Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Während die EU mit dem AI Act streng reguliert, wirbt der Kanton Zürich für einen möglichst schlanken Weg. Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh erklärt, warum zu strenge Regeln den Standort gefährden – und welche Rolle das offene Schweizer Modell Apertus spielt.
Getty Images bringt seine lizenzierten Bilder via Partnerschaft in die Suche von ChatGPT. Die Börse reagierte euphorisch: Die Aktie schoss um bis zu 145 Prozent nach oben. Für Bildanbieter zeichnet sich ein Weg ab, mit KI Geld zu verdienen statt verdrängt zu werden.
Mit Jonas Adler und Alexander Pritzel verliert Google zwei weitere Schlüsselköpfe hinter Gemini an Anthropic. Es ist bereits der vierte hochkarätige Abgang in nur sechs Tagen – und ein Lehrstück darüber, wie die nahenden Börsengänge von OpenAI und Anthropic Talente abwerben.
Seit Anfang Juni lassen die grossen US-KI-Labore ihre Modelle freiwillig vom Staat auf Sicherheitsrisiken prüfen. OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft und xAI machen mit – nur Meta zögert und wird laut New York Times von der Regierung per E-Mail gedrängt. Der Fall zeigt den Kontrast zwischen US-Selbstverpflichtung und dem verbindlichen EU AI Act.
Der Immunologe Derya Unutmaz hatte ein Experiment vor drei Jahren ungelöst beiseitegelegt. GPT-5 Pro lieferte die Erklärung in einem Anlauf – und sagte danach sogar das Ergebnis eines unveröffentlichten Versuchs korrekt voraus. Ein Lehrstück darüber, wie KI zur Forschungspartnerin wird, ohne Expertenwissen zu ersetzen.
Mistral hat OCR 4 veröffentlicht: ein Dokumenten-KI-Modell, das Texte samt Struktur – Position, Typ und Konfidenz jedes Blocks – ausliest. Das Modell läuft in einem einzigen Container vollständig selbst gehostet, sodass sensible Daten das eigene Rechenzentrum nie verlassen. Für regulierte Schweizer Branchen wie Banken, Versicherungen und Behörden ist genau das der entscheidende Punkt.
Der erste AI Report von jobs.ch wertet 7,3 Millionen Stelleninserate aus: Der Anteil ausgeschriebener Einsteigerstellen lag 2025 rund ein Drittel unter dem Niveau vor dem KI-Boom. 41 Prozent der unter 25-Jährigen sorgen sich um ihre berufliche Zukunft.

Mit «Patch the Planet» – Teil des Cybersecurity-Programms Daybreak – lässt OpenAI seine stärksten Modelle Sicherheitslücken in Open-Source-Projekten wie cURL, Go und Python aufspüren. Menschliche Experten von Trail of Bits prüfen jeden Befund, bevor er die Maintainer erreicht.
Swisscom testet in Aarau, Bern und Lausanne das KI-System «Kira»: Deckensensoren und Mikrofone zeichnen Beratungsgespräche auf, um Wartezeiten und Beratungsqualität zu analysieren. Die Aufnahmen werden sofort gelöscht, nur ein anonymisiertes Transkript bleibt.
Laut dem Digital News Report 2026 des Reuters Institute nutzen inzwischen 10 Prozent der Menschen weltweit wöchentlich einen KI-Chatbot für Nachrichten – aber nur 4 Prozent klicken zur Originalquelle. Für Verlage ist das ein wachsendes Problem, für Leser eine Frage der Medienkompetenz.
Auf Anordnung der US-Regierung muss Anthropic seine zwei stärksten KI-Modelle Claude Fable 5 und Mythos 5 weltweit abschalten – eine Exportkontrolle sperrt alle Nicht-US-Bürger aus, auch in der Schweiz. Anthropic hält den Vorwurf eines gefährlichen «Jailbreaks» für ein Missverständnis und verhandelt über eine Rückkehr.
Das KI-Infrastruktur-Startup Baseten steht laut «Wall Street Journal» vor einer Runde über 1,5 Milliarden Dollar bei rund 13 Milliarden Bewertung – nur fünf Monate nach der letzten. Das Geschäft: KI-Anfragen schnell und günstig betreiben statt Modelle trainieren.