NewsKategorienNewsletter-ArchivÜber unsKostenlos abonnieren

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
Alle NewsNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·REGULIERUNG & ETHIK

Apple drohte mit App-Store-Rauswurf – Grok generiert weiter Deepfakes

Ein NBC-Enthüllungsbericht zeigt: Apple drohte xAI im Januar mit dem Rauswurf von Grok aus dem App Store. Trotzdem erzeugt Groks Bildgenerator weiterhin sexualisierte Deepfakes – Ermittlungen laufen in Frankreich, der EU und Indien.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
14. APRIL 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration Smartphone mit verzerrtem Gesicht und Warning-Stempel, kinewsletter.ch Stil
Illustration Smartphone mit verzerrtem Gesicht und Warning-Stempel, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Der Powderly-Brief: Apples stille Drohung02Tests zeigen: Die Filter versagen weiter03Ermittlungen auf drei Kontinenten04Schweiz-Kontext
INHALT
01Der Powderly-Brief: Apples stille Drohung02Tests zeigen: Die Filter versagen weiter03Ermittlungen auf drei Kontinenten04Schweiz-Kontext
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Apple drohte xAI mit dem App-Store-Rauswurf von Grok wegen sexualisierter Deepfakes – die Bilder werden trotzdem weiter generiert, und die Ermittlungen erstrecken sich inzwischen über drei Kontinente.

Der Powderly-Brief: Apples stille Drohung

NBC News deckte am 14. April einen Brief auf, den Apples Senior Director of Government Affairs, Timothy Powderly, am 30. Januar an US-Senatoren geschickt hatte. Darin bestätigt Apple, dass es xAI mit der Entfernung von Grok aus dem App Store gedroht hat – weil die App die Erstellung sexualisierter Deepfakes ermöglichte und damit gegen die App-Store-Richtlinien verstiess.

xAI reichte daraufhin neuen Code ein. Apple schrieb den Senatoren, Grok habe sich «sustanziell verbessert» und die neueste Version sei daher freigegeben worden. Die Drohung betraf potenziell über 2 Milliarden Geräte – Apples Hebel in der KI-Debatte ist damit grösser als jede Regulierungsbehörde.

Tests zeigen: Die Filter versagen weiter

Der Clou: NBC News dokumentierte in den Wochen nach der angeblichen Verbesserung Dutzende Fälle, in denen Grok weiterhin sexualisierte Bilder realer Personen erzeugte. Nutzer umgehen die Schutzfilter mit modifizierten Prompts – etwa indem sie Grok bitten, Posen aus anderen Bildern zu «übernehmen» oder Kleidung zu «tauschen».

Laut NBC funktioniert das trotz acht laufender Regulierungsverfahren, einer niederländischen Gerichtsverfügung mit 100’000 Euro Strafe pro Tag und Apples eigener Intervention.

Ermittlungen auf drei Kontinenten

Der Skandal hat globale Dimensionen angenommen. Die Pariser Staatsanwaltschaft durchsuchte im Februar die X-Büros in Frankreich – unterstützt von Europol. Die Vorwürfe: Beihilfe zur Verbreitung pornografischer Darstellungen Minderjähriger und sexualisierter Deepfakes. Im April wurde Elon Musk persönlich vorgeladen.

Irlands Datenschutzbehörde eröffnete parallel ein Verfahren unter der EU-DSGVO. Weitere Ermittlungen laufen in Grossbritannien und Indien. Insgesamt zählt die Wikipedia-Chronik des Skandals inzwischen über 240 Einzelverfahren weltweit.

Schweiz-Kontext

Das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) verbietet die Erstellung von Deepfakes identifizierbarer Personen ohne Einwilligung. Das Bundesgericht entschied Ende 2025, dass auch KI-generierte Kinderpornografie strafbar ist – selbst wenn digital «verjüngte» Erwachsene dargestellt werden. Ständerat Fabio Regazzi fordert eine koordinierte Bundesstrategie gegen Deepfake-Missbrauch. Der EDÖB beobachtet die Grok-Fälle, hat aber bisher kein eigenes Verfahren eingeleitet.

Quellen

NBC News – Apple threatened to remove Grok↗ EXTERNER LINK9to5Mac – Apple threatened Grok removal↗ EXTERNER LINKNBC News – Grok still making deepfakes↗ EXTERNER LINKPBS – Grok faces EU privacy investigation↗ EXTERNER LINK
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Freitag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Skizze eines grossen Schutzschilds mit elektroblauem Akzent vor einem klassischen Parlamentsgebäude mit Säulen, einem Vorhängeschloss und einer versiegelten Schriftrolle
Skizze eines grossen Schutzschilds mit elektroblauem Akzent vor einem klassischen Parlamentsgebäude mit Säulen, einem Vorhängeschloss und einer versiegelten Schriftrolle (Dark)
REGULIERUNG & ETHIK·4. JUNI 2026

Trumps neuer KI-Erlass: Modelle zuerst zum Staat

Donald Trump hat einen KI-Erlass unterzeichnet: Die grossen Labore sollen ihre stärksten Modelle der US-Regierung vor dem Start zum Cyber-Test geben – freiwillig, aber mit spürbarem Druck.

Skizze einer schweren Serverraum-Stahltür, die einen Spalt offen steht, ein kleiner Schlüssel liegt davor am Boden, Tastenfeld an der Wand, dunkler Korridor
Skizze einer schweren Serverraum-Stahltür, die einen Spalt offen steht, ein kleiner Schlüssel liegt davor am Boden, Tastenfeld an der Wand, dunkler Korridor (Dark)
REGULIERUNG & ETHIK·3. JUNI 2026

BadHost: Eine Mini-Lücke bedroht Millionen KI-Agenten und MCP-Server

Die Sicherheitslücke «BadHost» im Python-Framework Starlette lässt sich mit einem einzigen Sonderzeichen ausnutzen und hebelt die Zugangskontrolle aus. Betroffen sind FastAPI, vLLM und besonders MCP-Server – auch in der Schweiz.

Skizze eines Wanderers auf einem Bergpfad mit elektroblauem Wegweiser, der zu einem nebligen Gipfel führt
Skizze eines Wanderers auf einem Bergpfad mit elektroblauem Wegweiser, der zu einem nebligen Gipfel führt (Dark)
REGULIERUNG & ETHIK·1. JUNI 2026

Hassabis warnt: AGI vielleicht schon 2029 – und niemand ist bereit

Google-DeepMind-Chef Demis Hassabis sieht die Menschheit «in den Vorbergen der Singularität» und hält AGI schon 2029 für möglich. Sein Appell: Regierungen, Ökonomen und Gesellschaft müssen sich jetzt vorbereiten – nicht erst, wenn das nächste Modell alle überrascht.