Trotz Rekord-Q3 entlaesst Cisco knapp 4'000 Mitarbeitende. Treiber: KI-Auftraege von 5,3 Milliarden Dollar – Prognose fuer 2026 auf 9 Milliarden Dollar erhoeht.

Cisco zeigt, dass Rekordumsatz und Stellenabbau parallel laufen koennen, wenn die KI-Pipeline genug Aufwaertspotenzial verspricht.
Eigentlich war es ein gutes Quartal. Trotzdem entlässt Cisco fast 4'000 Mitarbeitende. Der Grund steht offen in der Investor-Mitteilung: KI.
Cisco hat am 14. Mai Q3-Zahlen geliefert, die deutlich über den Erwartungen lagen – Umsatz 15,84 Milliarden Dollar statt 15,56 erwartet, plus 12% gegenüber Vorjahr. Im selben Atemzug kündigte CEO Chuck Robbins den Abbau von knapp 4'000 Stellen an, weniger als 5% der Belegschaft. Die meisten Betroffenen erhielten am gleichen Tag ihre Mitteilung. Restrukturierungskosten: bis zu 1 Milliarde Dollar vor Steuern, davon rund 450 Millionen noch im laufenden Geschäftsjahr.
Der Markt mochte die Story trotzdem. Cisco-Aktien legten 15% zu.
Treiber ist das KI-Geschäft. Cisco hat seit Jahresbeginn 5,3 Milliarden Dollar an AI-Infrastruktur-Aufträgen von Hyperscalern eingebucht. Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 wurde von 5 auf 9 Milliarden Dollar angehoben – fast eine Verdoppelung. Kapital fliesst nun in Silicon, Optik, Security und in die Integration von KI in die eigene Belegschaft.
Die Restrukturierung folgt einem Muster, das in der Branche zur Schablone wird: Beat-and-Cut. Trotz Rekordzahlen werden Stellen abgebaut, weil das Geld in andere, KI-getriebene Bereiche fliessen muss. Der Plan ähnelt dem von Microsoft, Meta und Salesforce in den letzten Monaten – und legt offen, dass Tech-Layoffs nicht mehr nur ein Krisensignal sind, sondern eine bewusste Kapitalallokation.
Takeaway: Cisco zeigt, dass Rekordumsatz und Stellenabbau parallel laufen können, wenn die KI-Pipeline genug Aufwärtspotenzial verspricht.
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Cisco zeigt, dass Rekordumsatz und Stellenabbau parallel laufen koennen, wenn die KI-Pipeline genug Aufwaertspotenzial verspricht.

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