Anthropics zweite Entwicklerkonferenz brachte am 6. Mai 2026 weit mehr als den SpaceX-Colossus-Deal: Code Review für PRs, Remote Agents fürs Handy, drei neue Managed-Agents-Features – und 17× API-Wachstum im Jahresvergleich.

Code with Claude 2026 brachte neben dem SpaceX-Deal: Code Review, Remote Agents, drei neue Managed-Agents-Features, ein 3-Städte-Format und 17× API-Wachstum.
Der SpaceX-Colossus-Deal hat die Schlagzeilen kassiert. Aber an Anthropics zweiter Entwicklerkonferenz «Code with Claude» in San Francisco kamen am 6. Mai 2026 noch eine Reihe Produkt-Updates auf die Bühne, die Entwickler-Workflows direkt verändern – und sich erstmals auf eine Drei-Städte-Tour ausweiten.
Anthropic launchte Code Review für Claude Code – ein System, das bei jedem Pull Request eine Schar von KI-Agenten parallel Bugs jagt, sie verifiziert, nach Schweregrad ordnet und das Resultat als kompakter Übersichtskommentar plus Inline-Markierungen am PR ablegt. Anthropic-intern läuft das Tool laut Boris Cherny, Head of Claude Code, bereits auf «nahezu jedem PR». Der Anlass: Der Code-Output pro Anthropic-Engineer ist dieses Jahr um 200 Prozent gestiegen – die Reviews waren der Engpass.
Die Preisgestaltung ist token-basiert und liegt bei durchschnittlich 15 bis 25 Dollar pro Review. Verfügbar als Research-Preview für Team- und Enterprise-Kunden.
Remote Control – seit Februar in Beta – wurde an Code with Claude offiziell als Teil von Claude Code ausgerollt. Du startest einen Refactoring-Job, eine Test-Suite oder einen Deployment-Pipeline auf deinem Laptop, gehst weg, und beobachtest und steuerst ihn vom Handy aus weiter. Die eigentliche Arbeit läuft lokal – also mit allen Filesystem-Zugängen, Environment-Variablen und MCP-Servern intakt – nur die Kontrolle wandert in die Tasche.
Aktuell für Claude-Max-Abonnenten ($100–200/Monat) verfügbar, Pro-Tier soll folgen.
Für die Plattform-Seite hat Anthropic drei Neuerungen vorgestellt:
Plus: Ein Managed-Agents-Cookbook und zehn fertige Finanz-Service-Agent-Templates für Pitchbook-Drafting, Credit Memos und Compliance-Eskalation – die direkt zum Anthropic-Wall-Street-Push der letzten Woche passen.
Code with Claude ist nicht mehr ein Solo-Event in San Francisco. Anthropic hat das Format auf eine Drei-Städte-Tour ausgeweitet:
Jede Station hat einen «Extended»-Tag direkt im Anschluss – ein zweiter Tag mit Workshops und Founder-Stories für Indie-Devs und Early-Stage-Startups. Beide Formate sind kostenlos – sowohl in-person als auch im Livestream.
Die Zahl, die Anthropic auf der Bühne nachschob: Das API-Volumen ist im Jahresvergleich um das 17-fache gewachsen. Damit ist die Konferenz weniger Gimmick als Pflichttermin – die Entwickler-Plattform wird sehr offensichtlich zum strategischen Schwergewicht.
Wenn du Claude Code in der Schweiz produktiv einsetzt – ob Privat-Pro oder Team-Tier – wirst du in den nächsten Wochen an mehreren Stellen Veränderungen merken: Doppelte 5-Stunden-Limits durch den SpaceX-Deal, Code Review als Default-Add-on bei PR-Workflows, und die Remote-Control-Option, falls du auf Max bist. Die Konferenz ist aufgezeichnet und vollständig im Anthropic-Channel verfügbar – wer Workshops für Multi-Agent-Orchestration sucht, wird hier fündig.
Code with Claude 2026 brachte neben dem SpaceX-Deal: Code Review, Remote Agents, drei neue Managed-Agents-Features, ein 3-Städte-Format und 17× API-Wachstum.

Anthropic hat einen Compute-Deal mit SpaceX über die volle Kapazität des Colossus-1-Datacenters in Memphis verkündet: 300 Megawatt, über 220'000 NVIDIA-GPUs. Parallel verdoppeln sich die 5h-Limits in Claude Code, die Peak-Hour-Drosselung fällt weg, und API-Limits für Opus steigen massiv. Im Vertrag versteckt: Interesse an orbitaler Compute-Kapazität.
Mehr Compute, weniger Limits, härteres Statement im Compute-Wettrüsten – und Musks SpaceX als unerwarteter Lieferant.

Anthropic launcht zehn KI-Agenten für Banken und Versicherer, eine Komplett-Integration in Microsoft 365 und holt Jamie Dimon auf die Bühne. Vier Tage nach dem 1,5-Mrd.-JV mit Wall Street steht die Schiene für regulierte Branchen.
Anthropic positioniert sich als Komplettanbieter für die Finanzindustrie – die Schweizer Banken stehen unter direktem Wettbewerbsdruck.

Sierra, das Customer-Service-Agenten-Startup von OpenAI-Chairman Bret Taylor und Ex-Google-VP Clay Bavor, hat 950 Mio. Dollar zu 15,8 Mrd. Bewertung eingesammelt. Lead-Investoren: Tiger Global und GV. ARR liegt bei 150 Mio. – nach acht Quartalen.
Sierra zeigt, wie schnell der Enterprise-Agenten-Markt skaliert – und warum die Foundation-Model-Labs jetzt selbst in diese Schicht investieren.