Google hat am Freitag eine experimentelle App namens COSMO im Play Store gelistet und kurz darauf wieder zurückgezogen. In der 1,13 GB grossen App stecken proaktive Skills wie Calendar Event Suggester, Browser-Agent Mariner und Deep Research – ein Vorgeschmack auf die Google I/O Mitte Mai.

Mit COSMO testet Google öffentlich, wie ein proaktiver, lokal verarbeitender KI-Agent auf Android aussehen könnte – und liefert damit einen Teaser für die I/O 2026.
Google hat am Freitag im Play Store eine experimentelle App namens COSMO veröffentlicht – ein KI-Assistent, der nicht wartet, bis du fragst, sondern selbst handelt. Wenige Stunden später war der Eintrag wieder verschwunden. Das Feature-Set, das in der 1,13 GB grossen App schlummert, gibt dafür einen ziemlich klaren Vorgeschmack auf das, was Google an der I/O-Konferenz Mitte Mai zeigen will.
Während Gemini ein konversationeller Assistent ist, beschreibt Google COSMO als «proactive agent» – also eine Software, die auf Basis deiner Aktivität selbständig Aktionen vorschlägt oder ausführt. Die App nutzt dafür eine Mischung aus serverseitiger Inferenz und einem lokalen Gemini Nano-Modell, was das Gewicht von 1,13 GB erklärt. Datenschutzrelevante Verarbeitung soll damit auf dem Gerät bleiben.
In den Strings entdeckten 9to5Google folgende «Proactive Skills»: Calendar Event Suggester, Quick Photo Lookup, Document Writer, Deep Research, Conversation Summary, Browser Agent (Mariner), Add Timer. Heisst übersetzt: COSMO soll Termine vorschlagen, Fotos blitzschnell durchsuchen, Dokumente entwerfen, Recherche-Aufgaben übernehmen und – am interessantesten – über den Browser-Agenten Mariner Webseiten selbständig bedienen.
Google hat den Play-Store-Eintrag noch am Erscheinungstag wieder zurückgezogen. Ob das ein versehentlicher Push war oder ein bewusst gesetzter Teaser kurz vor der I/O 2026 (19. bis 20. Mai), ist offen. Klar ist: COSMO richtet sich laut Beschreibung explizit nicht an Endkunden, sondern dient als Testbett für Funktionen, die später in andere Google-Apps wandern. Die Parallele zu Project Astra – Googles Forschungsprojekt für proaktive Assistenten – ist offensichtlich.
COSMO ist kein Produkt, sondern eine Vorstufe: Google testet hier öffentlich, was als nächstes in Pixel-Phones und Workspace landen soll.
Apple hat mit der KI-Photos-Welle in iOS 27 vorgelegt, OpenAI experimentiert mit Operator, Anthropic hat Claude Code Routines im Markt – mit COSMO bringt Google nun einen vergleichbaren Ansatz auf Android. Für dich als Nutzer heisst das: Die Frage ist nicht mehr, ob KI auf dem Smartphone proaktiv handelt, sondern welcher Anbieter am vertrauenswürdigsten und am wenigsten nervig wirkt. An der I/O Mitte Mai dürfte Google die Karten offiziell auf den Tisch legen.
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