REFERENZ · TRACKER

KI in Kantonen & Verwaltung.

Wo setzen Bund, Kantone und Gemeinden künstliche Intelligenz wirklich ein – und wo ist es erst ein Pilotprojekt? Dieser lebende Tracker sammelt bekannte Vorhaben und ordnet sie vorsichtig ein.

Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026Lebender Tracker · wird laufend ergänzt

Ein nüchterner Blick statt Hype

Rund um KI in der Verwaltung wird viel angekündigt und wenig konkret berichtet. Dieser Tracker versucht das Gegenteil: Er listet nur Vorhaben, die öffentlich bekannt sind, und trennt publizierte Leitlinien von laufenden Pilotprojekten und produktivem Einsatz. Wo wir unsicher sind, schreiben wir das dazu.

Wichtig: «KI im Einsatz» heisst in der Verwaltung meist etwas Bodenständiges – maschinelle Übersetzung, Dokumenten-Triage, ein Chatbot auf dem Portal – und selten ein spektakuläres Frontier-Modell.

Bekannte KI-Vorhaben in der Schweizer öffentlichen Hand. Nicht abschliessend.
EbeneStelleVorhabenStatus
BundBundeskanzleiLeitlinien für den Einsatz von KI in der BundesverwaltungPubliziert
BundBundesamt für Statistik (Neuchâtel)Kompetenznetzwerk Künstliche Intelligenz (CNAI)Aktiv
Bund / ETH-BereichETH Zürich, EPFL, CSCSOffenes Schweizer Sprachmodell Apertus («Swiss AI»)Modell veröffentlicht
Kanton / Stadt ZürichVerwaltung ZürichInterne KI-Leitlinien und Chatbot-PilotversucheLaufend
Bund & Kantonediverse SprachdiensteMaschinelle Übersetzung (mehrsprachige Amtstexte)Im Einsatz
Kantonediverse KantonePilotprojekte: Dokumenten-Triage, Bürger-Chatbots, AssistenzUnterschiedlich

Quellenlage: öffentliche Angaben von Behörden, Medienberichte und offizielle Publikationen. Angaben ohne Gewähr. Hinweise und Korrekturen nehmen wir gerne auf.

Was diesen Tracker antreibt

Zwei Dinge machen den Schweizer Kontext besonders. Erstens die Datensouveränität: Verwaltung arbeitet mit sensiblen Personendaten, die oft im Land bleiben müssen. Das erklärt das Interesse an Rechenleistung und Modellen aus der Schweiz – siehe unsere Seiten zu KI-Rechenzentren und Apertus in der Praxis.

Zweitens der Föderalismus: 26 Kantone und tausende Gemeinden gehen unterschiedlich schnell vor. Das macht eine vollständige Übersicht praktisch unmöglich – aber es zeigt auch, wo gute Ideen zuerst entstehen. Welche Regeln dabei gelten, behandeln wir auf der Seite zur KI-Regulierung in der Schweiz.

HÄUFIGE FRAGEN

Fragen zu KI in der Schweizer Verwaltung

Setzt die Schweizer Bundesverwaltung bereits KI ein?

Ja, in einzelnen Bereichen. Die Bundeskanzlei hat Leitlinien für den Einsatz von KI in der Bundesverwaltung publiziert, das Bundesamt für Statistik betreibt ein Kompetenznetzwerk KI (CNAI), und maschinelle Übersetzung ist im mehrsprachigen Behördenalltag verbreitet. Vieles läuft aber noch als Pilot oder in klar abgegrenzten Anwendungsfällen.

Gibt es Regeln für KI in der Verwaltung?

Der Bund hat Leitlinien für den KI-Einsatz veröffentlicht, und einzelne Kantone und Städte haben eigene interne Richtlinien erlassen. Ein umfassendes KI-Gesetz gibt es in der Schweiz bisher nicht – der Stand dazu ist auf unserer Seite zur KI-Regulierung Schweiz beschrieben.

Welche Kantone sind bei KI am weitesten?

Eine belastbare Rangliste gibt es nicht. Grössere Kantone und Städte wie Zürich kommunizieren häufiger über Leitlinien und Pilotprojekte, aber viele Vorhaben laufen ohne grosse Öffentlichkeit. Wir führen diesen Tracker bewusst vorsichtig und ergänzen ihn, wenn belastbare Informationen vorliegen.

Nutzt die Verwaltung das Schweizer Modell Apertus?

Apertus ist als offenes, in der Schweiz trainiertes Modell für den öffentlichen Sektor besonders interessant, weil Daten souverän verarbeitet werden können. Konkrete produktive Einsätze in der Verwaltung sind bisher aber nur punktuell öffentlich bekannt. Mehr dazu auf unserer Seite «Apertus in der Praxis».

Wie aktuell ist dieser Tracker?

Dies ist eine lebende Referenzseite. Der letzte Stand ist mit «Zuletzt aktualisiert» oben angegeben. Die Liste ist nicht abschliessend und stützt sich auf öffentlich verfügbare Informationen. Hinweise auf neue oder korrigierte Vorhaben nehmen wir gerne auf.

DRANBLEIBEN

Neue KI-Projekte in der Verwaltung im Blick.

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