Amazon
Amazon ist über AWS der grösste Cloud-Anbieter und damit für viele Schweizer Firmen der Ort, an dem KI-Anwendungen tatsächlich laufen. Dazu kommen die eigenen Modelle und die Beteiligung an Anthropic. Diese Seite bündelt unsere Berichterstattung zu Cloud, Modellen und Rechenzentrumsausbau.
Seattle, USA · gegründet 1994 · www.aboutamazon.com
Anthropic lockert die 30-Tage-Pflicht – Daten bleiben beim Kunden
Anthropic entschärft seine umstrittene Speicherpflicht: Die 30 Tage bleiben, aber die Daten sollen künftig in der Cloud des Kunden liegen. Laut Reuters haben über 100 Kunden am System mitgebaut – Anthropic selbst hatte die Regel im eigenen Risk Report als «unpopulär» bezeichnet. Für Schweizer Firmen verschiebt sich damit die entscheidende Frage von «wie lange» zu «bei wem».
Waymo baut seinen eigenen Chip – Nvidia bleibt trotzdem drin
Alphabets Robotaxi-Tochter Waymo hat erstmals offengelegt, was im Kofferraum ihrer fahrerlosen Taxis steckt: einen selbst entwickelten 5-Nanometer-Chip mit über 1'000 TOPS. Er verarbeitet die Rohdaten von 13 Kameras, vier Lidar- und sechs Radar-Sensoren. Ein Bruch mit Nvidia ist es trotzdem nicht.
Chip-Startup Etched: 21 Milliarden nach dem ersten Rack
Etched hat 700 Millionen Dollar zu einer Bewertung von 21 Milliarden aufgenommen — 26 Tage nach der letzten Runde. Der erste belieferte Kunde ist zugleich der Leadinvestor.
SoftBank steckt 200 Millionen in Zürcher Bagger-KI
Das ETH-Spin-off Gravis Robotics rüstet bestehende Bagger von Caterpillar bis Volvo zu autonomen Maschinen um – und ist nach der grössten Series A der Baurobotik-Geschichte eine Milliarde Dollar wert.
Amazon zerschneidet seltene Bücher für seine KI
404 Media hat einen AirTag in eine Bestellung von 1'000 seltenen Büchern gelegt und die Sendung durch vier US-Bundesstaaten verfolgt – bis in ein Amazon-Lager in Las Vegas, wo Mitarbeitende Buchrücken abschneiden und die losen Seiten scannen. Laut der Recherche vom 17. August 2026 landen die Scans im Training von Amazons Nova-Modellen. Die Bücher überleben den Vorgang nicht.
Twitch trainiert Amazons KI mit deinen Streams – Opt-out gut versteckt
Twitch lässt Amazon seine generativen KI-Modelle mit Streams, VODs, Clips und Chats trainieren – bei allen Konten standardmässig eingeschaltet. Seit dem 12. August 2026 gibt es einen Schalter dagegen, tief in den Sicherheitseinstellungen. Warum das kein Versehen ist und was Schweizer Streamer davon haben, ihn umzulegen.
SRG blockiert KI-Crawler und will ihr Archiv für Apertus öffnen
Seit August weist die SRG auf srf.ch, rts.ch und rtr.ch über 20 KI-Trainingsbots ab — Live-Abrufe für KI-Antworten bleiben ausdrücklich erlaubt. Gleichzeitig verhandelt sie mit ETH Zürich und EPFL darüber, ihr Archiv mit rund 2 Millionen Stunden Radio- und TV-Material dem offenen Schweizer Modell Apertus zu überlassen. Andere Medienhäuser lassen sich ihre Archive für zweistellige Millionenbeträge abkaufen.
Amazons Kraftwerk in Texas könnte grösster Klimaverschmutzer der USA werden
Für ein neues KI-Rechenzentrum in Pecos County finanziert Amazon ein eigenes Gaskraftwerk mit 35 Turbinen und 7,65 Gigawatt. Die Bewilligung erlaubt 33 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr – mehr als jedes andere Kraftwerk der USA. Am Netto-Null-Versprechen für 2040 hält der Konzern trotzdem fest.
Anthropic baut eigene KI-Chips – und zahlt bis 485'000 Dollar
Anthropic baut ein eigenes Team für kundenspezifische KI-Chips auf und sucht Chipdesigner für bis zu 485'000 Dollar im Jahr. Hardware und Modelle sollen künftig gemeinsam entworfen werden, damit Claude schneller und günstiger läuft. Das eigene Silizium ergänzt die bestehenden Deals mit AWS, Google, Nvidia und AMD – ersetzen soll es sie nicht.
US-Berufungsgericht: Perplexitys Shopping-Agent darf zurück auf Amazon
Ein US-Berufungsgericht hat das Verbot gekippt, das Perplexitys KI-Agenten seit März das Einkaufen auf Amazon untersagte. Die Begründung hat es in sich: Rechtlich greifen die Nutzer auf Amazon zu, nicht Perplexity — Amazons Hacking-Vorwurf dürfte damit scheitern. Entschieden ist der Prozess aber noch nicht.
Meta liess über 50 Anzeigen mit KI-generiertem Missbrauchsmaterial laufen
Eine Wired-Recherche auf Basis von Daten des Tech Transparency Project zeigt: Meta hat mehr als 50 bezahlte Anzeigen mit KI-generierten sexualisierten Darstellungen von Kindern geprüft, freigegeben und ausgespielt – auf Facebook, Instagram, Messenger und Threads. Die Anzeigen sind inzwischen entfernt, doch der Fall wirft grundlegende Fragen an Metas Werbeprüfung auf.
Amazon fährt eigene Nova-Modelle zurück – Frontier-Team übernimmt
Laut Business Insider stellt Amazon die meisten seiner Nova-KI-Modelle aufs Abstellgleis – Premier, Omni, Reel und Canvas laufen nur noch für Bestandskunden weiter. Die Ressourcen fliessen in ein neues Frontier-Forschungsteam unter Pieter Abbeel.























