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ChatGPT fällt erstmals unter 50 Prozent

Zum ersten Mal nutzen weltweit weniger als die Hälfte aller KI-Anwender ChatGPT: Laut Sensor Tower fiel der Anteil Ende Mai auf 46,4 Prozent. Google Gemini und Anthropic Claude holen deutlich auf – auch dank tiefer Integration ins Smartphone.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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29. JUNI 2026
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Handgezeichnete Skizze von drei Chatbot-Robotern bei einem Wettrennen, der fuehrende mit Krone blickt zurueck, zwei kleinere holen auf, Ziellinie voraus, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze von drei Chatbot-Robotern bei einem Wettrennen, der fuehrende mit Krone blickt zurueck, zwei kleinere holen auf, Ziellinie voraus, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
INHALT
01Erstmals unter 50 Prozent02Warum ChatGPT trotzdem vorne bleibt03Was den Wandel treibt04Was das für die Schweiz bedeutet
INHALT
01Erstmals unter 50 Prozent02Warum ChatGPT trotzdem vorne bleibt03Was den Wandel treibt04Was das für die Schweiz bedeutet
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ChatGPT bleibt die meistgenutzte KI-App, verliert aber erstmals die Mehrheit am Markt – Gemini und Claude wachsen schneller.

Lange war ChatGPT praktisch ein Synonym für künstliche Intelligenz. Jetzt zeigt eine neue Auswertung: Zum ersten Mal nutzen weltweit weniger als die Hälfte aller KI-Anwenderinnen und -Anwender OpenAIs Chatbot. Die Konkurrenz von Google und Anthropic holt spürbar auf.

Erstmals unter 50 Prozent

Laut dem Bericht «State of AI 2026» der Analysefirma Sensor Tower fiel ChatGPTs Anteil an den weltweiten Nutzern von KI-Assistenten Ende Mai auf 46,4 Prozent. Die Schwelle von 50 Prozent wurde damit erstmals unterschritten – noch im Januar lag ChatGPT klar über der Hälfte des Marktes.

Aufgeholt haben vor allem zwei Anbieter: Googles Gemini kommt inzwischen auf rund 27,7 Prozent, Anthropics Claude auf 10,3 Prozent. Der Rest verteilt sich auf zahlreiche kleinere Dienste.

Warum ChatGPT trotzdem vorne bleibt

Ein schrumpfender Marktanteil heisst nicht, dass ChatGPT schrumpft. Im Gegenteil: Der Dienst hat kürzlich die Marke von einer Milliarde monatlich aktiven Nutzern geknackt – so schnell wie keine App zuvor. Gemini kommt auf rund 662 Millionen, Claude auf 245 Millionen. Der Kuchen wird also grösser, OpenAI bekommt nur ein kleineres Stück davon.

Was den Wandel treibt

Ein wichtiger Hebel ist die Verankerung im Betriebssystem: Gemini ist auf Android-Smartphones tief integriert und hat dort den alten Google Assistant abgelöst. Wer ein Android-Gerät nutzt, hat Gemini damit quasi automatisch zur Hand.

Zusätzlich sorgte ein Imageeffekt für Bewegung: Nach OpenAIs Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium Anfang 2026 verzeichnete Sensor Tower einen messbaren Anstieg von ChatGPT-Deinstallationen in den USA – und gleichzeitig mehr Downloads von Claude.

Was das für die Schweiz bedeutet

Für Nutzerinnen und Nutzer ist mehr Wettbewerb gute Nachricht: Die Anbieter unterbieten sich bei Preisen und überbieten sich bei Funktionen. Wer bisher reflexartig ChatGPT geöffnet hat, findet bei Gemini oder Claude je nach Aufgabe inzwischen ebenbürtige – manchmal bessere – Antworten. Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich.

Quellen

TechCrunch – ChatGPT's market share slips below 50% for first time↗ EXTERNER LINKTech Times – ChatGPT's AI Assistant Market Share Falls Below 50%↗ EXTERNER LINKMediaNama – ChatGPT market share falls below 50% as rivals gain ground↗ EXTERNER LINK
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