NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-BUSINESS

Waymo baut seinen eigenen Chip – Nvidia bleibt trotzdem drin

Alphabets Robotaxi-Tochter Waymo hat erstmals offengelegt, was im Kofferraum ihrer fahrerlosen Taxis steckt: einen selbst entwickelten 5-Nanometer-Chip mit über 1'000 TOPS. Er verarbeitet die Rohdaten von 13 Kameras, vier Lidar- und sechs Radar-Sensoren. Ein Bruch mit Nvidia ist es trotzdem nicht.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
22. AUGUST 2026
3 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines geöffneten Kofferraums mit grossem blauem Rechenmodul, Kabeln und Werkstattlampe, kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Skizze eines geöffneten Kofferraums mit grossem blauem Rechenmodul, Kabeln und Werkstattlampe, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Ein Rechenzentrum im Kofferraum02Nvidia fliegt trotzdem nicht raus03Der Chip steckt in einem chinesischen Auto
INHALT
01Ein Rechenzentrum im Kofferraum02Nvidia fliegt trotzdem nicht raus03Der Chip steckt in einem chinesischen Auto
Inoo GmbH
Präsentiert & entwickelt von
kinewsletter.ch ist ein Projekt der Inoo GmbH

KI-Beratung und Softwareentwicklung aus dem St. Galler Rheintal.

inoo.ch →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Waymo baut den Chip selbst, der die Sensordaten seiner Robotaxis vorverarbeitet – ersetzt Nvidia und AMD damit aber nicht, sondern verschafft sich nur mehr Kontrolle über Kosten und Lieferkette.

Alphabets Robotaxi-Tochter Waymo hat am 20. August 2026 erstmals offengelegt, was im Kofferraum ihrer fahrerlosen Taxis steckt: einen selbst entwickelten Chip, gefertigt von TSMC im 5-Nanometer-Verfahren. Er liefert laut Waymo über 1'000 TOPS (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) und läuft bereits in der neuesten Fahrzeuggeneration. Damit reiht sich Waymo in die Riege der KI-Firmen ein, die ihre Hardware selbst bauen — die Trennung von Nvidia ist es allerdings nicht.

Ein Rechenzentrum im Kofferraum

Der Baustein ist ein ASIC: ein Spezialchip, der für genau eine Aufgabe entworfen wird und diese deutlich effizienter erledigt als ein Universalprozessor. Hier ist das die Vorverarbeitung. Er nimmt die Rohdaten von 13 hochauflösenden Kameras, vier Lidar- und sechs Radar-Einheiten entgegen und bereitet sie in Echtzeit auf, bevor sie das eigentliche Fahr-Hirn erreichen — inklusive Rauschunterdrückung über mehrere Aufnahmen hinweg, damit das Auto auch bei Dunkelheit gut sieht.

«Wir entwerfen ein System, das man auch für ein Rechenzentrum beeindruckend fände — nur mit der zusätzlichen Komplexität eines Fahrzeugs und harten Echtzeit-Anforderungen.»

So beschreiben es Engineering-Vizepräsident Satish Jeyachandran und Compute-Chef Daniel Rosenband im Waymo-Blog. Die Rechenleistung im Auto habe sich in acht Jahren verzwanzigfacht. Weil kein Mensch übernehmen kann, laufen zwei Recheneinheiten dauerhaft parallel: Fällt eine aus, macht die andere ohne Unterbruch weiter.

Nvidia fliegt trotzdem nicht raus

Die naheliegende Schlagzeile — «Waymo löst sich von Nvidia» — trifft es nicht ganz. Im selben Blogpost nennt Waymo sieben Partner, mit denen es weiterarbeitet: AMD, Micron, Nvidia, Samsung, Sandisk, Socionext und TSMC. Der eigene Chip ergänzt die zugekaufte Hardware, statt sie zu ersetzen.

Was sich ändert, ist die Verhandlungsposition. Laut Bloomberg, das die Nachricht zuerst meldete, will Waymo damit seine Chip-Versorgung breiter aufstellen und langfristig Kosten senken. Die 1'000 TOPS liegen etwa auf dem Niveau von Nvidias aktueller Plattform fürs autonome Fahren — für eine allerdings engere Aufgabe. Und 5 Nanometer sind bei TSMC längst nicht mehr die modernste Fertigung, sondern erprobte, günstigere Grossserie.

Der Chip steckt in einem chinesischen Auto

Verbaut wird der ASIC im Ojai, Waymos erstem von Grund auf fürs Ride-Hailing gebauten Robotaxi. Die Fahrzeugbasis stammt von Zeekr, der Premium-Marke des chinesischen Geely-Konzerns; die Autonomie-Technik montiert Waymo in Arizona. Seit dem 20. August steht der Ojai allen Fahrgästen in Los Angeles, Phoenix und San Francisco offen — Waymo fährt derzeit rund 500'000 bezahlte Fahrten pro Woche.

Für dich in der Schweiz bleibt das vorerst Zuschauersport — Robotaxis fahren hier keine. Näher rückt die Technik trotzdem: Waymo will 2026 in London starten, dem ersten europäischen Markt. Der grössere Trend geht ohnehin über Robotaxis hinaus. Wer eine KI-Arbeitslast wirklich gut kennt, baut irgendwann den Chip dafür selbst — Google mit seinen TPUs und Amazon mit Trainium machen es im Rechenzentrum seit Jahren vor. Waymo zeigt jetzt, dass die Rechnung auch im Kofferraum aufgeht.

Quellen

Waymo – A look under our trunk: what's in our compute (20.08.2026)↗ EXTERNER LINKBloomberg – Alphabet's Waymo Has Built a Custom Chip for Its Robotaxis (20.08.2026)↗ EXTERNER LINKTechRepublic – Alphabet's Waymo Unveils Custom Silicon to Power Its Next-Gen Robotaxis (21.08.2026)↗ EXTERNER LINKSemafor – Waymo builds custom chip for robotaxi fleet (21.08.2026)↗ EXTERNER LINKElectrek – You can now ride a Chinese EV in the US as Waymo opens Zeekr Ojai to all (20.08.2026)↗ EXTERNER LINKWaymo – Meet the 6th-generation Waymo Driver↗ EXTERNER LINKThe Decoder – Waymo builds its own chip for its robotaxis, cutting its reliance on Nvidia (21.08.2026)↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
NvidiaGoogleAmazon
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Handgezeichnete Skizze einer altmodischen Registrierkasse mit blauem Gehäuse auf einem Tisch, daneben Notizblock mit Tabelle und Bleistift
Handgezeichnete Skizze einer altmodischen Registrierkasse mit blauem Gehäuse auf einem Tisch, daneben Notizblock mit Tabelle und Bleistift
KI-BUSINESS·10. OKTOBER 2026

OpenAI: Umsatz laut FT rund 20 Milliarden Dollar tiefer

Laut Financial Times liegt OpenAIs annualisierter Umsatz Ende September bei knapp 50 statt rund 70 Milliarden Dollar. Der Streit dreht sich um Zählweisen: Anthropic rechnet Cloud-Partner-Verkäufe mit, OpenAI nicht. Bloomberg nennt 70 Milliarden als Prognose für Jahresende.

Handgezeichnete Skizze einer Balkenwaage mit blauen Schalen, blauen Zifferblättern an der Wand, einem Karteikasten und einem Stempel
Handgezeichnete Skizze einer Balkenwaage mit blauen Schalen, blauen Zifferblättern an der Wand, einem Karteikasten und einem Stempel
KI-BUSINESS·10. OKTOBER 2026

Jev: Ein Modell ohne Text ist 7,5 Milliarden wert

TypeSafe AI sammelt 870 Millionen Dollar bei 7,5 Milliarden Bewertung ein, weniger als einen Monat nach dem Start von Jev. Das Modell liefert Entscheidungen statt Texte. Tempo und Kosten stammen aus Herstellerangaben. Wir ordnen ein, was das für Schweizer Firmen heisst.

Handgezeichnete Skizze einer Elektronik-Werkbank mit geöffnetem Laptop, blauem Kühlkörper und Lüftern, daneben Lupenlampe, Pinzette und Lötkolben
Handgezeichnete Skizze einer Elektronik-Werkbank mit geöffnetem Laptop, blauem Kühlkörper und Lüftern, daneben Lupenlampe, Pinzette und Lötkolben
KI-BUSINESS·8. OKTOBER 2026

Microsoft zeigt den Surface Laptop Ultra mit RTX Spark

Microsoft stellt den Surface Laptop Ultra mit Nvidias RTX Spark vor: bis 128 GB gemeinsamer Speicher für lokale KI, ab 2'599 Dollar. Dazu kommen Execution Containers, eine Sandbox für KI-Agenten unter Windows 11. Leistungsangaben sind Herstellerangaben, Schweizer Preise fehlen.

Handgezeichnete Skizze eines überquellenden Briefkastens mit einer blauen Lupe über einem Brief, dahinter Fächerwand
Handgezeichnete Skizze eines überquellenden Briefkastens mit einer blauen Lupe über einem Brief, dahinter Fächerwand
KI-BUSINESS·6. OKTOBER 2026

Google stoppt Bug-Bounty für Open Source wegen KI-Flut

Google pausiert sein Prämienprogramm für Sicherheitslücken in Open-Source-Software bis ins erste Quartal 2027, weil automatisierte KI-Meldungen das Programm überfluten. Die allermeisten seien ungültig. Wir ordnen ein, was weiterläuft und was das für die Schweiz heisst.

Tuschskizze eines offenen Tresors mit elektroblauer Tür, davor Bücherstapel und Münzen
Tuschskizze eines offenen Tresors mit elektroblauer Tür, davor Bücherstapel und Münzen
KI-BUSINESS·30. SEPTEMBER 2026

Anthropic-Prospekt: 4,6 Mrd. Umsatz, 518 Mrd. Verpflichtungen

Der durchgesickerte S-1 von Anthropic zeigt 4,6 Milliarden Dollar Umsatz 2025, einen operativen Verlust von über 8 Milliarden und 518 Milliarden an Rechenzusagen. Wir klären, was eingereicht und was geleakt ist, und ordnen Kundenkonzentration und Risikofaktoren für Schweizer Firmen ein.

Handgezeichnete Skizze einer offenen Tresortür in einem Büro, die Tür ist elektroblau ausgefüllt, daneben ein Tisch mit Buch und Schlüsselbund
Handgezeichnete Skizze einer offenen Tresortür in einem Büro, die Tür ist elektroblau ausgefüllt, daneben ein Tisch mit Buch und Schlüsselbund
KI-BUSINESS·29. SEPTEMBER 2026

Meta verkauft seinen KI-Stack an Firmen und holt den MongoDB-CEO

Meta startet die Enterprise Platform mit Muse-Agent, Business Agent, Muse API und Muse Code. Leiten soll sie CJ Desai, bisher CEO von MongoDB. Preise und Schweiz-Start sind offen, und die jüngste Muse-Sicherheitslücke bleibt eine Vertrauensfrage.

Mehr aus KI-Business →