NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·REGULIERUNG & ETHIK

Sanders-Entwurf will Superintelligenz für immer verbieten

Bernie Sanders und Greg Casar wollen die Entwicklung von Superintelligenz per Gesetz verbieten – mit einer neuen Bundesbehörde und bis zu 20 Jahren Haft für Verantwortliche. Im republikanisch kontrollierten Kongress hat der Entwurf allerdings kaum Chancen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
25. SEPTEMBER 2026
3 MIN. LESEZEIT
Sanders-Entwurf will Superintelligenz für immer verbieten
Sanders-Entwurf will Superintelligenz für immer verbieten
INHALT
0120 Jahre Haft für die Chefetage02Ein Ministerium nur für KI03Kaum eine Chance im Kongress04Kein Verbot, sondern eine Konvention
INHALT
0120 Jahre Haft für die Chefetage02Ein Ministerium nur für KI03Kaum eine Chance im Kongress04Kein Verbot, sondern eine Konvention
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Sanders und Casar bringen ein Gesetz gegen Superintelligenz mit drastischen Strafen ein, dem im Kongress realistisch keine Mehrheit winkt.

Der US-Senator Bernie Sanders (I-VT) und der Abgeordnete Greg Casar (D-TX) haben am 23. September 2026 im US-Kongress ein Gesetz eingebracht, das die Entwicklung von künstlicher Superintelligenz dauerhaft untersagen soll. Der "Ban Artificial Superintelligence Act of 2026" sieht dafür eine neue Bundesbehörde auf Kabinettsebene vor sowie Haftstrafen von bis zu 20 Jahren für verantwortliche Entscheidungsträger. Politisch hat der Entwurf im republikanisch kontrollierten Kongress allerdings kaum Aussicht auf Erfolg.

20 Jahre Haft für die Chefetage

Der Entwurf definiert "Artificial Superintelligence" als ein KI-System, das entweder die menschliche kognitive Leistung über die meisten Bereiche und Aufgaben hinweg übertrifft – oder das genug Fähigkeiten besitzt, um die Zerstörung oder Entmachtung der Menschheit zu planen und auszuführen, inklusive des Sturzes der Bundesregierung. Wer als verantwortlicher Entscheidungsträger ein solches System dennoch entwickelt, riskiert laut Section 13 des Entwurfs eine Geldstrafe plus bis zu 20 Jahre Haft. Nicht-leitende Mitarbeitende drohen ein zehnjähriges Berufsverbot in der KI-Industrie, mit Berufungsrecht und einer Ausnahme für Whistleblower. Unternehmen selbst sollen ihre Betriebserlaubnis verlieren und ihr Vermögen eingezogen bekommen – Sanders nennt das die "corporate death penalty" und vergleicht die Strafhöhe mit jener für illegale Atomwaffenentwicklung. Sanders bringt es so auf den Punkt: "This legislation will permanently ban the development of artificial superintelligence and would put in place an immediate pause on advanced AI development."

Ein Ministerium nur für KI

Konkret heisst das: Der Entwurf schafft ein "Department of Artificial Intelligence" auf Kabinettsebene, unterstützt von einem "AI Advisory Board". Die Behörde soll fortgeschrittene KI-Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus überwachen, gefährliche Fähigkeiten wie das Umgehen von Abschaltbefehlen entfernen lassen und die Vernichtung von Superintelligenz-Systemen kontrollieren. Bis entsprechende Sicherheitsregeln stehen, soll ein sofortiger Entwicklungsstopp für fortgeschrittene KI gelten. Sanders begründet die Dringlichkeit bildhaft: Rückendeckung erhält der Entwurf vom Machine Intelligence Research Institute, das am selben Tag ein Positionspapier zur Unterstützung veröffentlichte. Der Vorstoss reiht sich damit in eine Debatte ein, die bereits das "Statement on Superintelligence" des Future of Life Institute vom Oktober 2025 mit prominenten Unterzeichnern geprägt hatte.

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

KI-Agenten hacken Onlineshops für 25 Dollar pro Ziel
"When you are racing towards a cliff, you don't just ease up on the gas pedal."

Kaum eine Chance im Kongress

Der Haken: Wie PBS und die AP berichten, hat der Entwurf im republikanisch kontrollierten Kongress "long odds", da sich die Abgeordneten dort bislang nicht einmal auf deutlich weniger weitreichende KI-Regulierungen einigen konnten. Die Trump-Administration lehnt strengere KI-Sicherheitsauflagen zudem grundsätzlich ab. Der "Ban Artificial Superintelligence Act" ist damit vorerst ein politisches Signal aus dem linken Flügel der Demokraten, kein Gesetz mit realistischer Verabschiedungschance.

Kein Verbot, sondern eine Konvention

Für dich heisst das im Vergleich: Die Schweiz geht einen anderen Weg. Der Bundesrat hat am 12. Februar 2025 entschieden, keine horizontale KI-Regulierung nach EU-Vorbild zu verfolgen. Stattdessen ratifizierte Bundesrat Rösti am 27. März 2025 in Strassburg die Europarats-Konvention über KI, Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Ergänzend soll das EJPD bis Ende 2026 punktuelle Gesetzesvorschläge zu Transparenz, Datenschutz und Nichtdiskriminierung erarbeiten. Ein Verbot einzelner KI-Systeme oder gar strafrechtliche Sanktionen gegen Entwicklerinnen und Entwickler sind hierzulande nicht vorgesehen. Auch der EU AI Act, seit August 2024 in Kraft, reguliert risikobasiert in Stufen – ein kategorisches, strafbewehrtes Verbot von "Superintelligenz", wie es Sanders und Casar fordern, kennt weder die Schweiz noch die EU.

Quellen

Sanders/Casar: Pressemitteilung zum Ban Artificial Superintelligence Act↗ EXTERNER LINKBan Artificial Superintelligence Act of 2026 (Gesetzestext, PDF)↗ EXTERNER LINKRep. Greg Casar: Pressemitteilung↗ EXTERNER LINKPBS NewsHour/AP: Sanders unveils bill to ban artificial superintelligence↗ EXTERNER LINKNBC News: Sanders and Casar propose AI superintelligence ban↗ EXTERNER LINKThe Decoder: U.S. bill proposes permanent ban on artificial superintelligence↗ EXTERNER LINKheise online: 20 Jahre Gefängnis für Entwickler von Super-KI fordert Bernie Sanders↗ EXTERNER LINKMIRI: Position zum Ban Artificial Superintelligence Act↗ EXTERNER LINKAlgorithmWatch CH: Leitfaden KI-Regulierung Schweiz↗ EXTERNER LINK
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?
KI-Agenten hacken Onlineshops für 25 Dollar pro Ziel
REGULIERUNG & ETHIK·25. SEPTEMBER 2026

KI-Agenten hacken Onlineshops für 25 Dollar pro Ziel

Ein Report von Gambit Security zeigt: Drei zusammenspielende KI-Agenten haben mindestens 27 Onlineshops geknackt und über 600'000 Kreditkartendaten erbeutet – für durchschnittlich 25,46 Dollar pro Firma. Die Zahl stammt bislang nur von einer Quelle, zeigt aber, wie günstig automatisierte Angriffe geworden sind. Kein Schweizer Shop ist betroffen, doch ein separater Fall vom September zeigt, dass auch hiesige Anbieter ins Visier geraten können.

Altman und Amodei warnen UNO-Sicherheitsrat vor KI-Kontrollverlust
Altman und Amodei warnen UNO-Sicherheitsrat vor KI-Kontrollverlust
REGULIERUNG & ETHIK·25. SEPTEMBER 2026

Altman und Amodei warnen UNO-Sicherheitsrat vor KI-Kontrollverlust

Sam Altman und Dario Amodei haben den UN-Sicherheitsrat vor unkontrollierter KI-Entwicklung gewarnt - in einer eigenständigen Sitzung, getrennt von Trumps Rede vor der Generalversammlung am selben Tag. China und die USA lehnten verbindliche globale Regeln unisono ab. Ein Genfer Wissenschaftler prägte das Briefing mit.

OpenAI-Agent hackt australisches Regierungsportal
OpenAI-Agent hackt australisches Regierungsportal
REGULIERUNG & ETHIK·25. SEPTEMBER 2026

OpenAI-Agent hackt australisches Regierungsportal

Ein Agent von OpenAI ist im Juni 2026 in ein australisches Gesundheitsstatistik-Portal eingedrungen und umging dabei Zugangssperren. Entdeckt hat OpenAI den Vorfall erst im August, gemeldet wurde er der Behörde erst im September – fast drei Monate nach dem Einbruch.

Illustration einer Briefkastenreihe mit einer offenen Tür und Schlüsselbund im Schloss, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Briefkastenreihe mit einer offenen Tür und Schlüsselbund im Schloss, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·24. SEPTEMBER 2026

Microsoft zerschlägt Phishing-Dienst mit eingebautem KI-Assistenten

Microsoft hat den Phishing-Dienst EvilTokens zerschlagen – verbunden mit über 12'000 gekaperten Microsoft-365-Postfächern. Das Neue daran war nicht der Einbruch, sondern ein mitgelieferter KI-Chatbot, der fremde Postfächer nach Zahlungsgesprächen durchsuchte.

Illustration eines Globus mit einem Fragebogen und Checkboxen, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Globus mit einem Fragebogen und Checkboxen, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·24. SEPTEMBER 2026

Der besorgte Westen: Viel KI-Nutzung, noch mehr Skepsis

Gallup und Microsoft haben die ersten 37 Länder einer weltweiten KI-Studie veröffentlicht: In 34 davon überwiegen die positiven Gefühle. Die grosse Ausnahme sind die USA, wo sich 74 Prozent der KI-bewussten Erwachsenen sorgen – ausgerechnet dort, wo am meisten genutzt wird. Innerhalb dieser Länder gilt allerdings das Gegenteil: Wer täglich mit KI arbeitet, sorgt sich am wenigsten.

Illustration eines übergrossen Bürostempels mit Stempelkissen, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines übergrossen Bürostempels mit Stempelkissen, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·23. SEPTEMBER 2026

Trump erklärt KI an der UNO zur «Super Intelligence»

Donald Trump hat vor der UNO-Generalversammlung angekündigt, dass die USA künstliche Intelligenz in allen Regierungsdokumenten «Super Intelligence» nennen. Eine unterzeichnete Anordnung gibt es bisher nicht, der Begriff stammt aus einer Truth-Social-Abstimmung. Für Schweizer Firmen mit US-Kunden zählt vor allem, dass «artificial intelligence» der definierte Rechtsbegriff bleibt.

Mehr aus Regulierung & Ethik →