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Die Schweiz ist Deep-Tech-Weltmeister

Die Schweiz investiert einen grösseren Anteil ihres Risikokapitals in Deep Tech als jedes andere Land – vor China und den USA. Das zeigt der Swiss Deep Tech Report 2026. ETH und EPFL gelten als Europas führende Talentschmiede für neue Tech-Firmen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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21. JUNI 2026
3 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines Roboterarms auf einer Werkbank vor einem modernen Forschungslabor und Schweizer Bergpanorama, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze eines Roboterarms auf einer Werkbank vor einem modernen Forschungslabor und Schweizer Bergpanorama, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
INHALT
01Was «Deep Tech» überhaupt heisst02Die wichtigsten Zahlen aus dem Bericht03ETH und EPFL als Talentmaschine04Wo es noch hakt
INHALT
01Was «Deep Tech» überhaupt heisst02Die wichtigsten Zahlen aus dem Bericht03ETH und EPFL als Talentmaschine04Wo es noch hakt
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Beim Anteil des Risikokapitals für Deep Tech liegt die Schweiz weltweit auf Platz eins – getrieben von ETH, EPFL und einer hohen Forscherdichte.

Die Schweiz steckt einen grösseren Anteil ihres Risikokapitals in Deep Tech als jedes andere Land der Welt – noch vor China und den USA. Das ist das Kernresultat des Swiss Deep Tech Report 2026, der diese Woche an der Tech-Messe VivaTech in Paris vorgestellt wurde. Hinter dem Bericht stehen unter anderem die Stiftung Deep Tech Nation Switzerland, der Investor Founderful, Kickfund, Startupticker.ch und der Datenanbieter Dealroom.

Was «Deep Tech» überhaupt heisst

Deep Tech meint Firmen, die auf echtem wissenschaftlichem und technischem Fundament aufbauen – also künstliche Intelligenz, Robotik, Halbleiter, Quantencomputing oder Biotech. Anders als eine schnelle App braucht solche Technologie Jahre Forschung, bevor daraus ein Produkt wird. Genau hier spielt die Schweiz ihre Stärke aus: hervorragende Hochschulen und eine hohe Dichte an Spezialistinnen und Spezialisten.

Die wichtigsten Zahlen aus dem Bericht

  • 63 Prozent des gesamten Schweizer Risikokapitals fliessen in Deep Tech – der höchste Anteil weltweit, vor China (56 %) und den USA (54 %).
  • Pro Kopf investiert die Schweiz 1'470 Dollar in Deep Tech – Spitze in Europa und unter den Top drei weltweit, neben Israel und den USA.
  • Die Finanzierung ist seit 2015 rund fünfmal gewachsen und erreichte 2025 einen Rekord von 2,6 Milliarden Dollar.
  • Jede vierte neu gegründete Deep-Tech-Firma kommt heute aus dem Bereich KI und maschinelles Lernen – mehr als doppelt so viel wie früher.

ETH und EPFL als Talentmaschine

Laut dem Bericht bringen die ETH Zürich und die EPFL Lausanne mehr neue Deep-Tech-Ausgründungen hervor als jede andere Universität in Europa – vor Oxford, Cambridge oder der TU München. Besonders auffällig ist die Robotik: Pro Kopf entstehen in der Schweiz seit 2020 rund 3,5-mal mehr risikokapitalfinanzierte Robotik-Startups als in den USA und fünfmal mehr als in Grossbritannien.

Spannend ist auch ein Stimmungswandel, den die Autoren beobachten: Die besten internationalen Fonds müssen nicht mehr überzeugt werden, in die Schweiz zu schauen – sie kommen von selbst. Und erstmals würden die Firmen, die aus ETH und EPFL ausgründen, im Land bleiben und hier wachsen, statt ins Ausland abzuwandern.

Wo es noch hakt

Ganz ohne Schwachstelle ist das Bild nicht. Bei grossen Finanzierungsrunden ab 100 Millionen Dollar stammen 88 Prozent des Geldes von ausländischen Investoren – nur 12 Prozent kommen aus der Schweiz selbst. Spätphasen-Kapital bleibt also knapp, gemessen an der Qualität der Firmen. Genau darin sehen die Autoren die grösste Chance für heimische Geldgeber.

Einordnung: Für dich als Leserin oder Leser in der Schweiz ist das eine seltene gute Nachricht im von US- und China-Konzernen dominierten KI-Rennen. Das Land spielt bei der Technologie, die das nächste Jahrzehnt prägt, ganz vorne mit – und zwar ohne einen Franken staatliches Risikokapital. Die nächste Welle an ETH- und EPFL-Firmen erreicht gerade die Wachstumsphase. Ob daraus globale Schwergewichte werden, hängt nun stark davon ab, ob auch hierzulande genug Kapital für die teuren letzten Schritte bereitsteht.

Quellen

GlobeNewswire / Deep Tech Nation Switzerland – Switzerland extends its lead↗ EXTERNER LINKDeep Tech Nation Switzerland – Swiss Deep Tech Report 2026↗ EXTERNER LINKStartbase – Swiss Deep Tech Report 2026↗ EXTERNER LINKElectronics Weekly – Switzerland hits peak deep tech investment levels↗ EXTERNER LINK
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