Die EU-Kommission hat am 7. Juli einen Aktionsplan für Cybersicherheit und KI vorgelegt: fortschrittliche KI-Modelle vor dem Marktstart prüfen, bestehende Gesetze durchsetzen und dieselbe Technik zur Verteidigung nutzen.
Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.
Brüssel will fortschrittliche KI-Modelle vor dem Marktstart auf Cyberrisiken prüfen und gleichzeitig KI zur Verteidigung einsetzen – mit Folgen bis in die Schweiz.
Fortschrittliche KI-Modelle können Sicherheitslücken aufspüren und Angriffe automatisieren – in einem Tempo und Ausmass, das menschliche Angreifer nie erreichen würden. Die EU-Kommission hat darauf am 7. Juli mit einem eigenen Aktionsplan für Cybersicherheit und künstliche Intelligenz reagiert. Die Idee: dieselbe Technik, die zur Bedrohung wird, auch zur Verteidigung nutzen.
Der Plan geht von einer simplen Beobachtung aus: KI verändert die Cybersicherheit in beide Richtungen. Sie hilft, Schwachstellen früher zu finden und kritische Infrastruktur besser zu schützen. Gleichzeitig können Angreifer damit Attacken automatisieren und deren Geschwindigkeit und Reichweite drastisch erhöhen.
KI verändert die Bedeutung von Cybersicherheit. Und wir müssen Schritt halten.
So brachte es Henna Virkkunen, EU-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, auf den Punkt.
Der Aktionsplan bündelt mehrere Bausteine:
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Europa ist bei fortschrittlichen KI-Modellen bislang stark von US-Anbietern abhängig – ein Punkt, der im Plan mitschwingt und den Ruf nach europäischer Souveränität lauter macht.
Für die Schweiz ist der Vorstoss trotz Nicht-Mitgliedschaft relevant. Schweizer Firmen, die Produkte oder digitale Dienste in die EU liefern, fallen unter Regelwerke wie den Cyber Resilience Act. Und die Debatte, wie viel Regulierung KI braucht, läuft hierzulande parallel. Wenn Brüssel jetzt einen konkreten Fahrplan vorlegt, setzt das auch einen Massstab, an dem sich Bern orientieren wird.