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Neue ModelleKI-Business

Xiaomi enthüllt «Hunter Alpha» als MiMo-V2-Pro

Das mysteriöse KI-Modell «Hunter Alpha», das seit dem 11. März die OpenRouter-Rangliste dominierte, gehört nicht zu DeepSeek – sondern zu Xiaomi. Mit rund 1 Billion Parametern und einem 1-Million-Token-Kontextfenster positioniert der Smartphone-Riese sein MiMo-V2-Pro als «Gehirn für KI-Agenten».

Freitag, 20. März 2026~2 Min. Lesezeit
Pascal Eugster
Pascal EugsterGründer & Entwickler
Illustration eines Smartphones mit leuchtendem Gehirn-Hologramm und Wolf-Silhouette – symbolisiert Xiaomis Hunter Alpha KI-Modell
Illustration eines Smartphones mit leuchtendem Gehirn-Hologramm und Wolf-Silhouette – symbolisiert Xiaomis Hunter Alpha KI-Modell
Das Wichtigste

Xiaomis anonymer «Stealth Release» auf OpenRouter zeigt: Chinas KI-Ökosystem reicht weit über DeepSeek hinaus – und der Smartphone-Riese meint es ernst mit KI-Agenten.

Seit dem 11. März tauchte auf der KI-Plattform OpenRouter ein anonymes Modell auf, das die Community in Aufruhr versetzte. «Hunter Alpha» dominierte die Rangliste, verarbeitete innert Tagen über 1 Billion Tokens – und alle tippten auf DeepSeek V4. Falsch getippt: Am 19. März wurde klar, dass Xiaomi hinter dem Modell steckt.

1 Billion Parameter und ein Stealth-Launch

MiMo-V2-Pro hat rund 1 Billion Parameter (zum Vergleich: GPT-4 hat geschätzt 1,8 Billionen) und ein Kontextfenster von 1 Million Tokens – das entspricht etwa 4'000 Seiten Text. Das Modell beschrieb sich selbst als «chinesisches KI-Modell» mit einem Wissens-Cutoff vom Mai 2025, was die DeepSeek-Spekulation zusätzlich befeuert hatte.

Der Clou: Der anonyme Launch war Absicht. Xiaomi wollte unvoreingenommene Bewertungen – ohne den Bonus oder Malus eines bekannten Markennamens. Die Strategie ging auf: «Hunter Alpha» überzeugte die Community rein über die Leistung.

Kein Chatbot, sondern ein Agenten-Gehirn

Hinter der Entwicklung steht Luo Fuli, ein ehemaliger Forscher von DeepSeek. Er positioniert MiMo-V2-Pro bewusst nicht als klassischen Chatbot, sondern als «Gehirn für KI-Agenten» – also Software, die eigenständig Aufgaben planen und ausführen kann. Xiaomi plant dafür Partnerschaften mit fünf Agenten-Frameworks, darunter NVIDIAs OpenClaw.

Die Börse reagierte prompt: Die Xiaomi-Aktie stieg nach der Enthüllung um 5,8 Prozent in Hongkong.

Chinas KI-Ökosystem wächst über DeepSeek hinaus

Einordnung: Dass ein Smartphone-Hersteller ein KI-Modell dieser Grössenordnung entwickelt, ist bemerkenswert. Für Schweizer Unternehmen, die auf offene Modelle setzen, heisst das: Die Auswahl an leistungsfähigen Alternativen aus China wird breiter – und die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern wie OpenAI oder Google geringer. Wer MiMo-V2-Pro testen will, findet es weiterhin auf OpenRouter.

Fazit

Xiaomis anonymer «Stealth Release» auf OpenRouter zeigt: Chinas KI-Ökosystem reicht weit über DeepSeek hinaus – und der Smartphone-Riese meint es ernst mit KI-Agenten.

Quellen

  • Reuters(wird in neuem Tab geöffnet)
  • Technology.org(wird in neuem Tab geöffnet)
  • BusinessToday India(wird in neuem Tab geöffnet)
  • Resultsense(wird in neuem Tab geöffnet)
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