Eine Beobachter-Recherche von Otto Hostettler und Lukas Lippert deckt auf: Rund 100 ETH- und EPFL-Wissenschaftler warnten das Schweizer Parlament im Sommer 2025 vor «zu strengen» KI-Gesetzen. Ihre Hochschulen erhalten Millionen von Meta, Google und ByteDance.
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Akademisches Lobbying gegen Schweizer KI-Regulierung kommt von Forschern, deren Hochschulen Millionen von genau jenen Konzernen erhalten, die zu regulieren sind. Eine Story, die Schweizer Politik und Forschungs-Community gleichermassen beschäftigt.
Eine Beobachter-Recherche von Otto Hostettler und Lukas Lippert vom 28. April deckt auf, dass fast 100 ETH- und EPFL-Wissenschaftler im Sommer 2025 das Schweizer Parlament vor «zu strengen» KI-Gesetzen warnten – während ihre Hochschulen Millionenbeträge von Meta, Google und ByteDance (TikTok) erhalten. Im Zentrum steht der Vorstoss von FDP-Ständerätin Petra Gössi für eine strengere KI-Regulierung.
In einer dem Beobachter vorliegenden E-Mail warnen die Forscher vor einer «zu strengen Schweizer Insellösung», die «über das Ziel hinausschiesst» und den «aktuellen Wettbewerbsvorteil der Schweiz» gefährde. Unterzeichner: rund 100 Forscher von ETH Zürich und EPFL.
FDP-Ständerätin Petra Gössi (SZ, ehemalige Parteipräsidentin) treibt den Vorstoss für strengere Schweizer KI-Regulierung voran. Im März 2026 hat der Ständerat zudem eine Motion für eine «souveräne KI-Infrastruktur» gutgeheissen – gegen den ursprünglichen Willen des Bundesrats. Beide Vorstösse kollidieren mit der Position der von Big Tech mitfinanzierten Forschungslandschaft.
Die Schweizer KI-Forschung ist international stark: ETH Rang 11, EPFL Rang 15 in QS Computer Science 2026. Sie ist aber stark mit US-Tech-Konzernen verflochten – Apple, Google und Meta haben Forschungslabs in Zürich und Lausanne. Parallel laufen das Projekt SNAI (Swiss National AI Institute) und das Open-Source-Modell Apertus (lanciert September 2025), die die Schweiz von US-Modellen unabhängiger machen sollen.
Für Schweizer KMU und Konzerne, die KI-Strategie machen, ist das ein Lehrstück über die Komplexität der Schweizer KI-Politik:
Hinweis: Der Beobachter-Artikel ist hinter Paywall. Die zentralen Aussagen sind gut belegt; konkrete Drittmittel-Summen finden sich im Original.