Zwei Angriffe auf Sam Altmans Wohnung innerhalb von drei Tagen – Molotow-Cocktail und Schusswaffen. Parallel veröffentlicht Altman ein Policy-Papier für einen «New Deal» im KI-Zeitalter.

Die Angriffe markieren eine neue Eskalationsstufe – die gesellschaftliche Akzeptanz der KI-Branche steht unter massivem Druck.
Ein 20-Jähriger warf am 10. April um 4 Uhr morgens einen Molotow-Cocktail auf Sam Altmans Wohnung in San Francisco – und drohte eine Stunde später, die OpenAI-Zentrale niederzubrennen. Zwei Tage später folgten Schüsse auf dasselbe Anwesen. Parallel veröffentlichte Altman ein 13-seitiges Policy-Papier mit Vorschlägen für einen «New Deal» im KI-Zeitalter.
Daniel Alejandro Moreno-Gama, 20, aus Texas, wurde nach dem ersten Angriff am Tatort in San Franciscos Russian-Hill-Viertel festgenommen. Die Anklage: versuchter Mord, Brandstiftung, kriminelle Drohungen und Besitz von Brandvorrichtungen. Er war Mitglied im PauseAI-Discord-Server und hatte dort über «KI, die die Menschheit in die Auslöschung treibt» geschrieben. PauseAI distanzierte sich umgehend.
Am 12. April, gegen 3 Uhr morgens, feuerten zwei weitere Verdächtige – Amanda Tom (25) und Muhamad Tarik Hussein (23) – Schüsse in der Nähe von Altmans Wohnung ab. Drei Schusswaffen wurden sichergestellt. Bei keinem der beiden Vorfälle wurde jemand verletzt.
Zeitgleich in Indiana: 13 Schüsse auf das Haus eines Lokalpolitikers, der einen 500-Millionen-Dollar-Rechenzentrums-Deal unterstützt hatte. Auf der Türschwelle lag ein Zettel: «NO DATA CENTERS». Das FBI ermittelt.
Die Angriffe fallen in ein Klima wachsender KI-Skepsis. Eine Quinnipiac-Umfrage vom 30. März zeigt: 80% der Amerikaner sind besorgt über KI (38% sehr besorgt, 42% etwas besorgt). 70% glauben, dass KI Arbeitsplätze vernichten wird. 55% denken, KI werde im Alltag mehr schaden als nützen.
Das Paradox: 51% nutzen bereits KI-Tools – aber nur 21% vertrauen den Ergebnissen.
Wenige Tage vor den Angriffen veröffentlichte Altman ein 13-seitiges Policy-Papier mit dem Titel «Industrial Policy for the Intelligence Age». Die Kernforderungen:
Das Papier liest sich wie eine Antwort auf genau die Ängste, die zu den Angriffen geführt haben – ob kalkuliert oder nicht.
Die Woche zeigt eine gefährliche Dynamik: Die KI-Branche verliert ihre gesellschaftliche Akzeptanz schneller, als sie neue Produkte entwickelt. Die Angriffe sind Extremfälle – aber die zugrundeliegende Wut über Jobverluste, Machtkonzentration und fehlende demokratische Kontrolle ist breit verankert.
Für die Schweiz ist die Debatte nicht fremd: Der Fall Keller-Sutter vs. Grok zeigte kürzlich, dass auch hierzulande die Spannungen zwischen KI-Unternehmen und Gesellschaft zunehmen. Die Frage, ob Tech-CEOs wie Altman die richtigen Personen sind, um Lösungen vorzuschlagen, bleibt offen – aber dass Lösungen nötig sind, bestreitet niemand mehr.

Eine Woche nach Anthropics Project Glasswing schlägt OpenAI zurück: GPT-5.4-Cyber ist für defensive Cybersecurity entwickelt und nur für verifizierte Security-Profis zugänglich.
Das Wettrüsten um KI-gestützte Cyberverteidigung hat offiziell begonnen – mit direkten Folgen für Schweizer Infrastruktur.

Eine neue PwC-Studie mit 1'217 Führungskräften zeigt: 74 Prozent des KI-Werts fliessen an nur 20 Prozent der Unternehmen. Die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern wächst rasant.
Wer KI nur für Effizienzsteigerung nutzt, verliert – echter Wert entsteht durch Geschäftsmodell-Neuerfindung.

Bank of England, Fed und Bank of Canada briefen Grossbanken zu Claude Mythos. Erstmals wird ein KI-Modell offiziell als systemisches Finanzrisiko gewertet. Auch die Schweiz reagiert.
KI-Sicherheit ist nicht mehr IT-Thema, sondern systemisches Finanzrisiko – mit direkter Relevanz für FINMA und UBS.