NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·REGULIERUNG & ETHIK

KI-Agenten brauchen 600-mal mehr Strom als ein Chat-Prompt

Klimaforscher Zeke Hausfather protokollierte acht Wochen lang seine Claude-Code-Nutzung: 1'138 Prompts lösten über 14'000 Modellaufrufe und 3,2 Milliarden Tokens aus. Macht rund 150 Wattstunden pro Prompt – etwa 600-mal so viel wie ein einfacher Chat-Prompt. Gemessen sind allerdings nur die Tokens, der Rest ist Schätzung.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
9. AUGUST 2026
5 MIN. LESEZEIT
Illustration eines dicken elektroblauen Stromkabels, das sich in ein Dutzend dünner Kabel an einer Steckdosenleiste auffächert, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines dicken elektroblauen Stromkabels, das sich in ein Dutzend dünner Kabel an einer Steckdosenleiste auffächert, kinewsletter.ch Stil
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
AnthropicGoogleOpenAI
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration eines Schaltraums mit blauem Not-Aus-Hebel auf der Wandtafel, Sicherungsreihen, Messuhren und offenem Serverschrank, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Schaltraums mit blauem Not-Aus-Hebel auf der Wandtafel, Sicherungsreihen, Messuhren und offenem Serverschrank, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·3. SEPTEMBER 2026

OpenAI baut Not-Aus-Funktionen – auf Druck des Kongresses

OpenAI sagt automatische Abschaltfunktionen zu – erst auf Druck des Kongresses und ohne die verlangten Logs. Was ein Not-Aus technisch bedeutet.

Handgezeichnete Skizze einer geneigten Justizwaage in Elektroblau vor einer Gerichtsbank mit Richterhammer und einem Stapel Papier, kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Skizze einer geneigten Justizwaage in Elektroblau vor einer Gerichtsbank mit Richterhammer und einem Stapel Papier, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·3. SEPTEMBER 2026

Washington erklärt KI-Training zu Fair Use – erstmals vor Gericht

Das US-Justizministerium hat sich erstmals in ein KI-Urheberrechtsverfahren eingeschaltet – auf der Seite von OpenAI. Training mit geschützten Texten sei Fair Use, argumentiert die Regierung und beruft sich dabei auf die nationale Sicherheit. Für Verlage, Autorinnen und Musiklabels steht damit ihr stärkster Hebel auf dem Spiel.

Illustration eines leeren Klassenzimmers mit Schulbänken und einem grossen blauen Wecker mit leerem Zifferblatt auf dem Lehrerpult, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines leeren Klassenzimmers mit Schulbänken und einem grossen blauen Wecker mit leerem Zifferblatt auf dem Lehrerpult, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·3. SEPTEMBER 2026

New York verbietet KI an Schulen – die Schweiz macht das Gegenteil

New York City setzt generative KI für rund 600'000 Schülerinnen und Schüler bis zur 8. Klasse ein Jahr lang aus – das schärfste Schul-Moratorium der USA. In der Schweiz läuft die Bewegung genau umgekehrt: Kantone bauen KI-Zugänge und Leitfäden aus.

Illustration einer Wahlurne mit Lupe und verschlossenem Tresor, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Wahlurne mit Lupe und verschlossenem Tresor, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·2. SEPTEMBER 2026

Googles KI-Übersichten zur Wahl: wenige Quellen, viel Blackbox

AlgorithmWatch hat 4'480 Suchanfragen zu drei deutschen Landtagswahlen ausgewertet. Das Ergebnis: Google zeigt KI-Übersichten bei Wahlfragen deutlich seltener, stützt sich auf sehr wenige Quellen und formuliert nicht immer neutral. Warum das auch für Schweizer Abstimmungen zählt.

Illustration einer Prüfwerkbank mit grosser Lupe auf Gelenkstativ über einer verschlossenen Metallkassette, daneben Messschieber, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Prüfwerkbank mit grosser Lupe auf Gelenkstativ über einer verschlossenen Metallkassette, daneben Messschieber, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·2. SEPTEMBER 2026

Deutschland prüft künftig KI-Modelle – die Schweiz nicht

Deutschland hat in Berlin das KI-Sicherheitsinstitut «AISI Deutschland» gegründet: BSI und Bundesnetzagentur sollen führende KI-Modelle auf Cyber-Risiken und Kontrollverlust prüfen. Die Schweiz hat keine Stelle mit diesem Auftrag – und sitzt im internationalen Netzwerk der zehn Prüfinstitute nicht am Tisch.

Illustration eines Papierbogens unter einer Prüflampe mit Lupe auf einem Archivtisch, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Papierbogens unter einer Prüflampe mit Lupe auf einem Archivtisch, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·2. SEPTEMBER 2026

Claudes Wasserzeichen wird prüfbar – aber nur für wenige

Anthropic hat die Erkennung seines Claude-Wasserzeichens geöffnet: Eine Detection-API in der Private Preview lässt Regulatoren, Medien und Faktenchecker prüfen, ob Claude an einem Text mitgeschrieben hat. Gleichzeitig wächst die Kritik – an der Textqualität und an Wasserzeichen, die in Verträge und Prüfungen hineinwandern.

Mehr aus Regulierung & Ethik →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Der Prompt ist die falsche Masseinheit: Wer mit KI-Agenten arbeitet, verursacht pro Eingabe rund 600-mal mehr Strom als beim Chatten. Der entscheidende Hebel ist trotzdem nicht Verzicht, sondern woher der Strom der Rechenzentren kommt.

Der Klimawissenschaftler Zeke Hausfather hat acht Wochen lang protokolliert, wie viel Strom seine Arbeit mit dem Coding-Agenten Claude Code verursacht – und kommt in seiner Analyse vom 5. August 2026 im Fachblog The Climate Brink auf rund 150 Wattstunden pro getipptem Prompt. Das ist etwa 600-mal so viel wie ein einfacher Chat-Prompt: Für einen Median-Textprompt in Gemini gibt Google 0,24 Wattstunden an, OpenAI-Chef Sam Altman schätzte eine durchschnittliche ChatGPT-Anfrage auf 0,34 Wattstunden. Wichtig für die Einordnung: Direkt gemessen hat Hausfather nur die Token-Zahlen aus seinen lokalen Logs – die Umrechnung in Kilowattstunden ist eine Schätzung mit breitem Unsicherheitsband.

Aus 1'138 Prompts werden 14'000 Modellaufrufe

Zwischen dem 31. Mai und dem 25. Juli 2026 tippte Hausfather, der beim Zahlungsdienstleister Stripe arbeitet, 1'138 Prompts in Claude Code. Ausgelöst haben diese Eingaben über 14'000 einzelne Modellaufrufe – im Schnitt zwölf pro Prompt. Verarbeitet wurden dabei 3,2 Milliarden Tokens (Tokens sind die Wort- und Zeichenbausteine, in denen Sprachmodelle rechnen), also rund 2,9 Millionen pro Eingabe. Zum Vergleich: Ein gewöhnlicher Chat-Austausch ohne Websuche und ohne Reasoning kommt laut Hausfather auf etwa tausend Tokens.

NUR FÜR ABONNENTEN

Exklusiver Inhalt

Melde dich an, um den vollständigen Artikel zu lesen. Der Zugang ist kostenlos.

Noch kein Abonnent? Jetzt anmelden