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Apple baut Siri komplett um – und lässt Googles Gemini ans Steuer

Apple zeigt am 8. Juni an der WWDC ein komplett neues Siri: einen vollwertigen Chatbot mit eigener App – angetrieben von Googles Gemini, weil Apples eigene KI-Modelle nicht genügten.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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29. MAI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Skizze einer Hand, die ein Smartphone hält, aus dessen pillenförmigem Schlitz oben eine Sprechblase mit funkelndem Edelstein-Symbol aufsteigt
Skizze einer Hand, die ein Smartphone hält, aus dessen pillenförmigem Schlitz oben eine Sprechblase mit funkelndem Edelstein-Symbol aufsteigt (Dark)
INHALT
01Vom Zuruf-Helfer zum echten Gesprächspartner02Apple gibt das Hirn aus der Hand03Zwei Jahre Verspätung und 250 Millionen Strafe
INHALT
01Vom Zuruf-Helfer zum echten Gesprächspartner02Apple gibt das Hirn aus der Hand03Zwei Jahre Verspätung und 250 Millionen Strafe
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Apple gibt erstmals das Gehirn seiner Assistentin an einen Konkurrenten ab – Siri läuft künftig mit Googles Gemini.

Apple stellt am 8. Juni an der Entwicklerkonferenz WWDC ein rundum neues Siri vor. Laut einem Bericht von Bloomberg-Journalist Mark Gurman wird aus der oft belächelten Sprachassistentin ein vollwertiger Chatbot – samt eigener App und einer Technik, die nicht von Apple selbst stammt.

Vom Zuruf-Helfer zum echten Gesprächspartner

Das Herzstück: Siri bekommt erstmals eine eigene App, die wie ein klassischer Chatbot funktioniert. Du kannst per Text oder Stimme schreiben, Fotos und Dokumente hochladen und frühere Unterhaltungen weiterführen – ganz so, wie du es von ChatGPT oder Claude kennst. Im Alltag lebt Siri künftig in der Dynamic Island, dem Bedienbereich am oberen Bildschirmrand. Wischst du von der Mitte nach unten, öffnet sich eine «Search or Ask»-Leiste; Antworten erscheinen in einer Info-Karte, aus der heraus du direkt ins Gespräch wechseln kannst.

Apple gibt das Hirn aus der Hand

Der eigentliche Paukenschlag steckt unter der Haube: Apple hat Googles Gemini-Modelle lizenziert, um Siri anzutreiben – nachdem die eigenen KI-Modelle laut Gurman schlicht nicht gut genug waren. Damit gibt der Konzern, der sonst alles selbst kontrolliert, das Gehirn seiner Assistentin an einen direkten Konkurrenten ab. Wer will, soll zusätzlich andere Dienste wie ChatGPT oder Claude anbinden können. Auch Kamera und Fotos profitieren: Eine neue Funktion ersetzt die bisherige Visual Intelligence, und in der Fotos-App sollen Werkzeuge wie «Reframe» und «Extend» Bilder per KI erweitern.

Zwei Jahre Verspätung und 250 Millionen Strafe

Das neue Siri kommt mit Anlauf. Apple hatte ein KI-Siri bereits 2024 angekündigt, dann immer wieder verschoben und sich am Ende auf eine Zahlung von 250 Millionen US-Dollar eingelassen, weil das Versprechen nicht eingehalten wurde. Gurman betont, dass Apple intern mehrere Varianten testet – die finale Version könne abweichen. Vorgestellt wird sie am 8. Juni, ausgeliefert voraussichtlich erst im September mit iOS 27.

Für dich heisst das: Auf den über zwei Milliarden Apple-Geräten weltweit könnte bald Google-KI mitlaufen – auch auf dem iPhone in deiner Tasche. Spannend wird, ob und wann die Gemini-Funktionen in der Schweiz und der EU starten, wo Datenschutz und der AI Act mitreden.

Quellen

MacRumors – iOS 27 Siri Redesign Will Use Dark Color Scheme, Matching Apple's WWDC Art↗ EXTERNER LINKEngadget – Here's what Apple's Siri overhaul for iOS 27 could look like↗ EXTERNER LINK9to5Mac – Apple reportedly replacing Siri interface with actual chatbot experience for iOS 27↗ EXTERNER LINK
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