Microsoft lanciert mit 365 E7 ein neues KI-Premium-Abo für 99 Dollar monatlich und integriert erstmals Anthropics Claude neben OpenAI-Modellen in Copilot. Mit «Copilot Cowork» und Agent 365 wird Office zur KI-Agentenplattform.

Microsoft öffnet sich mit dem 99-Dollar-Abo erstmals für Anthropics Claude – ein strategischer Paradigmenwechsel weg von der OpenAI-Exklusivität.
Microsoft hat gleich drei grosse Neuerungen auf einen Schlag angekündigt – und eine davon ist ein strategischer Paradigmenwechsel.
Das neue Microsoft 365 E7 kostet 99 Dollar pro Nutzer und Monat – satte 65% mehr als das bisherige E5-Paket. Dafür bekommt man das volle KI-Paket: Copilot Wave 3 mit erweiterten Agenten-Fähigkeiten und die neue Plattform Agent 365 als zentrale Steuerung für KI-Agenten.
Die Zahl dahinter ist beeindruckend: Microsoft zählt intern bereits über 500'000 Agenten, und innerhalb von zwei Monaten nach der Preview tauchten Millionen von Agenten in der Agent-365-Registry auf.
Der eigentliche Knaller: Copilot integriert erstmals Anthropics Claude neben den gewohnten OpenAI-Modellen. Das neue Feature «Copilot Cowork», entwickelt in Zusammenarbeit mit Anthropic, ermöglicht langfristige, mehrstufige KI-Aufgaben – etwa eigenständiges Umplanen von Meetings oder mehrstufige Recherchen.
Dass Microsoft sich neben seinem Hauptpartner OpenAI für Anthropic öffnet, ist ein klares Signal: Die Zukunft gehört nicht einem einzigen Modell, sondern dem besten Tool für die jeweilige Aufgabe.
Für die Schweiz heisst das konkret: Microsoft 365 ist das dominierende Office-Tool in Schweizer Unternehmen. Die Preiserhöhung trifft praktisch alle Schweizer KMU und Grossunternehmen – und die neuen KI-Agenten werden die Art verändern, wie in Schweizer Büros gearbeitet wird.
Wer bereits E5 nutzt, sollte sich jetzt fragen: Lohnt sich der Aufpreis für KI-Agenten, die eigenständig Aufgaben erledigen? Oder reicht das bestehende Copilot-Paket? Die Antwort dürfte für jedes Unternehmen anders ausfallen – aber ignorieren lässt sich das Thema nicht mehr.
Microsoft öffnet sich mit dem 99-Dollar-Abo erstmals für Anthropics Claude – ein strategischer Paradigmenwechsel weg von der OpenAI-Exklusivität.

Anthropic verpflichtet sich gegenüber Google Cloud zu Ausgaben von 200 Milliarden Dollar über fünf Jahre – plus 40 Milliarden Direktinvestment von Alphabet. Die grösste Cloud-Verpflichtung, die je publik wurde.
Anthropic verpflichtet sich zu 200 Mrd. Dollar Ausgaben bei Google Cloud über 5 Jahre – die grösste Cloud-Verpflichtung der KI-Geschichte.

Anthropic hat einen Compute-Deal mit SpaceX über die volle Kapazität des Colossus-1-Datacenters in Memphis verkündet: 300 Megawatt, über 220'000 NVIDIA-GPUs. Parallel verdoppeln sich die 5h-Limits in Claude Code, die Peak-Hour-Drosselung fällt weg, und API-Limits für Opus steigen massiv. Im Vertrag versteckt: Interesse an orbitaler Compute-Kapazität.
Mehr Compute, weniger Limits, härteres Statement im Compute-Wettrüsten – und Musks SpaceX als unerwarteter Lieferant.

Das Miami-Startup Subquadratic ist mit einer 29-Mio.-Dollar-Seed-Runde gestartet und stellt SubQ 1M-Preview vor – ein Sprachmodell mit 12 Mio. Token Kontext und einer neuen Aufmerksamkeits-Architektur (SSA), die Compute linear statt quadratisch skaliert. CEO ist Justin Dangel, CTO Alex Whedon (Ex-Meta).
Wenn die Sparse-Attention-Architektur unabhängig verifiziert wird, ist das der grösste Architektur-Sprung seit dem Transformer – aber bisher fehlen Weights, Peer-Review und API-Pricing.