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Digitalbarometer 2026: Drei Viertel der Schweiz nutzen generative KI – fordern aber gleichzeitig die Bremse

Stiftung Risiko-Dialog präsentiert Digitalbarometer 2026 in Andermatt: 75% nutzen generative KI, 83% wollen ein «Made in Switzerland»-Label, BAKOM startet AI Action Plan.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
27. MAI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Skizze Bundeshaus mit Waage und verstreuten Stimmzetteln vor Alpenpanorama
Skizze Bundeshaus mit Waage und Stimmzetteln vor Alpenpanorama (Dark)
INHALT
01Die Schweiz ist gespalten – und das ist die News02Der Digital-Gipfel als politischer Hebel03Was das für dich heisst
INHALT
01Die Schweiz ist gespalten – und das ist die News02Der Digital-Gipfel als politischer Hebel03Was das für dich heisst
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die Schweiz will gleichzeitig schneller fördern und besser regulieren – wer KI in der Schweiz anbietet, kommt am Souveränitäts-Argument nicht mehr vorbei.

Es ist eine paradoxe Zahl: Drei Viertel der Schweizer Bevölkerung nutzen heute generative KI im Alltag – und genau diese Bevölkerung fordert mehr Kontrolle, mehr Souveränität und ein verbindliches «Made in Switzerland»-Label für digitale Dienste. Das zeigt das neue Digitalbarometer 2026, das am Schweizer Digital-Gipfel in Andermatt vorgestellt wurde.

Die Schweiz ist gespalten – und das ist die News

Die Stiftung Risiko-Dialog hat im Auftrag der Mobiliar und in Partnerschaft mit Digitalswitzerland 1278 Personen online befragt. Die Ergebnisse sind ein Stimmungsbild, kein Schock – aber sie zeichnen ein Land, das KI gleichzeitig will und fürchtet.

  • 41 Prozent bewerten die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft kritisch
  • 59 Prozent wollen, dass die Schweiz neue Technologien wie KI aktiv fördert, statt abzuwarten
  • 47 Prozent rechnen damit, dass KI die Arbeitswelt stark verändern wird
  • Aber nur 27 Prozent glauben, dass dadurch neue berufliche Möglichkeiten entstehen
  • 83 Prozent sagen, ein «Made in Switzerland»-Label würde ihr Vertrauen in digitale Dienste stärken

Die Schweiz will den technologischen Wandel also nicht stoppen, sondern besser steuern. Klare Regeln, transparente Standards, digitale Unabhängigkeit von US-Tech-Konzernen – das ist der rote Faden durch die Antworten.

Der Digital-Gipfel als politischer Hebel

Am gleichen Tag, an dem das Barometer in Andermatt präsentiert wurde, stellte Digitalswitzerland zusammen mit dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) den ersten «AI Action Plan for Switzerland» vor. Der Plan soll Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung an einen Tisch holen und konkrete Massnahmen für den KI-Standort definieren – mit erstem Output bereits im laufenden Jahr.

«Wer dem Bund liefert, muss bald Datenresidenz, Auditierbarkeit und Exit-Pfade dokumentieren können.»

So in etwa lässt sich das Spielfeld zusammenfassen, auf dem sich Schweizer Tech-Anbieter ab sofort bewegen. Der Aktionsplan ist ein Auftakt, nicht ein Gesetz – die operative Phase startet jetzt, der nächste Meilenstein ist der KI-Weltgipfel 2027 in Genf.

Was das für dich heisst

Wenn du in der Schweiz mit oder an KI arbeitest, bekommst du jetzt zwei Trends gleichzeitig: steigende Erwartungen an Souveränität (Datenresidenz, Transparenz, ethische Audits) und ein Bevölkerungs-Mandat zur Beschleunigung (mehr Förderung, weniger Bremserei). Für KMU heisst das ganz praktisch: Wer KI einsetzt, sollte sich überlegen, ob die Anbieter-Wahl in zwei Jahren noch tragfähig ist. Und wer Schweizer Anbietern den Vorzug gibt, kann das mit einer wachsenden Vertrauens-Mehrheit im Rücken tun.

Quellen

Netzwoche – Schweizer Bevölkerung verlangt mehr Kontrolle über KI↗ EXTERNER LINKIT Magazine – Schweizer Bevölkerung zunehmend skeptisch↗ EXTERNER LINKBilanz – Schweiz präsentiert ersten nationalen KI-Aktionsplan↗ EXTERNER LINKDigitalswitzerland – AI Action Plan for Switzerland↗ EXTERNER LINKMoneycab – Der neue Digitalbarometer 2026↗ EXTERNER LINK
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