Das Kontextfenster ist die Menge an Text, die ein KI-Modell gleichzeitig im «Arbeitsgedächtnis» halten kann. Gemessen wird es in Token. Alles, was du eingibst – deine Frage, hochgeladene Dokumente, der bisherige Gesprächsverlauf – zählt zusammen mit der Antwort in dieses Fenster hinein.
Ist das Kontextfenster voll, «vergisst» das Modell den Anfang der Unterhaltung, weil ältere Inhalte herausfallen. Moderne Modelle haben Fenster von mehreren hunderttausend bis über einer Million Token, was ganze Bücher umfasst. Ein grosses Kontextfenster ist praktisch, wenn du lange Verträge, Studien oder Code am Stück analysieren lassen willst. Trotzdem gilt: Je voller das Fenster, desto langsamer und teurer wird die Verarbeitung – und die Genauigkeit kann bei sehr langen Eingaben leiden.