Meta hat am 27. Mai weltweit kostenpflichtige Abos für Instagram, Facebook und WhatsApp gestartet – ab 2,99 US-Dollar. Darüber baut der Konzern unter der Marke Meta One KI-Stufen bis 49,99 US-Dollar.
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Zum ersten Mal koppelt Meta Funktionen seiner Gratis-Apps an ein Abo – die wertvollen KI-Features wandern dabei gezielt in die bezahlten Meta-One-Stufen.
Über zwei Milliarden Menschen öffnen täglich Instagram, Facebook oder WhatsApp – bisher gratis, finanziert über Werbung. Damit ist jetzt nicht mehr ganz Schluss, aber Meta zieht eine zweite Ebene ein: Am 27. Mai hat der Konzern weltweit kostenpflichtige Abos für seine drei wichtigsten Apps gestartet und sie unter einer neuen Marke gebündelt – Meta One.
Den Anfang machen die Plus-Tarife für Einzel-Apps, und die sind bewusst günstig angesetzt:
Dafür gibt es keine entfernte Werbung, sondern Komfort-Funktionen: zusätzliche Profil-Anpassungen, «Super-Reaktionen», erweiterte Story-Insights und ähnliche Extras. Der Rollout läuft global und wird schrittweise freigeschaltet – nicht alle Nutzerinnen und Nutzer sehen die Option sofort.
Spannender als die Plus-Tarife ist, was Meta darüber baut. Unter dem Dach Meta One testet der Konzern höherwertige Abos, die KI-Funktionen ins Zentrum stellen:
Auffällig: Meta startet die Tests bewusst in kleineren Märkten und nicht in Europa oder den USA. Das ist das übliche Vorgehen, um Preispunkte und Funktionsumfang auszuloten, bevor die zahlungskräftigen Kernmärkte drankommen.
In der Schweiz gehören WhatsApp und Instagram zur Grundausstattung des digitalen Alltags – WhatsApp ist hierzulande der De-facto-Standard für private wie geschäftliche Nachrichten. Genau deshalb ist der Schritt relevant: Zum ersten Mal koppelt Meta zentrale Funktionen seiner Gratis-Apps an ein Abo. Noch sind es Komfort-Extras, doch die Richtung ist klar – die wertvollen KI-Features wandern in die bezahlten Meta-One-Stufen.
Für Schweizer Werbetreibende stellt sich damit eine neue Frage: Wenn ein Teil der Nutzerschaft in werbeärmere oder werbefreie Bezahl-Tarife abwandert, verändert sich die Reichweite organischer und bezahlter Inhalte. Und für Privatpersonen lohnt sich ein nüchterner Blick: Bezahlt wird künftig potenziell doppelt – mit Geld für das Abo und weiterhin mit Daten. Die spannendste Lücke bleibt vorerst offen: Wann und zu welchem Preis Meta One in der Schweiz aufschlägt, hat der Konzern noch nicht gesagt.