NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI IN DER SCHWEIZ

Die Schweiz ist Deep-Tech-Weltmeister

Die Schweiz investiert einen grösseren Anteil ihres Risikokapitals in Deep Tech als jedes andere Land – vor China und den USA. Das zeigt der Swiss Deep Tech Report 2026. ETH und EPFL gelten als Europas führende Talentschmiede für neue Tech-Firmen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
21. JUNI 2026
3 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines Roboterarms auf einer Werkbank vor einem modernen Forschungslabor und Schweizer Bergpanorama, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze eines Roboterarms auf einer Werkbank vor einem modernen Forschungslabor und Schweizer Bergpanorama, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
INHALT
01Was «Deep Tech» überhaupt heisst02Die wichtigsten Zahlen aus dem Bericht03ETH und EPFL als Talentmaschine04Wo es noch hakt
INHALT
01Was «Deep Tech» überhaupt heisst02Die wichtigsten Zahlen aus dem Bericht03ETH und EPFL als Talentmaschine04Wo es noch hakt
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Beim Anteil des Risikokapitals für Deep Tech liegt die Schweiz weltweit auf Platz eins – getrieben von ETH, EPFL und einer hohen Forscherdichte.

Die Schweiz steckt einen grösseren Anteil ihres Risikokapitals in Deep Tech als jedes andere Land der Welt – noch vor China und den USA. Das ist das Kernresultat des Swiss Deep Tech Report 2026, der diese Woche an der Tech-Messe VivaTech in Paris vorgestellt wurde. Hinter dem Bericht stehen unter anderem die Stiftung Deep Tech Nation Switzerland, der Investor Founderful, Kickfund, Startupticker.ch und der Datenanbieter Dealroom.

Was «Deep Tech» überhaupt heisst

Deep Tech meint Firmen, die auf echtem wissenschaftlichem und technischem Fundament aufbauen – also künstliche Intelligenz, Robotik, Halbleiter, Quantencomputing oder Biotech. Anders als eine schnelle App braucht solche Technologie Jahre Forschung, bevor daraus ein Produkt wird. Genau hier spielt die Schweiz ihre Stärke aus: hervorragende Hochschulen und eine hohe Dichte an Spezialistinnen und Spezialisten.

Die wichtigsten Zahlen aus dem Bericht

  • 63 Prozent des gesamten Schweizer Risikokapitals fliessen in Deep Tech – der höchste Anteil weltweit, vor China (56 %) und den USA (54 %).
  • Pro Kopf investiert die Schweiz 1'470 Dollar in Deep Tech – Spitze in Europa und unter den Top drei weltweit, neben Israel und den USA.
  • Die Finanzierung ist seit 2015 rund fünfmal gewachsen und erreichte 2025 einen Rekord von 2,6 Milliarden Dollar.
  • Jede vierte neu gegründete Deep-Tech-Firma kommt heute aus dem Bereich KI und maschinelles Lernen – mehr als doppelt so viel wie früher.

ETH und EPFL als Talentmaschine

Laut dem Bericht bringen die ETH Zürich und die EPFL Lausanne mehr neue Deep-Tech-Ausgründungen hervor als jede andere Universität in Europa – vor Oxford, Cambridge oder der TU München. Besonders auffällig ist die Robotik: Pro Kopf entstehen in der Schweiz seit 2020 rund 3,5-mal mehr risikokapitalfinanzierte Robotik-Startups als in den USA und fünfmal mehr als in Grossbritannien.

Spannend ist auch ein Stimmungswandel, den die Autoren beobachten: Die besten internationalen Fonds müssen nicht mehr überzeugt werden, in die Schweiz zu schauen – sie kommen von selbst. Und erstmals würden die Firmen, die aus ETH und EPFL ausgründen, im Land bleiben und hier wachsen, statt ins Ausland abzuwandern.

Wo es noch hakt

Ganz ohne Schwachstelle ist das Bild nicht. Bei grossen Finanzierungsrunden ab 100 Millionen Dollar stammen 88 Prozent des Geldes von ausländischen Investoren – nur 12 Prozent kommen aus der Schweiz selbst. Spätphasen-Kapital bleibt also knapp, gemessen an der Qualität der Firmen. Genau darin sehen die Autoren die grösste Chance für heimische Geldgeber.

Einordnung: Für dich als Leserin oder Leser in der Schweiz ist das eine seltene gute Nachricht im von US- und China-Konzernen dominierten KI-Rennen. Das Land spielt bei der Technologie, die das nächste Jahrzehnt prägt, ganz vorne mit – und zwar ohne einen Franken staatliches Risikokapital. Die nächste Welle an ETH- und EPFL-Firmen erreicht gerade die Wachstumsphase. Ob daraus globale Schwergewichte werden, hängt nun stark davon ab, ob auch hierzulande genug Kapital für die teuren letzten Schritte bereitsteht.

Quellen

GlobeNewswire / Deep Tech Nation Switzerland – Switzerland extends its lead↗ EXTERNER LINKDeep Tech Nation Switzerland – Swiss Deep Tech Report 2026↗ EXTERNER LINKStartbase – Swiss Deep Tech Report 2026↗ EXTERNER LINKElectronics Weekly – Switzerland hits peak deep tech investment levels↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
ETH ZürichEPFL
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Zürich verdoppelt sein Produktivitätswachstum – auf dem Papier
Zürich verdoppelt sein Produktivitätswachstum – auf dem Papier
KI IN DER SCHWEIZ·25. SEPTEMBER 2026

Zürich verdoppelt sein Produktivitätswachstum – auf dem Papier

Eine ZHAW-Modellrechnung für den Kanton Zürich sieht KI die Arbeitsproduktivität um zusätzlich 1,1 Prozent pro Jahr steigern – doppelt so viel wie in den letzten 25 Jahren. Im selben Bericht steht, dass die Zahl der Stellensuchenden in stark KI-exponierten Berufen seit Oktober 2022 um 118 Prozent gestiegen ist.

Sakana AI holt Schmidhuber, IDSIA bleibt seine Basis
Sakana AI holt Schmidhuber, IDSIA bleibt seine Basis
KI IN DER SCHWEIZ·25. SEPTEMBER 2026

Sakana AI holt Schmidhuber, IDSIA bleibt seine Basis

Sakana AI hat Jürgen Schmidhuber laut eigener Ankündigung als Chief Scientific Advisor für sein neues RSI Lab in Tokio gewonnen. Der KI-Pionier bleibt dabei nach Angaben des Unternehmens weiterhin wissenschaftlicher Direktor des IDSIA in Lugano. Bestätigt ist die Personalie bislang nur durch Sakana selbst und spezialisierte Fachportale.

Illustration eines Globus mit einem Fragebogen und Checkboxen, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Globus mit einem Fragebogen und Checkboxen, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·24. SEPTEMBER 2026

Der besorgte Westen: Viel KI-Nutzung, noch mehr Skepsis

Gallup und Microsoft haben die ersten 37 Länder einer weltweiten KI-Studie veröffentlicht: In 34 davon überwiegen die positiven Gefühle. Die grosse Ausnahme sind die USA, wo sich 74 Prozent der KI-bewussten Erwachsenen sorgen – ausgerechnet dort, wo am meisten genutzt wird. Innerhalb dieser Länder gilt allerdings das Gegenteil: Wer täglich mit KI arbeitet, sorgt sich am wenigsten.

Illustration einer Küche mit Kücheninsel und Holzboden, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Küche mit Kücheninsel und Holzboden, kinewsletter.ch Stil
KI IN DER SCHWEIZ·23. SEPTEMBER 2026

Comparis bringt die Schweizer Immobiliensuche in ChatGPT

Comparis lanciert als erstes Schweizer Immobilienportal ein eigenes ChatGPT-Plug-in. Eine hauseigene Bildanalyse durchsucht die Inseratefotos nach Merkmalen wie Kücheninsel, Holzboden oder besonders hellen Räumen, für die kein Filter existiert. Wichtiger als die Technik ist die Verschiebung dahinter: Der Einstiegspunkt der Suche wandert vom Portal in den Chat.

Illustration einer Standseilbahn, die einen steilen Berghang hinunterfährt, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Standseilbahn, die einen steilen Berghang hinunterfährt, kinewsletter.ch Stil
KI IN DER SCHWEIZ·15. SEPTEMBER 2026

Schweizer KI-Aktien brechen ein – ABB verliert 3,6 Prozent

Nachdem führende KI-Chefs am Wochenende vor den Risiken ihrer eigenen Technologie gewarnt hatten, gerieten am Montag auch Schweizer Aktien unter Druck. Comet verlor 6,6 Prozent, VAT 5,7 Prozent, ABB 3,6 Prozent. Betroffen sind vor allem Zulieferer für Rechenzentren und Chipfertigung.

Illustration eines leeren Werbeplakats auf einem Dachgerüst mit Leiter, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines leeren Werbeplakats auf einem Dachgerüst mit Leiter, kinewsletter.ch Stil
KI IN DER SCHWEIZ·7. SEPTEMBER 2026

ChatGPT-Werbung: Schweizer KMU können jetzt selbst buchen

Seit Ende August können Schweizer Werbetreibende Anzeigen in ChatGPT direkt über den Ads Manager buchen – ohne Agentur, ohne OpenAI-Sales. Das Mindest-Tagesbudget liegt bei 20 Franken. Personalisierte Werbung bleibt in der Schweiz vorerst gesperrt.

Mehr aus KI in der Schweiz →