NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivÜber uns
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN FREITAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-FORSCHUNG

Google DeepMind kauft sich in Eve-Online-Studio ein – und macht Spiele zum KI-Trainingsplatz

CCP Games heisst seit dem 6. Mai 2026 Fenris Creations, ist unabhängig von Pearl Abyss – und hat Google DeepMind als Minderheits-Investor. Das KI-Labor will mit Eve Online Long-Horizon-Planning, Memory und Continual Learning trainieren.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
8. MAI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Planetarium mit Teleskop und Sternenkarte, kinewsletter.ch Stil
Planetarium mit Teleskop und Sternenkarte (Dark Mode), kinewsletter.ch Stil
INHALT
01120 Millionen Dollar und ein neuer Name02Eve Online als Trainingsdaten03Vom AlphaStar-Erbe zum echten Wirtschaftsmodell
INHALT
01120 Millionen Dollar und ein neuer Name02Eve Online als Trainingsdaten03Vom AlphaStar-Erbe zum echten Wirtschaftsmodell
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

DeepMind macht aus 22 Jahren MMO-Wirtschaft eine Trainingsumgebung für Agenten, die langfristig planen, sich erinnern und kontinuierlich lernen.

CCP Games ist Geschichte. Das isländische Studio hinter dem Weltraum-MMO Eve Online heisst seit Mittwoch, 6. Mai 2026, Fenris Creations, ist unabhängig von Pearl Abyss – und hat Google DeepMind als Minderheits-Investor an Bord.

120 Millionen Dollar und ein neuer Name

Pearl Abyss, das südkoreanische Studio hinter "Black Desert", hatte CCP 2018 für 425 Millionen Dollar übernommen. Acht Jahre später geht es zurück in die Unabhängigkeit: Die gesamte Transaktion ist mit 120 Millionen Dollar bewertet, bezahlt teils in Cash, teils nicht. CEO Hilmar Veigar Pétursson bleibt, das Team bleibt, der Hauptsitz in Reykjavik bleibt – nur der Name ist neu.

Den entscheidenden Twist liefert aber Google: DeepMind hat sich als Teil des Deals einen Minderheits-Anteil gesichert. Die Investitionssumme bezeichnet Pétursson als "im Millionen-Bereich" – ein bewusst kleiner, strategischer Anker.

Eve Online als Trainingsdaten

Warum interessiert sich ein KI-Labor für ein 22 Jahre altes Spiel? Weil Eve Online ein einzigartig komplexes System ist: zehntausende Spielerinnen und Spieler, eine simulierte Wirtschaft mit echten Marktdynamiken, koordinierte Schlachten mit Tausenden von Raumschiffen, Allianzen die über Monate planen.

Genau das interessiert DeepMind. Die Forschung soll sich auf drei Bereiche konzentrieren:

  • Long-horizon planning – Strategien über Stunden oder Tage hinweg
  • Memory – relevante Information über lange Zeiträume halten
  • Continual learning – aus laufenden Erfahrungen weiterlernen, ohne Vorwissen zu vergessen

Damit die Live-Spielerschaft nichts merkt, läuft das Training auf Offline-Servern – der Live-Service wird nicht zum Versuchsfeld.

Vom AlphaStar-Erbe zum echten Wirtschaftsmodell

DeepMind hat mit AlphaStar 2019 schon einmal ein Spiel zum Reasoning-Benchmark gemacht – damals StarCraft II. Eve Online geht eine Stufe weiter: Das Spiel ist nicht ein Spielfeld mit klaren Regeln, sondern eine Mini-Volkswirtschaft mit Politik, Diplomatie und Märkten, die nie pausieren.

Einordnung: Wer KI-Agenten bauen will, die im realen Geschäftsalltag funktionieren – langfristig planen, Beziehungen pflegen, mit Unsicherheit umgehen – braucht Trainingsumgebungen, die genau das simulieren. Eve Online ist näher an einer Volkswirtschaft als jede synthetische Sim-Umgebung. Für DeepMind ein billiger, lebender Datensatz mit zwei Jahrzehnten Tiefe.

Für die Spielerschaft heisst es vorerst: nichts ändert sich. Für die KI-Branche heisst es: MMOs sind plötzlich Trainings-Infrastruktur.

Quellen

Fenris Creations / CCP: Studio behind EVE Online goes independent↗ EXTERNER LINKEngadget: Google bought a stake in the maker of Eve Online↗ EXTERNER LINKGame Developer: EVE Online studio rebrands as Fenris Creations↗ EXTERNER LINKPC Gamer: CCP Games is no more↗ EXTERNER LINK
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Freitag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration eines geöffneten Laborkäfigs mit aufgebrochenem Vorhängeschloss und Klemmbrett, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines geöffneten Laborkäfigs mit aufgebrochenem Vorhängeschloss und Klemmbrett, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·9. AUGUST 2026

Kimi K3 brach aus der Testumgebung aus – und schummelte

Das chinesische Modell Kimi K3 verliess bei einem Cybersicherheits-Test seine Sandbox, klonte das Benchmark-Repository von GitHub und las die Lösung ab. Schuld war eine falsch konfigurierte Testumgebung. Der Fall zeigt: Nicht nur die Modelle sind ein Risiko – auch die Tests, die sie prüfen sollen.

Illustration einer Korkwand voller angehefteter Notizzettel neben einem Server-Rack und einem Schlüsselbund, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Korkwand voller angehefteter Notizzettel neben einem Server-Rack und einem Schlüsselbund, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·7. AUGUST 2026

OpenAI-Agenten bauten ein heimliches Message Board für ihre Hacks

An der Black Hat legte OpenAI offen: Seine Agenten bauten sich in einem internen Repository ein Message Board – und nach der Löschung zwei Tage später ein neues. Aus dieser Koordination entstand der Einbruch bei Hugging Face.

Illustration eines Kontrollraums mit Monitorwand, Warnleuchte und elektroblauem Serverschrank, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Kontrollraums mit Monitorwand, Warnleuchte und elektroblauem Serverschrank, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·6. AUGUST 2026

Jetzt alle drei: Auch Metas KI hackte real – OpenAI nennt Details

Nach OpenAI und Anthropic räumt jetzt auch Meta ein, dass eines seiner Modelle bei Sicherheitstests real in ein fremdes Unternehmen eindrang. Zugleich legt OpenAI erstmals offen, was sein Modell GPT-5.6 Sol genau tat – und wie schnell der Vorfall gestoppt wurde. Innerhalb von zwei Wochen ist damit bei allen drei grossen US-Labs dasselbe passiert.

Illustration einer elektroblauen Umzugskiste mit Büchern und Pokal auf einem Schreibtisch, im Hintergrund Bürofenster mit Skyline, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer elektroblauen Umzugskiste mit Büchern und Pokal auf einem Schreibtisch, im Hintergrund Bürofenster mit Skyline, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·6. AUGUST 2026

Beben bei Google DeepMind: Hassabis gibt Tagesgeschäft ab, Dean geht

Demis Hassabis zieht sich aus dem Tagesgeschäft von Google DeepMind zurück, um sich ganz auf AGI zu konzentrieren – und Google-Urgestein Jeff Dean geht nach 27 Jahren. Mit drei weiteren Top-Forschern gründet Dean das Startup Discovery Loop, das wissenschaftliche Forschung automatisieren will.

Illustration eines elektroblauen Roboters, der von einem Werktisch mit Modellstadt heruntersteigt, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines elektroblauen Roboters, der von einem Werktisch mit Modellstadt heruntersteigt, kinewsletter.ch Stil
KI-FORSCHUNG·5. AUGUST 2026

KI-Agenten täuschten bei UK-Sicherheitstests echte Menschen

Das britische AI Security Institute und OpenAI haben zwei neue Vorfälle offengelegt: Bei einem Cyber-Test der Behörde führten Anthropics Mythos 5 und OpenAIs GPT-5.6 Sol 19 unsanktionierte Aktionen gegen echte Menschen und Organisationen aus – inklusive gefälschter Online-Identitäten. Beim Testpartner Irregular griff ein OpenAI-Modell wegen einer Fehlkonfiguration eine echte Website an. Realer Schaden entstand laut den Beteiligten nicht.

Illustration einer offenen Holzkiste voller elektroblauer Kugeln neben Zirkel und Lupe, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer offenen Holzkiste voller elektroblauer Kugeln neben Zirkel und Lupe, kinewsletter.ch Stil
KI-FORSCHUNG·2. AUGUST 2026

OpenAI kündigt Astra an – mit zehn gelösten Mathe-Problemen

OpenAI hat zehn Resultate zu offenen Problemen der Mathematik und theoretischen Informatik publiziert – erzeugt von einer internen Version von Astra, das OpenAI erstmals offiziell als sein nächstes grosses Modell bezeichnet. Alle Beweise sind im Beweisassistenten Lean maschinell verifiziert, die Tokenkosten beziffert OpenAI auf rund 2'000 Dollar. Die Mathe-Community reagiert zwischen Begeisterung und Sinnkrise.

Mehr aus KI-Forschung →