Google benennt NotebookLM in Gemini Notebook um. Der eigentliche Sprung ist aber nicht der Name, sondern der Cloud-Computer, den jedes Notizbuch bekommt – er schreibt und führt Code aus.
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Nicht der neue Name zählt, sondern der Cloud-Computer in jedem Notizbuch: Gemini Notebook rechnet jetzt mit deinen Daten, statt sie nur zusammenzufassen – vorerst nur für Ultra- und Business-Kunden.
Google hat am 16. Juli NotebookLM in Gemini Notebook umbenannt. Klingt nach Kosmetik – ist es aber nur zur Hälfte. Unter der Haube bekommt jedes Notizbuch einen eigenen Cloud-Computer.
Das Tool startete 2023 an der Google I/O als «Project Tailwind». Heute nutzen es laut Josh Woodward, VP bei Google Labs, über 30 Millionen Menschen und mehr als 600'000 Organisationen – vom Studenten, der Vorlesungsnotizen in Podcasts verwandelt, bis zur Firma, die Onboarding-Material daraus baut. Gemini Notebook bleibt ein eigenständiges Produkt, rückt aber näher an die Gemini-App und an die Google-Suche. Notizbücher synchronisieren bereits zwischen App und Web; in den KI-Modus der Suche sollen sie «bald» kommen.
Der interessante Teil: Jedes Notizbuch läuft künftig mit einer abgeschotteten Cloud-Umgebung, in der die KI eigenen Code schreiben und ausführen kann. Statt nur zu beschreiben, was in deinen Quellen steht, rechnet sie damit. Konkret heisst das: Du wirfst rohe Verkaufszahlen rein und bekommst eine ausgewertete Tabelle, ein Diagramm oder einen PDF-Report zurück – Excel, PowerPoint, CSV und SVG inklusive.
Der Haken: Verfügbar ist das bisher nur für Google AI Ultra und Workspace-Geschäftskunden mit entsprechendem Zugang. Alle Pro-Nutzer im Web sollen in den kommenden Wochen folgen. Und ganz neu ist die Funktion nicht – Google hatte sie bereits am 8. Juni angekündigt; jetzt wird sie breiter ausgerollt.
Google beziffert den Fortschritt präzise: In direkten Vergleichen gewinne das neue System in über der Fälle gegen den Vorgänger, bei fortgeschrittener Web-Recherche sogar in . Wichtig zum Einordnen: Das sind gegen die eigene Vorversion, kein unabhängiger Benchmark. Die Richtung stimmt vermutlich – die Nachkommastelle würde ich nicht überbewerten.
Am selben Tag hat Google die Suche für fremde Apps geöffnet: Über den KI-Modus lassen sich Instacart, Canva und YouTube Music direkt aus der Suche bedienen – Zutaten in den Warenkorb, Canva-Vorlagen abrufen, Playlist bauen. Nur: Das startet diese Woche ausschliesslich in den USA. Der KI-Modus selbst läuft in der Schweiz seit Oktober 2025 auf Deutsch, Französisch und Italienisch – die App-Anbindung aber noch nicht. Wer hierzulande recherchiert, profitiert vorerst also vom Notizbuch, nicht vom Warenkorb.
xAIs Terminal-Coding-Agent «Grok Build» hat ganze Git-Repositories auf Server des Unternehmens geladen – inklusive Commit-History und Dateien, die der Agent nie gelesen hat. Nach dem Aufschrei stoppte xAI den Upload und legte den kompletten Quellcode auf GitHub offen: 844'530 Zeilen Rust unter Apache 2.0.