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DuckDuckGo wächst um 30 % – Googles KI-Suche treibt die Leute weg

Nach Googles I/O-Keynote haben sich die DuckDuckGo-Installationen in den USA in einer Woche um durchschnittlich 18 Prozent vermehrfacht, mit Tagespeak +30,5 %. Auch die KI-freie Subdomain wächst kräftig.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
28. MAI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Skizze einer Ente, die einen grossen Hebel an einer blauen Schalttafel zieht, im Hintergrund verlässt ein Mensch den Bildschirm
Skizze einer Ente, die einen grossen Hebel an einer blauen Schalttafel zieht, im Hintergrund verlässt ein Mensch den Bildschirm (Dark)
INHALT
01Die KI-freie Subdomain ist plötzlich beliebt02Was das für die Schweiz heisst03Quellen
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01Die KI-freie Subdomain ist plötzlich beliebt02Was das für die Schweiz heisst03Quellen
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

AI-Maximalismus produziert einen messbaren Counter-Trend: Der Markt fragt nicht «keine KI» nach, sondern «KI mit Schalter» – und Google liefert genau das nicht.

Letzte Woche hat Google an seiner I/O-Keynote die klassische Linkliste beerdigt: Statt zehn blauen Links steht in der Suche neu ein KI-Agent, der Antworten liefert, Aufgaben ausführt und im Hintergrund Monitoring-Agenten laufen lässt. Die Reaktion war prompt – und sie ist messbar.

DuckDuckGo, die privacy-fokussierte Suchmaschine aus Pennsylvania, meldet seit dem 20. Mai einen kräftigen Install-Push in den USA. Im Schnitt +18,1 Prozent App-Installs Woche über Woche, sechs Tage in Folge im Plus, mit Spitze bei +30,5 Prozent am 25. Mai. Auf iOS ist der Effekt noch stärker: Ø +33 Prozent, an einem Tag sogar +69,9 Prozent.

Die KI-freie Subdomain ist plötzlich beliebt

Ein zweiter Datenpunkt verrät, was die Nutzer wirklich wollen: Besuche auf `noai.duckduckgo.com` – einer Subdomain, die jedes KI-Feature der Suchmaschine standardmässig ausschaltet – wuchsen ebenfalls um durchschnittlich 22,7 Prozent, mit Tagespeak von 27,7 Prozent. CEO Gabriel Weinberg formuliert das Problem direkt: «Google force-feeds AI with no way to opt out.»

Und das Spannende: DuckDuckGo selbst ist nicht KI-feindlich. Über das Produkt Duck.ai kannst du gratis und ohne Account mit Claude 4.5 Haiku, Llama 4 Scout, Mistral Small 3 24B oder GPT-5 mini chatten – alles ohne IP-Tracking, mit 30-Tage-Auto-Delete und ohne Trainings-Verwertung. Der USP heisst nicht «keine KI», sondern «du entscheidest, wann».

Was das für die Schweiz heisst

Für Schweizer Werbe- und SEO-Verantwortliche ist das ein Frühwarnsignal: AI Overviews fressen sich seit Frühling 2026 auch hier durch die Suchergebnisse, der Open-Web-Traffic geht zurück – und parallel beginnt ein Teil der Nutzerschaft, aktiv wegzuoptimieren. Privacy-Bewusste, von denen es in der Schweiz nach Einführung des revidierten Datenschutzgesetzes traditionell mehr gibt als in den USA, finden bei DuckDuckGo ein Produkt, das zwei Sachen gleichzeitig kann: KI anbieten und ausschalten lassen.

DuckDuckGo bleibt mit rund 2 Prozent US-Marktanteil ein Zwerg gegen Google. Aber zum ersten Mal hat das Unternehmen einen Wachstumshebel, den Google selbst gebaut hat. Der Memorial-Day-Weekend-Trend hielt an, obwohl DuckDuckGo dort sonst einen Traffic-Dip verzeichnet. Das ist keine Eintagsfliege.

Quellen

  • DuckDuckGo installs are up 30% as users reject being 'force-fed' Google's AI Search – TechCrunch, 26.05.2026
  • DuckDuckGo Installs Surge 30% as Consumers Reject Google 'Force-Feeding' AI – Breitbart Tech, 27.05.2026
  • Google Search as you know it is over – TechCrunch, 19.05.2026
  • Six search engines worth trying now that Google isn't really Google anymore – TechCrunch, 21.05.2026

Quellen

TechCrunch – DuckDuckGo installs are up 30% as users reject being 'force-fed' Google's AI Search↗ EXTERNER LINKBreitbart Tech – DuckDuckGo Installs Surge 30% as Consumers Reject Google 'Force-Feeding' AI↗ EXTERNER LINKTechCrunch – Google Search as you know it is over↗ EXTERNER LINKTechCrunch – Six search engines worth trying now that Google isn't really Google anymore↗ EXTERNER LINK
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