Der Grosse Rat hat mit 94 zu 1 Stimmen eine Daten- und KI-Plattform für die Verwaltung genehmigt – inklusive sieben neuer Vollzeitstellen und einer KI-Kompetenzstelle am Statistischen Amt.
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Basel-Stadt investiert 7,1 Millionen Franken in eine kantonale Daten- und KI-Plattform – fast einstimmig beschlossen, aber mit offenen Fragen zu messbaren Zielen.
Am 16. April stimmte das Basler Parlament fast einstimmig für den Aufbau einer kantonalen Daten- und KI-Plattform (KDKP). Die Investition: 5,5 Millionen Franken für den Aufbau, dazu jährlich wiederkehrende Kosten von 1 Million Franken für den Betrieb durch IT BS sowie 600’000 Franken für eine neue KI-Kompetenzstelle am Statistischen Amt. Sieben Vollzeitstellen werden geschaffen.
Die Plattform soll allen Verwaltungsmitarbeitenden eine zentrale, sichere Infrastruktur für Datenanalyse und KI-Anwendungen bieten – datenschutzkonform und unabhängig von grossen Cloud-Anbietern. Regierungspräsident Conradin Cramer (LDP) fasste die Ambition zusammen: Man werde in fünf Jahren froh sein um diese Investition.
Trotz der überwältigenden Zustimmung gab es kritische Töne. Patrizia Bernasconi (Basta) warnte vor einer «Hype»-Mentalität – stimmte aber zu, weil «Nichtstun keine Lösung» sei. Daniel Seiler (FDP) vermisste konkrete Zielsetzungen und forderte messbare Einsparungen bei der Verwaltung.
Basel-Stadt ist der erste Kanton, der eine eigene KI-Plattform mit dieser Grössenordnung beschliesst. Das Projekt ergänzt die nationale Sovereign-AI-Strategie rund um das Open-Source-Modell Apertus, das die Swiss AI Initiative mit ETH, EPFL und dem Nationalen Hochleistungsrechenzentrum CSCS entwickelt hat. Swisscom baut parallel mit dem Swiss AI Assistant eine Unternehmens-KI auf Apertus-Basis. Basel-Stadts Entscheid könnte Signalwirkung für weitere Kantone haben, die noch zwischen Eigenentwicklung und Cloud-Lösungen abwägen.