen – rund 18 % der Belegschaft. Das freiwerdende Geld fliesst in den KI-Datacenter-Ausbau, darunter das 500-Milliarden-Dollar-Projekt Stargate mit OpenAI.
Oracle setzt darauf, dass die KI-Zukunft genug Nachfrage nach Rechenleistung generiert, um $58 Mrd. Schulden zu bedienen – ob diese Wette aufgeht, entscheidet sich in zwei bis drei Jahren.

Der Zürcher KI-Pionier Starmind – 2010 als Spin-off der Universität Zürich gegründet – wurde von der US-amerikanischen Support-Automatisierungsplattform Capacity übernommen.
Die Übernahme zeigt: Schweizer KI-Technologie ist international gefragt – wandert aber zunehmend in US-Hände.

Am 1. und 2. April verwandelt sich das Volkshaus Zürich in Europas grössten Treffpunkt für angewandte generative KI. Über 120 Sessions auf 8+ Bühnen, ein Hackathon mit CHF 10'000+ Preisgeld und die GenAI Zürich Awards.
Der GenAI Zürich Summit bringt über 1'000 Teilnehmende zusammen – mit Keynotes von Hugging Face bis NVIDIA und der Schweizer KI-Governance-Roadmap für Geneva 2027.