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KI frisst Jobs: 91'000 Entlassungen in der Tech-Branche – und es wird schlimmer

91'739 Tech-Entlassungen seit Jahresbeginn, knapp die Hälfte wegen KI. Oracle streicht 30'000 Stellen, während Milliarden in KI-Infrastruktur fliessen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
13. APRIL 2026
ZULETZT AKTUALISIERT: 28. APRIL 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration leere Bürokabinen mit Kartonboxen, kinewsletter.ch Stil
Illustration leere Bürokabinen mit Kartonboxen, kinewsletter.ch Stil (Dark Mode)
INHALT
01Oracle, Block, Atlassian: Die Liste wächst02Die Prognose: Eine halbe Million KI-bedingte Jobverluste03Das KI-Beschäftigungsparadox
INHALT
01Oracle, Block, Atlassian: Die Liste wächst02Die Prognose: Eine halbe Million KI-bedingte Jobverluste03Das KI-Beschäftigungsparadox
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Das KI-Beschäftigungsparadox wird real: Unternehmen investieren Hunderte Milliarden in KI und streichen gleichzeitig massiv Stellen.

Die KI-getriebene Entlassungswelle in der Tech-Branche hat seit Jahresbeginn 91'739 Arbeitsplätze vernichtet – das sind rund 899 pro Tag. Knapp die Hälfte davon wird explizit auf KI und Automatisierung zurückgeführt.

Oracle, Block, Atlassian: Die Liste wächst

Die jüngste Grossentlassung kommt von Oracle: Bis zu 30'000 Stellen werden gestrichen, davon 12'000 allein in Indien. Mitarbeitende wurden per E-Mail um 6 Uhr morgens informiert und sofort von allen Systemen gesperrt.

Oracle ist bei weitem nicht allein. Block, das Fintech-Unternehmen von Jack Dorsey, hat rund 4'000 Stellen abgebaut – 40% der gesamten Belegschaft. Droseys Begründung: KI mache die Positionen überflüssig. Atlassian strich 1'600 Stellen (10%), um die eingesparten Mittel in KI-Investitionen umzulenken.

Die Prognose: Eine halbe Million KI-bedingte Jobverluste

Eine gemeinsame Studie von NBER und der Duke University prognostiziert für 2026 rund 502'000 KI-bedingte Jobverluste allein in den USA – neunmal mehr als die geschätzten 55'000 im Vorjahr. Goldman Sachs warnt zusätzlich: Entlassene Tech-Arbeiter brauchen durchschnittlich einen Monat länger für eine neue Stelle und müssen mit über 3% Reallohnverlust rechnen.

Das KI-Beschäftigungsparadox

Die Zahlen offenbaren einen bemerkenswerten Widerspruch: Dieselben Unternehmen, die Zehntausende entlassen, investieren gleichzeitig Hunderte Milliarden in KI-Infrastruktur. Meta plant 115 bis 135 Milliarden Dollar für 2026, Oracle baut trotz Entlassungen massiv Rechenzentren.

Die Frage, die über allem schwebt: Entstehen durch KI genug neue Jobs, um die verlorenen zu ersetzen? Bisher lautet die Antwort: nicht schnell genug. Und der Trend betrifft auch Schweizer Tech-Firmen und ihre internationalen Teams – der globale Arbeitsmarkt ist vernetzt, und die Welle kommt auch hier an.

Quellen

TrueUp: Layoff Tracker↗ EXTERNER LINKFortune: AI job cuts forecast↗ EXTERNER LINK
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