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Aus NotebookLM wird Gemini Notebook – und rechnet jetzt selbst

Google benennt NotebookLM in Gemini Notebook um. Der eigentliche Sprung ist aber nicht der Name, sondern der Cloud-Computer, den jedes Notizbuch bekommt – er schreibt und führt Code aus.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
17. JULI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration eines geschlossenen Notizbuchs neben einer mechanischen Rechenmaschine und einer Messing-Schreibtischlampe auf einem Holztisch, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines geschlossenen Notizbuchs neben einer mechanischen Rechenmaschine und einer Messing-Schreibtischlampe auf einem Holztisch, kinewsletter.ch Stil
INHALT
0130 Millionen Nutzer, ein neues Schild02Der Rechner im Notizbuch0365 Prozent – gemessen von Google selbst04In der Schweiz fehlt der zweite Teil
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0130 Millionen Nutzer, ein neues Schild02Der Rechner im Notizbuch0365 Prozent – gemessen von Google selbst04In der Schweiz fehlt der zweite Teil
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Nicht der neue Name zählt, sondern der Cloud-Computer in jedem Notizbuch: Gemini Notebook rechnet jetzt mit deinen Daten, statt sie nur zusammenzufassen – vorerst nur für Ultra- und Business-Kunden.

Google hat am 16. Juli NotebookLM in Gemini Notebook umbenannt. Klingt nach Kosmetik – ist es aber nur zur Hälfte. Unter der Haube bekommt jedes Notizbuch einen eigenen Cloud-Computer.

30 Millionen Nutzer, ein neues Schild

Das Tool startete 2023 an der Google I/O als «Project Tailwind». Heute nutzen es laut Josh Woodward, VP bei Google Labs, über 30 Millionen Menschen und mehr als 600'000 Organisationen – vom Studenten, der Vorlesungsnotizen in Podcasts verwandelt, bis zur Firma, die Onboarding-Material daraus baut. Gemini Notebook bleibt ein eigenständiges Produkt, rückt aber näher an die Gemini-App und an die Google-Suche. Notizbücher synchronisieren bereits zwischen App und Web; in den KI-Modus der Suche sollen sie «bald» kommen.

Der Rechner im Notizbuch

Der interessante Teil: Jedes Notizbuch läuft künftig mit einer abgeschotteten Cloud-Umgebung, in der die KI eigenen Code schreiben und ausführen kann. Statt nur zu beschreiben, was in deinen Quellen steht, rechnet sie damit. Konkret heisst das: Du wirfst rohe Verkaufszahlen rein und bekommst eine ausgewertete Tabelle, ein Diagramm oder einen PDF-Report zurück – Excel, PowerPoint, CSV und SVG inklusive.

Der Haken: Verfügbar ist das bisher nur für Google AI Ultra und Workspace-Geschäftskunden mit entsprechendem Zugang. Alle Pro-Nutzer im Web sollen in den kommenden Wochen folgen. Und ganz neu ist die Funktion nicht – Google hatte sie bereits am 8. Juni angekündigt; jetzt wird sie breiter ausgerollt.

65 Prozent – gemessen von Google selbst

Google beziffert den Fortschritt präzise: In direkten Vergleichen gewinne das neue System in über 65 Prozent der Fälle gegen den Vorgänger, bei fortgeschrittener Web-Recherche sogar in 78,2 Prozent. Wichtig zum Einordnen: Das sind Googles eigene interne Evaluationen gegen die eigene Vorversion, kein unabhängiger Benchmark. Die Richtung stimmt vermutlich – die Nachkommastelle würde ich nicht überbewerten.

In der Schweiz fehlt der zweite Teil

Am selben Tag hat Google die Suche für fremde Apps geöffnet: Über den KI-Modus lassen sich Instacart, Canva und YouTube Music direkt aus der Suche bedienen – Zutaten in den Warenkorb, Canva-Vorlagen abrufen, Playlist bauen. Nur: Das startet diese Woche ausschliesslich in den USA. Der KI-Modus selbst läuft in der Schweiz seit Oktober 2025 auf Deutsch, Französisch und Italienisch – die App-Anbindung aber noch nicht. Wer hierzulande recherchiert, profitiert vorerst also vom Notizbuch, nicht vom Warenkorb.

Quellen

NotebookLM is now Gemini Notebook↗ EXTERNER LINKConnect more of your apps to Search↗ EXTERNER LINKDo better research with NotebookLM↗ EXTERNER LINKGoogle rebrands NotebookLM as Gemini Notebook and opens its search app to third-party integration↗ EXTERNER LINKGoogle continues its renaming streak by turning NotebookLM to Gemini Notebook↗ EXTERNER LINKDer KI-Modus startet in Deutschland, Österreich und der Schweiz↗ EXTERNER LINK
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