Die Swiss Cyber AI Conference 2026 in Lugano brachte CISOs, KI-Experten und Startups zusammen – im Schatten von Anthropics Project Glasswing ein hochaktuelles Thema.

Die Schweiz formt eine eigene Community rund um KI-Cybersecurity – mit Lugano als neuem Hub.
Am 14. April fand im Palazzo dei Congressi in Lugano die Swiss Cyber AI Conference 2026 statt. CISOs, KI-Experten und Startups aus der ganzen Schweiz kamen zusammen – im Schatten von Anthropics Project Glasswing und den Notfall-Briefings globaler Zentralbanken wurde das Thema KI-Cybersecurity plötzlich brandaktuell.
Das Programm umfasste einen Keynote-Panel zur Zukunft der Cybersicherheit im KI-Zeitalter, Sessions zu NIS2-, DORA- und ISO-27001-Compliance sowie Red-vs-Blue-Team-Übungen mit KI-Unterstützung. Unter den Sprechern: Sascha Maier (CISO SVG Group), Giovanni Curatola (Google Cloud) und Nils Amiet (Kudelski Security).
Zum Abschluss wurden die Swiss Cyber AI Awards verliehen – ein Zeichen dafür, dass sich eine eigene Schweizer Community rund um KI-Sicherheit formiert hat.
Der Tessiner Standort ist kein Zufall. Lugano positioniert sich seit Jahren als Cybersecurity-Hub – unter anderem durch das Swiss Cyber Center der USI und die Nähe zu italienischen und deutschen Tech-Märkten. Die Konferenz ist Teil dieser Positionierung.
Die Konferenz fiel zeitlich zusammen mit den Dringlichkeitsgesprächen der Bank of England mit britischen Banken über Claude Mythos. Was in Lugano diskutiert wurde – KI-Governance, autonome Schwachstellen-Erkennung, Red-Team-Automatisierung – ist nicht mehr akademisch. Es ist die neue Realität der Finanz- und Industrieaufsicht, auch in der Schweiz.

Der Grosse Rat hat mit 94 zu 1 Stimmen eine Daten- und KI-Plattform für die Verwaltung genehmigt – inklusive sieben neuer Vollzeitstellen und einer KI-Kompetenzstelle am Statistischen Amt.
Basel-Stadt investiert 7,1 Millionen Franken in eine kantonale Daten- und KI-Plattform – fast einstimmig beschlossen, aber mit offenen Fragen zu messbaren Zielen.

Die ETH Zürich hat ihren Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht – KI durchdringt Forschung, Lehre und Infrastruktur. Das Apertus-Modell wird international als Open-Source-Leuchtturm wahrgenommen.
Die ETH bleibt der zentrale Anker der Schweizer KI-Landschaft – als Talentschmiede und Brücke zur Industrie.

Zehn Schweizer Tech-Startups sind als «Swiss National Startup Team» im Silicon Valley. Fünf davon lösen KI-Kernprobleme – von Bildgebung über Recruiting bis zur Drohnenlogistik.
Venture Leaders schliesst die Lücke zwischen Schweizer Series-A und US-Wachstumskapital – entscheidend für Deep Tech.