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Die Schweiz hat die höchste KI-Talentdichte der Welt – und zu wenig Startups

Der Stanford AI Index 2026 sieht die Schweiz mit 110,5 KI-Fachkräften pro 100'000 Einwohner auf Platz eins weltweit. Bei Startup-Gründungen und Investitionen bleibt das Land jedoch deutlich zurück.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
21. APRIL 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Tuscheskizze der Schweizer Karte voller KI-Forschender mit Laptops und Netzwerksymbolen
Handgezeichnete Tuscheskizze der Schweizer Karte voller KI-Forschender – Dark Mode
INHALT
01Dicht besetzt, dünn finanziert02Viel Talent, wenig Kapital03Schweiz-Kontext
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01Dicht besetzt, dünn finanziert02Viel Talent, wenig Kapital03Schweiz-Kontext
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Die Schweiz hat die weltweit höchste KI-Talentdichte, investiert aber zu wenig in Startups – die Schere zwischen Forschungsstärke und Kapital bleibt das grösste Risiko für den Standort.

Dicht besetzt, dünn finanziert

Die Schweiz führt das globale Ranking der KI-Talentdichte an – knapp vor Singapur (109,5), weit vor Deutschland (58,1) und dem Vereinigten Königreich (49,6). Zusätzlich halten 43,6 Prozent der Schweizer Top-KI-Forschenden einen Doktortitel, was Platz drei weltweit bedeutet. Die KI-Adoptionsrate liegt mit 34,8 Prozent ebenfalls über dem europäischen Durchschnitt von 27 Prozent.

Doch bei der Finanzierung klafft eine Lücke: Seit 2013 flossen nur 4,73 Milliarden Dollar an privaten KI-Investitionen in die Schweiz – Rang 14 weltweit. Zum Vergleich: Das Vereinigte Königreich kommt auf 34,1 Milliarden, Deutschland auf 17,2 Milliarden. 2025 wurden in der Schweiz 34 neue KI-Startups gegründet, in Israel waren es 64, in Singapur 49.

Viel Talent, wenig Kapital

Die Diskrepanz zwischen Talentdichte und Kapitalallokation bleibt die zentrale Schweizer Schwäche. Der Männeranteil unter den KI-Fachkräften liegt bei 78,45 Prozent – nur Saudi-Arabien hat den Frauenanteil seit 2010 um mehr als 12 Prozentpunkte gesteigert.

Schweiz-Kontext

Die Zahlen sind Argumentationsgrundlage für die Bundesratspolitik rund um die Swiss AI Initiative: Die ETH und EPFL koordinieren über 800 Forschende und nutzen jährlich 20 Millionen GPU-Stunden. Apertus, das erste offene Schweizer Sprachmodell, unterstützt über 1'000 Sprachen. Gleichzeitig öffnet 2026 der AI Health Hub in Genf, und KI-Stelleninserate machen 1,59 Prozent aller Inserate aus – mehr als in Deutschland (1,13 %), Frankreich (0,99 %) und Österreich (0,84 %).

Quellen

Netzwoche↗ EXTERNER LINKGGBA↗ EXTERNER LINKStanford HAI↗ EXTERNER LINK
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ETH ZürichEPFL
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