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Nvidia-Server werden laut Bloomberg über 15 Prozent teurer

Grosse Nvidia-Kunden wurden laut Bloomberg informiert: Server mit Nvidias KI-Chips werden in vielen Fällen über 15 Prozent teurer. Grund sind die explodierenden Speicherpreise.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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23. AUGUST 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Werkbank mit gestapelten Speichermodulen und einer Balkenwaage, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Werkbank mit gestapelten Speichermodulen und einer Balkenwaage, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Drei Firmen halten den Hebel in der Hand02Wenn 75 Prozent Marge nicht mehr reichen03Auch Schweizer Rechenpower hängt an dieser Kette04Am 26. August wird es konkreter
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01Drei Firmen halten den Hebel in der Hand02Wenn 75 Prozent Marge nicht mehr reichen03Auch Schweizer Rechenpower hängt an dieser Kette04Am 26. August wird es konkreter
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Nicht Nvidia bestimmt gerade den Preis von KI-Rechenleistung, sondern Samsung, SK Hynix und Micron. Erstmals seit Jahren wird KI-Infrastruktur spürbar teurer statt günstiger.

Grosse Nvidia-Kunden sind informiert worden, dass Server mit Nvidias KI-Chips in vielen Fällen um mehr als 15 Prozent teurer werden – wirksam für Systeme, die Anfang 2027 ausgeliefert werden. Das berichtete Bloomberg am 22. August 2026 unter Berufung auf anonyme Quellen; betroffen sind auch Systeme mit den Flaggschiff-Chips Vera Rubin und Grace Blackwell. Nvidia äusserte sich nicht dazu, und Reuters konnte den Bericht nach eigenen Angaben nicht unabhängig verifizieren.

Drei Firmen halten den Hebel in der Hand

Der Grund ist kein Nvidia-Aufschlag aus Übermut, sondern DRAM – der Arbeitsspeicher, mit dem KI-Beschleuniger gepaart werden und der massgeblich bestimmt, wie viel so ein System leisten kann. Samsung, SK Hynix und Micron decken den Grossteil der weltweiten DRAM-Produktion ab. Sie bauen die Kapazität aus, kommen der Nachfrage aber nicht hinterher.

Wie stark der Druck ist, zeigt eine unabhängige Zahl: Der Marktforscher TrendForce erwartet für das dritte Quartal 2026 Vertragspreise für Server-DRAM, die 13 bis 18 Prozent über dem Vorquartal liegen – und rechnet für 2027 bereits mit einer Knappheit bei Server-Speicher. Die Auftragsfertiger, die Server für Microsoft, Google und Oracle bauen, haben ihre Kunden laut Bloomberg kürzlich über die Aufschläge informiert.

Wenn 75 Prozent Marge nicht mehr reichen

Nvidia gehört zu den profitabelsten Halbleiterfirmen der Welt und arbeitet mit einer Bruttomarge von rund 75 Prozent. Dass ausgerechnet dieser Konzern die gestiegenen Speicherkosten nicht mehr selbst schluckt, ist das eigentlich Bemerkenswerte: Die Preismacht sitzt derzeit nicht beim Chip-Designer, sondern bei drei Speicherherstellern.

Nvidia ist damit nicht allein. Apple und Qualcomm haben bereits erklärt, wegen der Chip-Knappheit höhere Preise verlangen zu müssen. Bei Gaming-Grafikkarten ist der Effekt längst sichtbar: Tom's Hardware meldete Anfang August Preissprünge von bis zu 39 Prozent bei GeForce-RTX-50-Karten – beim RTX 5070 sind es im Median der Newegg-Angebote 36 Prozent.

Auch Schweizer Rechenpower hängt an dieser Kette

Für dich heisst das: KI-Rechenleistung wird teurer statt billiger – und das war jahrelang andersherum. Wer in der Schweiz KI-Infrastruktur betreibt, kauft dieselbe Hardware zu denselben Weltmarktpreisen. Der Supercomputer «Alps» des CSCS in Lugano läuft auf 10'752 Nvidia-Grace-Hopper-Superchips; Schweizer Anbieter, die GPU-Kapazität weiterverkaufen, kalkulieren mit denselben Einkaufspreisen. Konkrete Preisaussagen von Schweizer Anbietern gibt es dazu bisher keine.

Dazu kommt: Der Aufschlag trifft eine Rechenzentrums-Pipeline, die ohnehin klemmt. Projektverzögerungen, Fachkräftemangel, engere Kapitalmärkte und lokaler Widerstand gegen neue Standorte haben laut Bloomberg schon vor den Preiserhöhungen viele Pläne verkompliziert.

Am 26. August wird es konkreter

Nvidia legt am 26. August die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal vor. Wie das Unternehmen dort die Speicherkosten adressiert, wird zeigen, wie belastbar der Bloomberg-Bericht ist.

Quellen

Nvidia Customers Notified About AI-Related Price Hikes Above 15% (Bloomberg)↗ EXTERNER LINKNvidia customers notified about AI-related price hikes above 15% (Fortune / Bloomberg)↗ EXTERNER LINKReuters: Nvidia customers notified about AI-related price hikes above 15%, Bloomberg News reports↗ EXTERNER LINKServer DRAM Contract Prices Expected to Rise 13-18% QoQ in 3Q26 (TrendForce)↗ EXTERNER LINKGeForce RTX 50-series GPU prices spike as much as 39% (Tom's Hardware)↗ EXTERNER LINKNew research infrastructure: 'Alps' supercomputer inaugurated (CSCS)↗ EXTERNER LINK
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