EPFL
Die EPFL in Lausanne treibt zusammen mit der ETH Zürich die öffentliche KI-Forschung der Schweiz voran und steht hinter einem grossen Teil der Westschweizer KI-Spin-offs. Hier findest du unsere Artikel zu Forschungsergebnissen, Modellen und Ausgründungen.
Lausanne, Schweiz · gegründet 1853 · www.epfl.ch
EPFL gibt der KI Zweifel – und spart 40 Prozent Experimente
Forschende der EPFL koppeln ein Sprachmodell mit einem Gauss-Prozess, der zu jeder Vorhersage eine Unsicherheit mitliefert. Die Methode GOLLuM findet in 23 Benchmark-Aufgaben gute Versuchsbedingungen mit über 40 Prozent weniger Experimenten als klassische Verfahren – publiziert in Nature Machine Intelligence.
Swiss AI Weeks 2026: fünf Wochen KI zum Mitmachen
Bis zum 4. Oktober laufen in der ganzen Schweiz Hackathons, Elternabende und Podien rund um KI. Die Veranstalter melden 220 Partner und 37 Städte. Was wirklich im Kalender steht, was es kostet und was so ein Event-Marathon leisten kann.
Deutschland prüft künftig KI-Modelle – die Schweiz nicht
Deutschland hat in Berlin das KI-Sicherheitsinstitut «AISI Deutschland» gegründet: BSI und Bundesnetzagentur sollen führende KI-Modelle auf Cyber-Risiken und Kontrollverlust prüfen. Die Schweiz hat keine Stelle mit diesem Auftrag – und sitzt im internationalen Netzwerk der zehn Prüfinstitute nicht am Tisch.
Dein Coding-Agent hat kein Zeitgefühl – und merkt es nicht
Claude Code und OpenAI Codex können weder vorhersagen, wie lange eine Aufgabe dauert, noch zuverlässig sagen, wie lange sie schon arbeiten. Eine MATS-Studie misst Fehlschätzungen um das Drei- bis Zehnfache – und zeigt, dass die Agenten sich zusätzlich rund 20 Punkte zu gute Noten geben. Was das für Timeouts, Kostenschätzungen und Projektkalkulation bedeutet.
Tencent öffnet 770-Milliarden-Modell – Apache 2.0, 1 Million Token
Tencent hat Hy4 preview veröffentlicht: 770 Milliarden Parameter, 1 Million Token Kontext, Gewichte frei unter Apache 2.0. Das bisher grösste offene Modell des Konzerns – und der Lizenztext hat diesmal wirklich kein Kleingedrucktes.
GLM-5.3 ist offen – aber die MIT-Lizenz ist weg
Z.ai hat die Gewichte seines 753-Milliarden-Parameter-Flaggschiffs GLM-5.3 freigegeben – zwei Wochen verspätet und erstmals nicht unter MIT. Die neue Hauslizenz verpflichtet Model-as-a-Service-Anbieter ab 10 Milliarden Dollar Umsatz zu einer Sicherheitsprüfung durch Z.ai. Für alle anderen bleibt das Modell frei – die eigentliche Hürde sind die 810 Gigabyte Speicher, die es braucht.
Claude repariert seine eigenen Alignment-Fehler – für 4 Dollar pro Stunde
Anthropic liess Claude als Sicherheitsforscher arbeiten: Das Modell entwarf selbstständig Trainingsmethoden gegen zehn Arten von Fehlverhalten – von Täuschung bis Jailbreaks – und schlug dabei die Vorschläge von 28 erfahrenen menschlichen Forschenden. Der Report nennt auch den Preis: 4 Dollar pro Stunde statt 150.
Google lässt Gemini prüfen, ohne die Fragen zu sehen
DeepMind liess Gemini 2.5 Flash Lite erstmals doppelblind prüfen: Die Prüfer sahen die Modellgewichte nicht, Google die Testfragen nicht. Ein Fortschritt – mit offensichtlichem Interessenkonflikt.
Chinas GLM-5.3-Flash läuft ohne Nvidia – und trägt MIT-Lizenz
Z.ai hat GLM-5.3-Flash freigegeben: 320 Milliarden Parameter unter MIT-Lizenz, drei Punkte hinter dem grossen Schwestermodell – zum Siebtel des Preises. Die ganze Testphase lief auf chinesischen Chips. Was daran belegt ist und was nicht.
Nvidia soll Hugging Face für 12,9 Milliarden kaufen
Laut einem Bericht des Fachdienstes The Information hat Nvidia zugestimmt, die Open-Source-Plattform Hugging Face für 12,9 Milliarden Dollar zu übernehmen – rund das 86-Fache des Jahresumsatzes. Bestätigt ist davon nichts: Beide Firmen schweigen, und ein zweiter Bericht spricht von Gesprächen ohne unterschriebenen Vertrag. Für die Schweiz zählt der Fall, weil Apertus auf Nvidia-Chips trainiert wurde und über Hugging Face verteilt wird.
Amazon schliesst Mechanical Turk – die KI hat übernommen
Nach 21 Jahren ist am 30. September Schluss. Eine EPFL-Studie zeigte schon 2023: Ein Drittel bis die Hälfte der Worker nutzte selbst KI.
IBM gibt Granite 4.2 frei – ohne Lizenzhaken
IBM veröffentlicht Granite 4.2 in den Grössen 3B, 8B und 30B unter Apache 2.0 – frei herunterladbar, feintunebar, produktiv einsetzbar. Klein genug fürs eigene Rechenzentrum.























