NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI IN DER SCHWEIZ

Swiss AI Weeks 2026: fünf Wochen KI zum Mitmachen

Bis zum 4. Oktober laufen in der ganzen Schweiz Hackathons, Elternabende und Podien rund um KI. Die Veranstalter melden 220 Partner und 37 Städte. Was wirklich im Kalender steht, was es kostet und was so ein Event-Marathon leisten kann.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
3. SEPTEMBER 2026
5 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Dorfplatzes mit blauem Eventzelt, Stuhlreihen, Lichterkette, Kirchturm und Bergkette, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Dorfplatzes mit blauem Eventzelt, Stuhlreihen, Lichterkette, Kirchturm und Bergkette, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Zwei Drittel kosten nichts02Vom Legal Hackathon bis zum Elternabend03Deutlich grösser als beim ersten Mal04Der Weg nach Genf05Was ein Event-Marathon nicht kann
INHALT
01Zwei Drittel kosten nichts02Vom Legal Hackathon bis zum Elternabend03Deutlich grösser als beim ersten Mal04Der Weg nach Genf05Was ein Event-Marathon nicht kann
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Rund zwei Drittel der ausgeschriebenen Termine sind gratis – wer KI ausprobieren will, findet in den nächsten vier Wochen kaum je einen günstigeren Einstieg. Nur ersetzt ein Anlass keine Strategie.

Seit dem 1. September läuft die zweite Ausgabe der Swiss {ai} Weeks, und sie dauert noch bis zum 4. Oktober 2026. Die Veranstalter melden 220 Partner, 37 Städte und Gemeinden sowie über 180 Veranstaltungen zum Start – von Hackathons über Elternabende bis zu Podien im Zürcher Rathaus. Getragen wird die Reihe von der HUB Fellowship Association, einem Schweizer Non-Profit, das die Bewegung 2025 gegründet hat. Für dich heisst das vor allem eines: Es gibt gerade ungewöhnlich viele Gelegenheiten, KI nicht nur zu lesen, sondern anzufassen.

Zwei Drittel kosten nichts

Die nützlichste Zahl steht nicht in der Medienmitteilung. Wir haben den öffentlichen Kalender auf ai-weeks.ch am 3. September ausgezählt: 105 Termine starten zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober, und 69 davon sind gratis. Der Rest kostet zwischen 5 und 1'850 Franken – die teuren Ausreisser sind Business-Weiterbildungen, das breite Mittelfeld liegt bei 15 bis 100 Franken.

Rund ein Drittel der Termine läuft rein online, der Rest vor Ort. Räumlich ist die Verteilung schief: Zürich stellt mit Abstand am meisten Termine, danach folgen Genf, Lausanne, St. Gallen, Buchs, Lugano und Basel. Wer in Locarno, Martigny oder Rorschach wohnt, findet dort je einen Anlass – dafür sind die Online-Formate offen für alle.

Ein Hinweis zur Vorsicht: Die Veranstalterzahl «über 180» liess sich an diesem Kalender nicht nachzählen. Publiziert sind dort insgesamt 233 Termine, die meisten aber ausserhalb des Fensters – die Bewegung läuft laut eigener Darstellung ganzjährig weiter. Nimm die grossen Zahlen also als das, was sie sind: Angaben der Organisatoren.

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration eines Radiostudios mit Bändchenmikrofon am Galgen, Mischpult mit Faderreihe und Plattenspieler, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Radiostudios mit Bändchenmikrofon am Galgen, Mischpult mit Faderreihe und Plattenspieler, kinewsletter.ch Stil

Vom Legal Hackathon bis zum Elternabend

Konkret wird es, wenn man ins Programm schaut. Eine Auswahl aus dem Kalender:

  • Hackathons, meist gratis: HPE Hackathon in Genf (14.9.), Finnova Hackathon in Lenzburg (18.9.), START Hack Tour in St. Gallen (18.9.), Legal Hackathon in Kloten (23.9.), Zurich Hackathon (24.9.), Geneva Hackathon (25.9.). Die Energy Data Hackdays an der FHNW in Brugg-Windisch (10.9.) kosten 15 Franken.
  • Für Familien und Schulen: «KI & Kinder: Was Eltern jetzt wissen sollten» in Buchs SG (4.9.) und St. Gallen (10.9.) für je 50 Franken, «Wie KI im Schulalltag entlastet» online und gratis (8.9.), «KI verstehen: Grundlagen für Lehrpersonen» in Buchs (9.9.) für 100 Franken.
  • Gesellschaft und Recht, gratis: «KI im Unternehmensalltag: Rechtliche Leitlinien für die Praxis» an der OST in St. Gallen (2.9.), das Podium «Deepfake Democracy» im Rathaus Zürich (16.9.), der Idiap Innovation Day in Martigny unter dem Titel «35 Years of AI» (11.9.).

Anmelden läuft pro Anlass über den Kalender auf ai-weeks.ch – jeder Eintrag führt direkt zur Registrierung des jeweiligen Veranstalters. Und ja, Plätze sind endlich: Gratis heisst hier nicht unbegrenzt.

Deutlich grösser als beim ersten Mal

Der Vergleich mit dem Debüt zeigt, wie schnell die Sache wächst. Zum Start 2025 waren es laut damaliger Mitteilung 150 Partnerorganisationen, über 160 Veranstaltungen und 24 Städte. Ein Jahr später sind es 220 Partner (+47 Prozent) und 37 Städte (+54 Prozent). In der Schlussbilanz 2025 nennen die Veranstalter 154 Partner, 33 Städte, 240 Events, 15 Hackathons – und, das ist der interessantere Teil, 140 entstandene Prototypen sowie 40 Validierungen des Schweizer Sprachmodells Apertus zusammen mit ETH und EPFL.

Neu ist 2026 die inhaltliche Verbreiterung: Neben den technischen Formaten stehen Anlässe zu vertrauenswürdiger KI, Ethik, Datenschutz, öffentlicher Verwaltung und digitaler Teilhabe im Programm. Ergänzt wird das durch Executive Dinners für Führungskräfte und einen AI Investor Summit.

Der Weg nach Genf

Die Reihe ist offizielles Vor-Event des Genfer KI-Gipfels, der am 21. und 22. Juni 2027 im Palexpo stattfindet. Organisiert wird er vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zusammen mit dem Aussendepartement (EDA), zeitlich direkt gekoppelt an den AI for Good Global Summit der ITU. Unter dem Titel «Road to Geneva» können seit August 2026 Organisationen weltweit eigene Vorveranstaltungen anmelden – wobei der Bund dabei ausdrücklich weder Geld noch organisatorische Unterstützung beisteuert.

Was ein Event-Marathon nicht kann

Und jetzt der nüchterne Teil. Die Swiss AI Weeks treffen auf ein Land, in dem KI längst angekommen ist – nur nicht besonders tief. Die von AWS finanzierte Studie, über die wir am 29. August berichtet haben, zeigt: 57 Prozent der Schweizer Unternehmen nutzen KI, aber nur 31 Prozent haben eine ausformulierte KI-Strategie, bei KMU sind es 29 Prozent. Und 60 Prozent der Nutzenden kommen über öffentlich verfügbare Chatbots nicht hinaus.

Dazu kommt die Stimmungslage. Im Schweizer Zukunftskompass 2026 landete das Szenario «KI im Alltag» auf Rang 39 von 40 der gewünschten Zukunftsbilder – obwohl vier Fünftel der Bevölkerung KI bereits nutzen. Nutzen und Wollen fallen also auseinander.

Fünf Wochen Programm können Berührungsängste abbauen. Eine Unternehmensstrategie schreiben sie nicht, und ein gesellschaftliches Unbehagen räumen sie erst recht nicht ab.

Der Erfolg misst sich deshalb nicht an der Zahl der Veranstaltungen, sondern an dem, was danach übrig bleibt: 140 Prototypen und 40 Apertus-Validierungen aus dem Vorjahr sind ein brauchbarerer Massstab als 220 Partnerlogos auf einer Website. Wenn du dieses Jahr an einem der Hackathons sitzt – die spannende Frage ist nicht, was du am Sonntagabend zeigst, sondern was am Montag danach noch läuft.

Quellen

Swiss {ai} Weeks 2026 – Startseite (HUB Fellowship Association)↗ EXTERNER LINKSwiss {ai} Weeks – About und Bilanz 2025↗ EXTERNER LINKSwiss {ai} Weeks – Veranstaltungskalender (abgerufen 03.09.2026)↗ EXTERNER LINKSwiss {ai} Weeks 2026 – Partnerübersicht↗ EXTERNER LINKGeneva AI Summit 2027 (UVEK/EDA)↗ EXTERNER LINKDie Swiss AI Weeks machen die Schweiz fit fürs KI-Zeitalter (MoneyToday, 02.09.2026)↗ EXTERNER LINKDie Swiss AI Weeks gehen am 1. September zum zweiten Mal an den Start (Moneycab, 2026)↗ EXTERNER LINKSwiss AI Weeks launch across 24 cities (Startupticker, 2025)↗ EXTERNER LINKSwiss AI Weeks bring artificial intelligence to 24 cities across Switzerland (GGBa, 2025)↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
ETH ZürichEPFLAmazon
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?
KI IN DER SCHWEIZ·3. SEPTEMBER 2026

Australien wirft KI-Songs aus den Charts – die Schweiz zieht nach

Seit der Chart-Woche vom 31. August 2026 sind vollständig KI-generierte Songs in Australien nicht mehr chartberechtigt. Die Regel geht auf globale Prinzipien des Weltverbands IFPI zurück – und die Schweizer Hitparade steht auf derselben Liste. IFPI Schweiz plant ein eigenes Chartreglement.

Illustration zweier Seilbahnkabinen auf sehr unterschiedlicher Höhe am selben Seil über einem Alpental, kinewsletter.ch Stil
Illustration zweier Seilbahnkabinen auf sehr unterschiedlicher Höhe am selben Seil über einem Alpental, kinewsletter.ch Stil
Nur für Abonnenten·KI IN DER SCHWEIZ·29. AUGUST 2026

57 Prozent nutzen KI – die Schweizer KI-Kluft wächst

57 Prozent der Schweizer Unternehmen nutzen KI – mehr als im europäischen Schnitt. Doch das Wachstum hat sich von 48 auf 24 Prozent halbiert, und der Anteil fortgeschrittener Anwender ist von 20 auf 18 Prozent gesunken. Warum die Zahlen aus der AWS-finanzierten Studie einen zweiten Blick verdienen.

Illustration einer Wetterradar-Kuppel auf einem Alpengrat mit aufziehender Gewitterfront, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Wetterradar-Kuppel auf einem Alpengrat mit aufziehender Gewitterfront, kinewsletter.ch Stil
KI IN DER SCHWEIZ·29. AUGUST 2026

MeteoSchweiz warnt neu mit Deep Learning vor Gewittern

MeteoSchweiz hat seine automatischen Gewitterwarnungen auf ein Deep-Learning-Modell umgestellt. Es rechnet alle fünf Minuten für die ganze Schweiz und warnte im Tessin rund 35 Minuten vor dem per Radar bestätigten Grosshagel. Trainiert wurde es auf den Supercomputern des CSCS in Lugano.

Illustration einer Balkenwaage mit einer Platine auf der einen und einem Kräuterbündel auf der anderen Seite, Bergkulisse im Fenster, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Balkenwaage mit einer Platine auf der einen und einem Kräuterbündel auf der anderen Seite, Bergkulisse im Fenster, kinewsletter.ch Stil
KI IN DER SCHWEIZ·28. AUGUST 2026

Die Schweiz nutzt KI – und wünscht sie sich weg

Monda Futura und gfs.bern liessen 2'203 Personen 40 Zukunftsszenarien bewerten. KI im Alltag landete auf Rang 39 von 40 – obwohl vier von fünf sie nutzen.

Illustration eines aufgebrochenen Serverschranks in Elektroblau mit heraushängenden Netzwerkkabeln, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines aufgebrochenen Serverschranks in Elektroblau mit heraushängenden Netzwerkkabeln, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·26. AUGUST 2026

Chinesische Hacker verdoppeln ihre Angriffe – mit DeepSeek

Staatsnahe chinesische Hackergruppen haben ihr Angriffsvolumen laut der taiwanischen Sicherheitsfirma TeamT5 mehr als verdoppelt, seit sie KI für Aufklärung und Exploit-Entwicklung einsetzen – bevorzugt DeepSeek. Das BACS meldet für die Schweiz 27'128 freiwillige Meldungen im ersten Halbjahr 2026.

Illustration einer Waage mit Gesetzbüchern und einer Überwachungskamera, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Waage mit Gesetzbüchern und einer Überwachungskamera, kinewsletter.ch Stil
KI IN DER SCHWEIZ·26. AUGUST 2026

Zürcher Polizei-KI landet vor dem Bundesgericht

Digitale Gesellschaft, DJZ, CCC Zürich und drei Parteien ziehen gegen das revidierte Zürcher Polizeigesetz vor Bundesgericht – wegen KI-Analyse und automatisiertem Datenaustausch.

Mehr aus KI in der Schweiz →