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Schweizer KI-Gegner räumen Camp – und protestieren aus Deutschland weiter

Die Gruppe «Aufstände der Allmende» errichtete in Benken ZH ein Camp gegen ein geplantes Rechenzentrum in Beringen SH. Nach zwei Tagen räumte die Polizei das Gelände – die Aktivisten protestieren nun aus dem deutschen Tengen weiter. Der globale Widerstand gegen KI-Datenzentren erreicht die Schweiz.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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7. JULI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines Protestcamps mit Zelten und Schildern vor einem grossen Rechenzentrum mit Kühlaggregaten, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze eines Protestcamps mit Zelten und Schildern vor einem grossen Rechenzentrum mit Kühlaggregaten, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
INHALT
01«KI kurzschliessen»02Räumung nach zwei Tagen03Neustart in Tengen04Warum das für dich zählt
INHALT
01«KI kurzschliessen»02Räumung nach zwei Tagen03Neustart in Tengen04Warum das für dich zählt
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Der internationale Protest gegen KI-Rechenzentren ist in der Schweiz angekommen: Ein Camp gegen ein Datencenter in Beringen SH wurde nach zwei Tagen geräumt – der Widerstand verlagert sich nun nach Deutschland.

Der internationale Widerstand gegen KI-Rechenzentren ist in der Schweiz angekommen – und bereits wieder über die Grenze gedrängt worden. Die Gruppe «Aufstände der Allmende» hatte am Donnerstag in Benken (ZH), an der Grenze zum Kanton Schaffhausen, ein Protestcamp aufgeschlagen. Zwei Tage später war es Geschichte.

«KI kurzschliessen»

Unter dem Motto «KI kurzschliessen» wollten die Aktivistinnen und Aktivisten eine Woche lang gegen den Bau eines grossen Datenzentrums im benachbarten Beringen (SH) demonstrieren. Im Zentrum ihrer Kritik steht der Ressourcenverbrauch von künstlicher Intelligenz und der dafür nötigen Infrastruktur. Rechenzentren bezeichnen sie als «Brandbeschleuniger für die Klimakrise». Ihr Protest richtet sich ausdrücklich gegen internationale Tech-Konzerne und deren Eigentümer – die «Tech-Oligarchen».

Räumung nach zwei Tagen

Lange hielt das Camp nicht. Die Gemeinde hatte keine Bewilligung erteilt – für ein solches Lager ist laut Kantonspolizei Zürich eine Genehmigung nötig, ein entsprechender Antrag fehlte. Am Freitag räumte die Polizei das Gelände. Das Programm zog provisorisch in eine «Garage» in Schaffhausen weiter.

Neustart in Tengen

Aufgeben wollten die Aktivisten nicht. Einen Tag nach der Räumung schlugen sie ihre Zelte im deutschen Tengen auf, nur wenige Kilometer hinter der Grenze. Von dort wollen sie den Protest fortsetzen. Die wachsende Bewegung gegen Datenzentren und Big Tech lasse sich nicht durch Einschüchterung stoppen, teilte die Gruppe mit – und genau wie sich Tech-Konzerne international organisierten, müsse auch der Widerstand grenzüberschreitend vernetzt sein.

Warum das für dich zählt

Die Episode zeigt eine neue Spannungslinie: Der Bau von Rechenzentren – das physische Rückgrat des KI-Booms – wird auch in der Schweiz zum politischen Streitpunkt. Die Region Schaffhausen entwickelt sich laut den Aktivisten zu einem Hotspot für solche Anlagen. Der Konflikt zwischen dem Energie- und Wasserhunger der KI-Infrastruktur und lokalem Widerstand dürfte damit erst am Anfang stehen.

Quellen

Nau.ch / Keystone-SDA – Gegen KI-Zentren: Aktivisten verlegen ihr Camp nach Deutschland↗ EXTERNER LINKwatson – Protest gegen KI-Rechenzentrum Beringen SH: Aktivisten verlegen Camp↗ EXTERNER LINKSWI swissinfo.ch – Activists protesting new data centre relocate their base camp↗ EXTERNER LINK
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