Der britische KI-Infrastruktur-Anbieter Nscale hat eine Series C über 2 Milliarden Dollar abgeschlossen – die grösste Finanzierungsrunde, die ein europäisches Unternehmen je erreicht hat. Die Bewertung liegt bei 14,6 Milliarden Dollar.

Mit 2 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren in Europa zeigt Nscale, dass der Kontinent im KI-Infrastruktur-Rennen mitmischen will.
2 Milliarden Dollar. Das ist nicht nur eine beeindruckende Zahl – es ist ein Rekord. Der britische KI-Infrastruktur-Anbieter Nscale hat die grösste Finanzierungsrunde abgeschlossen, die ein europäisches Unternehmen jemals erreicht hat.
Die Series C bewertet Nscale mit 14,6 Milliarden Dollar. Unter den Investoren finden sich Schwergewichte wie NVIDIA, Dell, Nokia und Lenovo sowie die Hedgefonds Citadel, Jane Street und Point72.
Als prominente Board-Mitglieder stiessen die ehemalige Meta-COO Sheryl Sandberg und der frühere britische Vize-Premierminister Nick Clegg dazu. Goldman Sachs und JP Morgan sind bereits als Underwriter für einen geplanten Börsengang engagiert.
Nscale baut KI-Rechenzentren in Europa, Nordamerika und Asien. Das Geschäftsmodell: Unternehmen und Regierungen KI-Rechenkapazität bereitstellen, die nicht von US-Hyperscalern abhängt.
Das ist genau die Art von Infrastruktur, die Europa braucht, um im KI-Rennen nicht nur Konsument amerikanischer Technologie zu bleiben.
Die Nscale-Runde ist auch für die Schweiz relevant:
Wenn ein europäisches KI-Infra-Unternehmen 14,6 Milliarden wert ist, zeigt das: Der Kontinent meint es ernst mit eigener KI-Rechenpower.

Oracle hat am 31. März begonnen, bis zu 30'000 Mitarbeitende zu entlassen – rund 18 % der Belegschaft. Das freiwerdende Geld fliesst in den KI-Datacenter-Ausbau, darunter das 500-Milliarden-Dollar-Projekt Stargate mit OpenAI.
Oracle setzt darauf, dass die KI-Zukunft genug Nachfrage nach Rechenleistung generiert, um $58 Mrd. Schulden zu bedienen – ob diese Wette aufgeht, entscheidet sich in zwei bis drei Jahren.

Der Zürcher KI-Pionier Starmind – 2010 als Spin-off der Universität Zürich gegründet – wurde von der US-amerikanischen Support-Automatisierungsplattform Capacity übernommen.
Die Übernahme zeigt: Schweizer KI-Technologie ist international gefragt – wandert aber zunehmend in US-Hände.

Am 1. und 2. April verwandelt sich das Volkshaus Zürich in Europas grössten Treffpunkt für angewandte generative KI. Über 120 Sessions auf 8+ Bühnen, ein Hackathon mit CHF 10'000+ Preisgeld und die GenAI Zürich Awards.
Der GenAI Zürich Summit bringt über 1'000 Teilnehmende zusammen – mit Keynotes von Hugging Face bis NVIDIA und der Schweizer KI-Governance-Roadmap für Geneva 2027.