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Amazon fährt eigene Nova-Modelle zurück – Frontier-Team übernimmt

Laut Business Insider stellt Amazon die meisten seiner Nova-KI-Modelle aufs Abstellgleis – Premier, Omni, Reel und Canvas laufen nur noch für Bestandskunden weiter. Die Ressourcen fliessen in ein neues Frontier-Forschungsteam unter Pieter Abbeel.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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29. JULI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Lokomotive vor einem blauen Prellbock auf einem Abstellgleis, kinewsletter.ch Stil
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INHALT
01Vier Modelle im «Keep the lights on»-Modus02Erst Layoffs, dann der Neustart unter Abbeel0333 Milliarden für Anthropic – eigene Modelle als Nebenschauplatz04Nova im Einsatz? Das gilt jetzt für AWS-Kunden
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01Vier Modelle im «Keep the lights on»-Modus02Erst Layoffs, dann der Neustart unter Abbeel0333 Milliarden für Anthropic – eigene Modelle als Nebenschauplatz04Nova im Einsatz? Das gilt jetzt für AWS-Kunden
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Amazon konzentriert seine KI-Kräfte: weg von der breiten eigenen Modellpalette, hin zu einem einzigen Frontier-Projekt – den Rest decken Partnermodelle von Anthropic und OpenAI auf AWS ab.

Amazon baut seine KI-Strategie radikal um: Laut einem Exklusivbericht von Business Insider vom 28. Juli fährt der Konzern die meisten seiner hauseigenen Nova-Modelle zurück – darunter die Flaggschiffe Nova Premier und Omni, das Video-Modell Reel und den Bildgenerator Canvas. Die frei werdenden Ressourcen fliessen laut den Insidern in eine neue Forschungsgruppe namens Frontier Model Research, die ein neues Spitzenmodell für die Hausmesse re:Invent im Herbst vorbereitet.

Vier Modelle im «Keep the lights on»-Modus

Intern sprechen Mitarbeitende laut Business Insider von «KTLO» – keep the lights on: Die betroffenen Modelle bleiben für Bestandskunden online, werden aber nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Amazon bestreitet den Kurswechsel nicht rundweg. Ein Sprecher erklärte, man entwickle das Modell-Lineup «laufend nach Kundenbedürfnissen» weiter – und KI-Modelle blieben eines der wichtigsten Projekte des Unternehmens:

«Wir investieren weiter in die Nova-Modelle, auf die unsere Kunden heute setzen – und in die nächste Generation der Frontier-Modellforschung.»

Erst Layoffs, dann der Neustart unter Abbeel

Der Umbau folgt auf Stellenstreichungen in Amazons AGI-Division und die Schliessung des AGI Lab, das der Konzern 2024 nach der Übernahme des Startups Adept gegründet hatte. Pikant: Die Nova-Familie wurde erst im Dezember 2024 vorgestellt – nach nicht einmal zwei Jahren ist für die meisten Modelle also schon wieder Schluss. Das neue Frontier-Team leitet Pieter Abbeel, ein renommierter Robotik-Forscher, der über die Übernahme seines Startups Covariant zu Amazon kam.

33 Milliarden für Anthropic – eigene Modelle als Nebenschauplatz

Die Einordnung: Amazon konnte mit Nova nie den Buzz von OpenAI, Anthropic oder Google erzeugen. Dafür verdient der Konzern an der Infrastruktur – und an Partnern. In Anthropic hat Amazon rund 33 Milliarden Dollar investiert, im Gegenzug will Anthropic etwa 100 Milliarden Dollar in AWS-Kapazität stecken. Und inzwischen läuft auch OpenAI auf AWS. Big Tech konzentriert sich: lieber ein Frontier-Projekt plus starke Partnermodelle als eine breite eigene Palette.

Nova im Einsatz? Das gilt jetzt für AWS-Kunden

Für dich als AWS-Nutzer mit Nova-Integrationen heisst das: Der Betrieb ist gesichert – Amazon verspricht lange Produktionszeiten und klare Migrationspfade. Aber neue Fähigkeiten wirst du bei Premier, Omni, Reel und Canvas kaum noch sehen. Für neue Projekte lohnt sich der Blick auf Partnermodelle wie Claude in Amazon Bedrock – oder auf das neue Frontier-Modell, das laut Business Insider durchaus wieder den Namen Nova tragen könnte.

Quellen

Business Insider: Amazon overhauls AI strategy, phasing out most Nova models↗ EXTERNER LINKThe Decoder: Amazon reportedly scales back its Nova AI models↗ EXTERNER LINKReuters (via Spokesman-Review): Amazon winds down most flagship AI models↗ EXTERNER LINKPYMNTS: Amazon Mounts AI Reorganization Following Layoffs↗ EXTERNER LINK
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