Das High-Performance-Computing-Labor der FHNW und das Lausanner KI-Labor Giotto.ai wollen gemeinsam Rechenaufwand und Inferenzkosten von KI-Modellen senken, ohne Leistung einzubüssen. Im Fokus: Serving-Engines, Deployment-Profile und Hardware-Beschleuniger.
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Die Schweiz forscht mit am Branchentrend Effizienz statt Grösse: kompakte KI-Modelle, die günstig auf selbst gewählter Infrastruktur laufen – statt immer grösserer Rechencluster.
Zwei Schweizer Player spannen zusammen: Das High-Performance-Computing-Labor der FHNW und das Lausanner KI-Labor Giotto.ai haben eine Forschungskooperation gestartet. Gemeinsam wollen sie den Rechenaufwand und die Inferenzkosten von KI-Modellen senken – also die Kosten, die beim Ausführen eines fertig trainierten Modells anfallen –, ohne dabei Leistung einzubüssen. Untersucht werden unter anderem die Optimierung von Serving-Engines, verschiedene Deployment-Profile und Konfigurationen von Hardware-Beschleunigern. Auf FHNW-Seite koordiniert Prof. Tomasz Kacprzak vom Institute for Data Science das Programm.
Giotto.ai machte zuletzt mit Spitzenresultaten beim Reasoning-Benchmark ARC-AGI von sich reden – erzielt mit einem vergleichsweise winzigen Modell. Die These hinter der Kooperation passt dazu: Bessere KI braucht nicht zwingend grössere Modelle.
«Computational efficiency is becoming as critical as model capability», sagt Wallyson Lemes, Chief AI von Giotto.ai.
Konkret heisst das: Die Schweiz forscht vorne mit, wenn die Branche gerade von «immer grösser» auf «immer effizienter» umschwenkt.
Laut der Accenture-Studie «Pulse of Change» nutzen 49 Prozent der Schweizer Beschäftigten täglich KI-Tools – fast doppelt so viele wie im Europa-Schnitt. Gleichzeitig fürchtet rund die Hälfte, dass KI den Berufseinstieg für die nächste Generation erschwert.