Der KI-Rechenzentrums-Anbieter Crusoe ist laut Bloomberg in Gesprächen über eine 3-Milliarden-Runde – bei rund 30 Milliarden Bewertung, dreimal so viel wie im Oktober. Noch ist nichts unterschrieben.
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Crusoes fast verdreifachte Bewertung innert Monaten zeigt vor allem eines: Wer die Hallen und den Strom für KI-Training liefert, wird gerade fast unabhängig vom eigenen Gewinn bewertet.
Der KI-Infrastruktur-Anbieter Crusoe ist laut Bloomberg in Gesprächen über eine Finanzierungsrunde von rund 3 Milliarden Dollar. Das Ungewöhnliche: Die Runde würde das Unternehmen mit etwa 30 Milliarden Dollar bewerten – rund dreimal so viel wie noch im Oktober, als Crusoe bei gut 10 Milliarden lag.
Wichtig dabei: Es handelt sich um «active talks», also laufende Verhandlungen. Ein finaler Wert steht noch nicht fest, die 30 Milliarden sind die Erwartung der Investoren – nicht der unterschriebene Deal. Reuters, das die Meldung aufgriff, konnte die Bloomberg-Angaben nicht unabhängig bestätigen; Crusoe selbst wollte sich nicht äussern.
Crusoe baut und betreibt Rechenzentren für KI-Training und liefert Rechenleistung unter anderem an Meta und Oracle. Im Juni nannte die Firma 4,9 Gigawatt vertraglich zugesicherte Rechenkapazität und eine Projekt-Pipeline von über 40 Gigawatt – Zahlen, die zeigen, warum Investoren gerade jetzt zugreifen.
Einordnung: Die fast verdreifachte Bewertung innert weniger Monate ist weniger eine Aussage über Crusoe allein als über den Hunger nach KI-Rechenzentren. Wer die Hallen und den Strom für das nächste Modell-Training liefert, wird derzeit fast unabhängig vom eigenen Gewinn bewertet. Ob die 30 Milliarden halten, entscheidet sich erst, wenn die Runde tatsächlich unterschrieben ist.