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Türkei pumpt 10 Milliarden in KI – und will 2030 vorne sein

Die Türkei will mit mindestens 10 Milliarden Dollar zur KI-Macht aufsteigen. Präsident Erdogan stellte einen nationalen KI-Aktionsplan für 2026 bis 2030 vor – mit Rechenzentren, einer nationalen Datenbibliothek und 110'000 neuen Fachkräften. Ein Kontrast zum dezentralen Schweizer Weg.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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14. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Skizze einer grossen Rechenzentrumshalle im Bau mit langen Reihen elektroblauer Serverschränke, Baugerüst, hohe Rundbogenfenster, kinewsletter.ch Stil
Skizze einer grossen Rechenzentrumshalle im Bau mit langen Reihen elektroblauer Serverschränke, Baugerüst, hohe Rundbogenfenster, kinewsletter.ch Stil (Dark)
INHALT
0110 Milliarden für Rechenzentren und Cloud02Daten und Fachkräfte als Fundament03Der Schweizer Blickwinkel
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0110 Milliarden für Rechenzentren und Cloud02Daten und Fachkräfte als Fundament03Der Schweizer Blickwinkel
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die Türkei investiert staatlich Milliarden in KI – während die Schweiz auf Forschung und einen dezentralen Weg setzt.

Die Türkei will mit einem Milliardenpaket zur KI-Macht aufsteigen. Präsident Recep Tayyip Erdogan stellte am Samstag einen nationalen KI-Aktionsplan vor, der mindestens 10 Milliarden Dollar mobilisieren soll. Das Land reiht sich damit in einen weltweiten Wettlauf nationaler KI-Strategien ein.

10 Milliarden für Rechenzentren und Cloud

Vorgestellt wurde der Plan am Türkiye Artificial Intelligence Summit in Istanbul. Die mindestens 10 Milliarden Dollar – vor allem aus der Privatwirtschaft – sollen in Rechenzentren, Cloud-Computing und KI-Infrastruktur fliessen. Bis 2030 will die Türkei ihre Rechenzentrums-Kapazität auf mindestens 1 Gigawatt ausbauen. Zusätzlich sollen künftig mindestens 2 Prozent aller öffentlichen Investitionen in KI-Projekte gehen.

Daten und Fachkräfte als Fundament

Der Plan setzt nicht nur auf Hardware:

  • Eine Nationale Datenbibliothek soll mindestens 2'000 öffentliche Datensätze bereitstellen – etwa aus Gesundheit, Landwirtschaft, Verteidigung und E-Commerce.
  • Ausgebildet werden sollen 10'000 hochqualifizierte KI-Spezialisten und 100'000 Fachkräfte für KI-Anwendungen.

Der Rahmen für die Jahre 2026 bis 2030 stützt sich auf vier Säulen: Entdecken, Nutzen, Produzieren und Steuern. Erklärtes Ziel: Die Türkei soll zu den führenden KI-Nationen aufschliessen.

Der Schweizer Blickwinkel

Der türkische Ansatz ist betont staatlich und zentral gesteuert – ein Kontrast zur Schweiz. Hierzulande gibt es kein vergleichbares Milliardenprogramm von oben. Stattdessen setzt die Schweiz auf starke Forschung an ETH und EPFL, das offene Schweizer Sprachmodell Apertus und einen eher zurückhaltenden, prinzipienbasierten Regulierungskurs des Bundes.

Einordnung: Immer mehr Länder behandeln KI wie früher Strassen oder Stromnetze – als nationale Infrastruktur, in die der Staat investiert. Für die Schweiz stellt sich die Frage, ob ihr dezentraler, forschungsgetriebener Weg im Wettbewerb mit solchen Milliardenplänen langfristig genügt.

Quellen

Türkiye Today – Erdogan launches $10 billion AI plan to make Türkiye a global digital power by 2030↗ EXTERNER LINKDaily Sabah – Türkiye aims to boost AI competitiveness with new action plan↗ EXTERNER LINKYeni Şafak – Türkiye launches $10B AI Action Plan for digital future↗ EXTERNER LINK
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