Anthropic ernennt KiYoung Choi zum Korea-Chef und eröffnet ein drittes Asien-Büro. Koreaner nutzen Claude bereits 3,5-mal häufiger als die Bevölkerungsgrösse erwarten liesse.
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Wo Claude-Nutzung stark wächst, kommt früher oder später ein Anthropic-Büro hin – Korea ist nach Tokio und Bangalore der dritte Asien-Standort.
Anthropic baut Asien ernsthaft aus. Am Dienstag hat das Unternehmen KiYoung Choi zum Representative Director für Korea ernannt. In den kommenden Wochen reist die Konzernspitze nach Seoul, um das dritte asiatische Büro nach Tokio und Bangalore offiziell zu eröffnen.
Choi kommt von Snowflake, wo er als General Manager für Korea verantwortlich war. Davor hat er Country-Lead-Rollen bei Google Cloud, Adobe, Autodesk und Microsoft geführt – also genau die Karrierestationen, die ein Verkaufschef für eine wachsende KI-Plattform mitbringen muss. Seine Aufgabe: Anthropic-Partnerschaften mit koreanischen Grossunternehmen, der Regierung und der Forschungs-Community aufbauen.
«Korea ist einer der raffiniertesten KI-Märkte der Welt – führend bei Hardware-Innovation, Entwickler-Aktivität und Enterprise-Adoption.»
So Choi in der offiziellen Mitteilung. Die Zahl, die diese Strategie stützt: Laut dem aktuellen Anthropic Economic Index nutzen Koreaner Claude 3,5-mal häufiger als es die Bevölkerungsgrösse erwarten liesse. Drei der fünf wichtigsten Anthropic-Märkte liegen in Asien: Korea, Japan und Indien.
Bereits jetzt arbeiten koreanische Schwergewichte mit Claude:
Anthropic wächst gerade auf zwei Achsen gleichzeitig: kommerziell mit Enterprise-Deals wie KPMG und PwC, geografisch jetzt mit Tokio, Bangalore und Seoul. Für die Schweiz heisst das vorerst noch nichts Konkretes – aber die Logik ist klar: Wo Claude.ai-Nutzung stark wächst, kommt früher oder später ein Büro hin. Schweizer Entwickler, die viel mit Claude arbeiten, dürften das Muster im Hinterkopf behalten.