Der erste AI Report von jobs.ch wertet 7,3 Millionen Stelleninserate aus: Der Anteil ausgeschriebener Einsteigerstellen lag 2025 rund ein Drittel unter dem Niveau vor dem KI-Boom. 41 Prozent der unter 25-Jährigen sorgen sich um ihre berufliche Zukunft.
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In KI-exponierten Schweizer Bürojobs schrumpft der Anteil der Einsteigerstellen deutlich – ob durch KI oder Homeoffice, ist umstritten.
Wer heute frisch ins Berufsleben startet, hat es schwerer als noch vor wenigen Jahren – vor allem im Büro. Das zeigt der erste AI Report des Schweizer Jobportals jobs.ch, der diese Woche erschienen ist.
Die Auswertung stützt sich auf 7,3 Millionen Stelleninserate auf jobs.ch, jobup.ch und JobScout24.ch sowie auf Befragungen von rund 3'600 Arbeitnehmenden und 850 Unternehmen. Das Ergebnis: 2025 lag der Anteil ausgeschriebener Einsteigerstellen rund ein Drittel unter dem Schnitt der Jahre 2019 bis 2022 – also der Zeit vor dem KI-Boom.
Besonders betroffen sind sogenannte KI-exponierte Berufe, deren Aufgaben sich gut mit KI-Werkzeugen automatisieren lassen: Administration, HR, Banking und Finanzen, Marketing, Einkauf, Verkauf sowie IT und Telekommunikation. Dort verschiebt sich das Verhältnis spürbar – weg von Junior-, hin zu Senior-Profilen.
Ob wirklich die KI schuld ist, ist allerdings umstritten. Mehrere Forschende führen auch das Homeoffice ins Feld: Wenn niemand mehr im Büro sitzt, lassen sich Berufseinsteiger schlechter anlernen und betreuen – also stellt man sie gar nicht erst ein. KI und Strukturwandel wirken hier vermutlich zusammen.
Bei der Belegschaft kommt die Unsicherheit an: Laut dem Report sorgen sich 41 Prozent der unter 25-Jährigen, durch KI an beruflicher Relevanz zu verlieren. Die Botschaft des Reports ist trotzdem nicht nur düster – gefragt sind künftig weniger Routineaufgaben, dafür mehr soziale Kompetenz und der souveräne Umgang mit KI-Tools. Wer das früh lernt, verschafft sich gerade als Berufseinsteiger einen Vorsprung.