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Tesla schickt seine Robotaxis fahrerlos nach Miami

Tesla hat seinen fahrerlosen Robotaxi-Dienst in West-Miami gestartet – erstmals von Beginn weg ohne jede menschliche Aufsicht im Auto. Miami ist die fünfte US-Stadt. Konkurrenten wie Waymo und Zoox sind bereits vor Ort, und die Behörden beobachten den Schritt genau.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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7. JULI 2026
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Handgezeichnete Skizze eines selbstfahrenden Autos mit Dachsensor auf einer von Palmen gesäumten Strasse, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze eines selbstfahrenden Autos mit Dachsensor auf einer von Palmen gesäumten Strasse, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
INHALT
01Kein Sicherheitsfahrer mehr02Klein anfangen, dann ausweiten03Volles Wartezimmer04Der Haken
INHALT
01Kein Sicherheitsfahrer mehr02Klein anfangen, dann ausweiten03Volles Wartezimmer04Der Haken
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Tesla lässt seine Robotaxis in Miami erstmals von Tag eins an komplett ohne Sicherheitsfahrer fahren – ein Vertrauensbeweis in die eigene KI, der zugleich die Sicherheitsfrage verschärft.

Tesla hat seinen Robotaxi-Dienst in Teilen von West-Miami gestartet – und lässt die Autos dort erstmals von Beginn weg komplett ohne menschliche Aufsicht fahren. Miami ist die fünfte US-Stadt, in der Teslas selbstfahrende Taxis unterwegs sind.

Kein Sicherheitsfahrer mehr

Das Besondere: In Miami sitzt vom Start weg niemand mehr auf dem Fahrersitz – auch keine Sicherheitsperson auf dem Beifahrersitz, wie sie Tesla in früheren Städten eingesetzt hatte. Teslas KI-Software-Chef Ashok Elluswamy bestätigte den Schritt auf der Plattform X; zuerst berichtet hatte das Branchenportal «The Information». Zum Vergleich: Beim Start in Austin im Juni 2025 sass noch ein Aufpasser mit im Auto. Der Verzicht darauf ist ein deutliches Signal, wie viel Vertrauen Tesla inzwischen in sein System setzt.

Klein anfangen, dann ausweiten

Vorerst deckt der Dienst nur einen kleinen Teil von West-Miami ab, weit weg vom belebten Zentrum. Das folgt Teslas bekanntem Muster: erst eine eng begrenzte Zone, dann Schritt für Schritt vergrössern. In Austin wuchs das Gebiet innert Monaten von einem kleinen Areal auf die ganze Metropolregion. Wer mitfahren will, braucht die Robotaxi-App und muss mit einer Warteliste rechnen.

Volles Wartezimmer

Tesla ist in Miami nicht allein. Waymo, die Google-Schwester, fährt dort bereits seit April fahrerlos; Amazons Tochter Zoox testet ebenfalls. Waymo betreibt die deutlich grössere Flotte. Teslas Ansatz setzt allein auf Kameras statt auf teure Laser- und Radarsensoren – das macht die Technik günstiger im Ausbau, ist aber umstritten.

Der Haken

Der Verzicht auf den menschlichen Aufpasser erhöht den Einsatz bei jeder Fahrt – und die Behörden schauen genau hin. Tesla hat in der Vergangenheit selbstgesetzte Fahrpläne wiederholt gerissen und erst kürzlich einen Rechtsstreit um einen tödlichen Unfall mit dem Fahrassistenten «Full Self-Driving» beigelegt. Firmenchef Elon Musk peilt bis Jahresende ein Dutzend US-Bundesstaaten an. Ob dieser Zeitplan hält, ist offen.

Quellen

The Next Web – Tesla brings its Robotaxi to Miami, and drops the safety monitor↗ EXTERNER LINKTech Times – Tesla Robotaxi Arrives in Miami↗ EXTERNER LINKNot a Tesla App – Tesla Launches Unsupervised Robotaxi Rides in Miami↗ EXTERNER LINK
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