kinewsletter.chkinewsletter.ch
News
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
Newsletter-Archiv
Search
News
Kategorien
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
Newsletter-ArchivÜber unsSuche
Kostenlos abonnieren
kinewsletter.chkinewsletter.ch

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

Navigation

Alle NewsNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt

Rechtliches

ImpressumDatenschutzAGB

© 2026Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz

Swiss Made SoftwareEin Produkt vonInooInoo
  1. Home
  2. KI-News
  3. Neue Modelle
  4. Claude Mythos: Anthropics grösstes Modell durch Datenleck enthüllt
Neue Modelle

Claude Mythos: Anthropics grösstes Modell durch Datenleck enthüllt

Sicherheitsforscher haben rund 3'000 unveröffentlichte Dokumente von Anthropic in einem öffentlich zugänglichen Speicher entdeckt – darunter Entwürfe für ein neues KI-Modell namens «Claude Mythos». Anthropic bestätigt: Es handelt sich um «einen Quantensprung» in den Fähigkeiten.

Montag, 30. März 2026~3 Min. Lesezeit
Pascal Eugster
Pascal EugsterGründer & Entwickler
Illustration eines aufgebrochenen Schlosses auf verstreuten Dokumenten – symbolisiert das Anthropic-Datenleck
Claude Mythos Datenleck Illustration Dark Mode
Das Wichtigste

Anthropics neues Modell Claude Mythos ist eine neue Stufe über Opus – und warnt laut internen Dokumenten selbst vor «beispiellosen Cybersecurity-Risiken».

Sicherheitsforscher haben rund 3'000 unveröffentlichte Dokumente von Anthropic in einem öffentlich zugänglichen Speicher entdeckt – darunter Entwürfe für ein neues KI-Modell namens «Claude Mythos». Anthropic bestätigt: Es handelt sich um «einen Quantensprung» in den Fähigkeiten. Die Cybersecurity-Branche reagierte mit Kurseinbrüchen.

3'000 Dokumente, ein CMS-Fehler – und das grösste Geheimnis ist draussen

Am 26. März fanden die Sicherheitsforscher Roy Paz (LayerX Security) und Alexandre Pauwels (University of Cambridge) einen Datenschatz: Knapp 3'000 unveröffentlichte Assets aus Anthropics Content-Management-System lagen offen im Netz – öffentlich durchsuchbar, ohne jeglichen Passwortschutz.

Darunter: Entwürfe für Blogposts, interne Dokumente und die Beschreibung eines neuen Modells namens Claude Mythos mit dem internen Codenamen Capybara. Anthropic reagierte, nachdem Fortune den Konzern informiert hatte, und sperrte den Zugang. Ursache laut Anthropic: «Human Error» bei der CMS-Konfiguration – hochgeladene Dateien waren standardmässig öffentlich sichtbar.

Neue Stufe über Opus – und «dramatisch bessere» Werte

Claude Mythos ist nicht einfach ein Update von Opus 4.6. Laut den geleakten Dokumenten ist Capybara eine neue Modellstufe – grösser und leistungsfähiger als Opus, aber auch deutlich teurer im Betrieb. Anthropic bestätigte gegenüber Fortune: Das Modell sei «the most capable we've built to date» und stelle «a step change» dar.

Die Leistungsdaten laut den Entwürfen: «Dramatically higher scores» gegenüber Claude Opus 4.6 in Software-Coding, akademischem Reasoning und Cybersecurity-Tests. Konkrete Benchmark-Zahlen wurden nicht veröffentlicht – aber die interne Einschätzung ist eindeutig.

«Weit voraus» – Anthropics eigene Warnung vor Cyber-Risiken

Der brisanteste Teil des Leaks betrifft die Cybersecurity-Fähigkeiten. In den internen Dokumenten warnt Anthropic selbst:

«Currently far ahead of any other AI model in cyber capabilities.»

Und weiter: Das Modell «presages an upcoming wave of models that can exploit vulnerabilities in ways that far outpace the efforts of defenders». Übersetzt: Mythos kann Sicherheitslücken schneller finden und ausnutzen, als Verteidiger sie schliessen können.

Anthropic plant deshalb, das Modell zuerst gezielt an Cybersecurity-Verteidiger auszurollen – nicht an die breite Öffentlichkeit. Ein öffentliches Release-Datum gibt es noch nicht. Auf Polymarket laufen bereits Wetten zum Erscheinungstermin.

Cybersecurity-Aktien im Sturzflug

Die Börse reagierte sofort. Am 27. März verlor der iShares Cybersecurity ETF 4,5 Prozent. Einzelwerte traf es härter:

  • CrowdStrike: –7 %
  • Palo Alto Networks: –6 %
  • SentinelOne: –6 %
  • Okta: –7,75 %
  • Tenable: –9 %

Die Sorge der Investoren: Wenn ein KI-Modell Schwachstellen schneller findet als bestehende Security-Tools, könnte Anthropic direkt in den Cybersecurity-Markt einsteigen – und die etablierten Anbieter unter Druck setzen.

Ironischer Twist – und ein Signal für die Branche

Die Ironie ist kaum zu übersehen: Ein Unternehmen, das vor «beispiellosen Cybersecurity-Risiken» seines eigenen Modells warnt, verliert seine grössten Geheimnisse durch einen simplen CMS-Konfigurationsfehler. Futurism titelte treffend: «In the most ironic way possible.»

Für die KI-Branche ist der Vorfall ein doppeltes Signal. Erstens: Die nächste Generation von Modellen wird nicht nur schlauer bei Texten und Code – sie wird gefährlich gut darin, digitale Schwachstellen zu finden. Zweitens: Selbst die fortschrittlichsten KI-Unternehmen kämpfen mit ganz banaler IT-Sicherheit. Das eine schliesst das andere offenbar nicht aus.

Fazit

Anthropics neues Modell Claude Mythos ist eine neue Stufe über Opus – und warnt laut internen Dokumenten selbst vor «beispiellosen Cybersecurity-Risiken».

Quellen

  • Fortune – Exclusive: Anthropic Mythos AI model revealed in data leak(wird in neuem Tab geöffnet)
  • Fortune – Anthropic leaked AI poses cybersecurity risks(wird in neuem Tab geöffnet)
  • Futurism – Anthropic leaked model in the most ironic way possible(wird in neuem Tab geöffnet)
  • The Decoder – Claude Mythos with dramatically higher scores(wird in neuem Tab geöffnet)
  • Yahoo Finance – Cybersecurity stocks plunge(wird in neuem Tab geöffnet)
  • CNBC – Cybersecurity stocks fall on Anthropic report(wird in neuem Tab geöffnet)
Teilen:

Das könnte dich auch interessieren

Skizze einer Stoppuhr auf Werkbank mit Zahnrädern und Glühbirne – steht für Geschwindigkeit und Effizienz
Skizze einer Stoppuhr auf Werkbank mit Zahnraedern und Gluehbirne, dark mode, kinewsletter.ch Stil
Neue Modelle
11. Mai 2026

Gemini 3.1 Flash-Lite ist GA – Google macht Billig-KI für Agenten salonfähig

Google hat am 8. Mai Gemini 3.1 Flash-Lite auf der Gemini Enterprise Agent Platform GA gemacht. Mit 0,25 Dollar pro Million Input-Tokens und 2,5-mal schnellerer Time-to-First-Token zielt das Modell auf Hochvolumen-Workflows – und unterbietet OpenAI sowie Anthropic im Preis.

Google kontert OpenAIs GPT-5 mini und Anthropics Claude Haiku mit dem günstigsten Modell der Gemini-3-Reihe – und macht im Volumen-Segment den Preis.

Weiterlesen
Vintage Telefonzentrale mit Sprachenflaggen, kinewsletter.ch Stil
Vintage Telefonzentrale mit Sprachenflaggen (Dark Mode), kinewsletter.ch Stil
Neue Modelle
8. Mai 2026

GPT-Realtime-2: OpenAI bringt Voice mit GPT-5-Hirn und Echtzeit-Übersetzung

OpenAI hat drei neue Voice-Modelle veröffentlicht: GPT-Realtime-2 mit GPT-5-Reasoning, GPT-Realtime-Translate für Live-Übersetzung in 70 Sprachen und GPT-Realtime-Whisper für Streaming-Transkription. Voice ist damit nicht mehr Demo-Feature, sondern operativer Bauklotz für Produkte.

Drei API-Endpunkte – Reasoning-Voice, Live-Translation und Streaming-Transkription – die das Voice-Modell zum echten Produkt-Bauklotz machen.

Weiterlesen
Illustration einer Rakete auf Startrampe nachts mit Kontrollturm, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Rakete auf Startrampe nachts mit Kontrollturm, kinewsletter.ch Stil
KI-Business
7. Mai 2026

Anthropic mietet das ganze Colossus-1 von SpaceX – und Claude Code verdoppelt die Limits

Anthropic hat einen Compute-Deal mit SpaceX über die volle Kapazität des Colossus-1-Datacenters in Memphis verkündet: 300 Megawatt, über 220'000 NVIDIA-GPUs. Parallel verdoppeln sich die 5h-Limits in Claude Code, die Peak-Hour-Drosselung fällt weg, und API-Limits für Opus steigen massiv. Im Vertrag versteckt: Interesse an orbitaler Compute-Kapazität.

Mehr Compute, weniger Limits, härteres Statement im Compute-Wettrüsten – und Musks SpaceX als unerwarteter Lieferant.

Weiterlesen