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49 Prozent: Schweizer Beschäftigte sind Europas fleissigste KI-Nutzer

Laut der Accenture-Studie «Pulse of Change» nutzen 49 Prozent der Schweizer Beschäftigten täglich KI-Tools – fast doppelt so viele wie im Europa-Schnitt. Gleichzeitig fürchtet rund die Hälfte, dass KI den Berufseinstieg für die nächste Generation erschwert.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
29. JULI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Grossraumbüros mit blauer Bahnhofsuhr und Alpen-Silhouette, kinewsletter.ch Stil
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INHALT
01Deutschland bei 23, die Schweiz bei 49 Prozent02«Das ist ein Alarmsignal»03Kleine Stichprobe, grosse Schlagzeile
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Die Schweiz führt Europas KI-Nutzung am Arbeitsplatz an – doch ausgerechnet die produktivste Generation von KI-Nutzern sorgt sich, dass für Berufseinsteiger die Türen zugehen. Accenture-Schweiz-Chef Huwiler nennt das ein «Alarmsignal».

Fast jede zweite beschäftigte Person in der Schweiz nutzt täglich KI-Tools am Arbeitsplatz – so viele wie nirgendwo sonst in Europa. Laut der neuen Europa-Ausgabe der Accenture-Studie «Pulse of Change», über die Keystone-SDA am 28. Juli berichtete, liegt die Schweiz mit 49 Prozent täglicher KI-Nutzung fast doppelt über dem europäischen Durchschnitt von rund 28 Prozent. Gleichzeitig glaubt rund die Hälfte der Schweizer Befragten, dass KI den Berufseinstieg für die nächste Generation erschwert.

Deutschland bei 23, die Schweiz bei 49 Prozent

Der Abstand zu den Nachbarn ist deutlich: In Deutschland nutzen laut der Auswertung rund 23 Prozent der Beschäftigten täglich KI-Tools, in Frankreich gut 27 Prozent, in Grossbritannien 22 Prozent. Ein Grund dürfte der Zugang sein – 88 Prozent der Schweizer Arbeitgeber stellen ihren Mitarbeitenden KI-Werkzeuge zur Verfügung, international sind es 80 Prozent. Die Mehrheit der Befragten sieht in KI grosses geschäftliches Potenzial und berichtet von gestiegener Produktivität und Arbeitszufriedenheit.

«Das ist ein Alarmsignal»

Doch die Studie zeigt auch eine Kehrseite: Rund die Hälfte der Schweizer Befragten stimmt der Aussage zu, dass es für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger wegen KI schwieriger wird, überhaupt eine Stelle zu finden.

«Die Daten verdeutlichen eine paradoxe Situation in der Schweiz. Auf der einen Seite erleben wir eine enorme Zuversicht, eine hohe KI-Nutzung und eine gestiegene Produktivität bei den bereits etablierten Mitarbeitenden. Auf der anderen Seite wächst die berechtigte Sorge, dass Einstiegshürden für die nächste Generation massiv erhöht werden. Das ist ein Alarmsignal.»
— Marco Huwiler, Country Managing Director Accenture Schweiz

Die Sorge deckt sich mit anderen Beobachtungen am Schweizer Arbeitsmarkt: Der Jobs.ch KI Report 2026 kam jüngst zum Schluss, dass der Anteil ausgeschriebener Einsteigerstellen 2025 knapp ein Drittel unter dem Schnitt der Vor-KI-Jahre lag.

Kleine Stichprobe, grosse Schlagzeile

Ein Wort zur Einordnung: Befragt wurden zwischen April und Juni 2026 europaweit 980 C-Level-Führungskräfte und 980 Mitarbeitende – in der Schweiz je 100. Das ist eine schmale Basis für ein Länder-Ranking, und Accenture verdient als Beratungsfirma selbst an KI-Projekten. Der Trend passt aber zu früheren Erhebungen, etwa dem Microsoft Work Trend Index vom Juli, der Schweizer KI-Nutzende ebenfalls über dem Schnitt sah. Für dich heisst das: Wer hierzulande täglich mit KI arbeitet, ist längst nicht mehr die Ausnahme – sondern fast schon die Mehrheit.

Quellen

Inside IT: Hälfte der Schweizer Beschäftigten nutzt täglich KI (Keystone-SDA)↗ EXTERNER LINKNau.ch: Schweizer sind bei KI-Nutzung am Arbeitsplatz europaweit führend↗ EXTERNER LINKAccenture: Pulse of Change (Studien-Hub)↗ EXTERNER LINK
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