Laut Business Insider stellt Amazon die meisten seiner Nova-KI-Modelle aufs Abstellgleis – Premier, Omni, Reel und Canvas laufen nur noch für Bestandskunden weiter. Die Ressourcen fliessen in ein neues Frontier-Forschungsteam unter Pieter Abbeel.
Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.
Amazon konzentriert seine KI-Kräfte: weg von der breiten eigenen Modellpalette, hin zu einem einzigen Frontier-Projekt – den Rest decken Partnermodelle von Anthropic und OpenAI auf AWS ab.
Amazon baut seine KI-Strategie radikal um: Laut einem Exklusivbericht von Business Insider vom 28. Juli fährt der Konzern die meisten seiner hauseigenen Nova-Modelle zurück – darunter die Flaggschiffe Nova Premier und Omni, das Video-Modell Reel und den Bildgenerator Canvas. Die frei werdenden Ressourcen fliessen laut den Insidern in eine neue Forschungsgruppe namens Frontier Model Research, die ein neues Spitzenmodell für die Hausmesse re:Invent im Herbst vorbereitet.
Intern sprechen Mitarbeitende laut Business Insider von «KTLO» – keep the lights on: Die betroffenen Modelle bleiben für Bestandskunden online, werden aber nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Amazon bestreitet den Kurswechsel nicht rundweg. Ein Sprecher erklärte, man entwickle das Modell-Lineup «laufend nach Kundenbedürfnissen» weiter – und KI-Modelle blieben eines der wichtigsten Projekte des Unternehmens:
«Wir investieren weiter in die Nova-Modelle, auf die unsere Kunden heute setzen – und in die nächste Generation der Frontier-Modellforschung.»
Der Umbau folgt auf Stellenstreichungen in Amazons AGI-Division und die Schliessung des AGI Lab, das der Konzern 2024 nach der Übernahme des Startups Adept gegründet hatte. Pikant: Die Nova-Familie wurde erst im vorgestellt – nach nicht einmal zwei Jahren ist für die meisten Modelle also schon wieder Schluss. Das neue Frontier-Team leitet , ein renommierter Robotik-Forscher, der über die Übernahme seines Startups Covariant zu Amazon kam.
Die Einordnung: Amazon konnte mit Nova nie den Buzz von OpenAI, Anthropic oder Google erzeugen. Dafür verdient der Konzern an der Infrastruktur – und an Partnern. In Anthropic hat Amazon rund 33 Milliarden Dollar investiert, im Gegenzug will Anthropic etwa 100 Milliarden Dollar in AWS-Kapazität stecken. Und inzwischen läuft auch OpenAI auf AWS. Big Tech konzentriert sich: lieber ein Frontier-Projekt plus starke Partnermodelle als eine breite eigene Palette.
Für dich als AWS-Nutzer mit Nova-Integrationen heisst das: Der Betrieb ist gesichert – Amazon verspricht lange Produktionszeiten und klare Migrationspfade. Aber neue Fähigkeiten wirst du bei Premier, Omni, Reel und Canvas kaum noch sehen. Für neue Projekte lohnt sich der Blick auf Partnermodelle wie Claude in Amazon Bedrock – oder auf das neue Frontier-Modell, das laut Business Insider durchaus wieder den Namen Nova tragen könnte.
Nvidia und 36 weitere Tech-Konzerne – darunter Microsoft, IBM, SAP und Dell – haben die Open Secure AI Alliance gegründet. Das Bündnis will einen offenen Security-Baukasten für KI-Agenten bauen: abgesicherte Sandboxes, nachvollziehbare Logs, offene Tools. Ausgerechnet OpenAI, Google und Anthropic fehlen.