Anthropic hat «Claude For Legal» vorgestellt: 12 Praxisfeld-Plugins für Kanzleien und über 20 Integrationen in die Tools, die Anwälte ohnehin schon nutzen. Selbst direkte Konkurrenten kommen als Partner mit.

Mit Claude For Legal positioniert sich Anthropic als Plattform für Kanzleien – inklusive 12 Praxisfeld-Plugins, MCP-Konnektoren in Ironclad, DocuSign, Relativity und Thomson Reuters CoCounsel sowie Microsoft-365-Integration.
Anthropic hat am Dienstag «Claude For Legal» vorgestellt – das bisher grösste Vorstossen des Unternehmens in eine einzelne Branche. Im Paket: 12 rollenspezifische Plugins für Anwaltsteams und über 20 Konnektoren in die Tools, die Kanzleien ohnehin schon nutzen.
Die Plugins decken konkrete Praxisfelder ab: Commercial Legal, Corporate Legal (mit M&A-Due-Diligence und Closing-Checklisten), Employment, Privacy, Product, Regulatory, AI Governance, IP und Litigation. Dazu kommt ein eigenes Plugin für Jus-Studierende, das Case Briefs, Karteikarten, IRAC-Bewertung und Vorbereitung auf das Bar-Examen abdeckt.
Jedes Plugin lädt einen vordefinierten Set an Vorlagen, Checklisten und Prozessen, die Claude für die jeweilige Aufgabe nutzt. Das Ziel: Aus einem generellen Sprachmodell ein spezialisierter Mitarbeiter mit Anwalts-Know-how machen.
Spannender als die Plugins ist die Integrations-Strategie. Anthropic schaltet Claude über das Model Context Protocol direkt an die Werkzeuge der Branche: Ironclad, DocuSign, iManage und NetDocuments für Verträge und Dokumente, Relativity, Everlaw und Consilio für E-Discovery. Auch Thomson Reuters ist dabei – mit einer Verbindung zwischen Claude und der hauseigenen Legal-AI «CoCounsel».
Pikant: Spezialisierte Legal-AI-Anbieter wie Harvey oder Legora – eigentlich direkte Konkurrenz – kommen ebenfalls als Integrationspartner mit. Die Botschaft an die Branche: Lieber Teil des Claude-Ökosystems sein, als daneben zu stehen.
Parallel zur Enterprise-Schiene kündigt Anthropic Partnerschaften mit dem Free Law Project und der Justice Technology Association an. Damit soll Claude auch dort verfügbar werden, wo sich Menschen keinen Anwalt leisten können – ein Reputationsthema, das die Branche bisher chronisch vernachlässigt.
Für Kanzleien in der Schweiz wird die Frage nicht mehr lauten «KI ja oder nein», sondern «welcher Stack». Anthropic positioniert Claude als Plattform, nicht als Tool – inklusive Microsoft-365-Integration, die Word, Outlook, Excel und PowerPoint zu einem zusammenhängenden Agenten verbindet. Wer in den nächsten zwölf Monaten KI-Tools evaluiert, kommt an dieser Stack-Entscheidung nicht vorbei.
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