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Molotow-Cocktail auf Sam Altmans Haus: Die Anti-KI-Wut eskaliert

Zwei Angriffe auf Sam Altmans Wohnung innerhalb von drei Tagen – Molotow-Cocktail und Schusswaffen. Parallel veröffentlicht Altman ein Policy-Papier für einen «New Deal» im KI-Zeitalter.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
13. APRIL 2026
ZULETZT AKTUALISIERT: 28. APRIL 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration Haustür mit Brandspuren und Polizeiabsperrung, kinewsletter.ch Stil
Illustration Haustür mit Brandspuren und Polizeiabsperrung, kinewsletter.ch Stil (Dark Mode)
INHALT
01Zwei Angriffe in drei Tagen0280 Prozent der Amerikaner besorgt03Altmans «Superintelligence New Deal»04Die «Social License to Operate» steht auf dem Spiel
INHALT
01Zwei Angriffe in drei Tagen0280 Prozent der Amerikaner besorgt03Altmans «Superintelligence New Deal»04Die «Social License to Operate» steht auf dem Spiel
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die Angriffe markieren eine neue Eskalationsstufe – die gesellschaftliche Akzeptanz der KI-Branche steht unter massivem Druck.

Ein 20-Jähriger warf am 10. April um 4 Uhr morgens einen Molotow-Cocktail auf Sam Altmans Wohnung in San Francisco – und drohte eine Stunde später, die OpenAI-Zentrale niederzubrennen. Zwei Tage später folgten Schüsse auf dasselbe Anwesen. Parallel veröffentlichte Altman ein 13-seitiges Policy-Papier mit Vorschlägen für einen «New Deal» im KI-Zeitalter.

Zwei Angriffe in drei Tagen

Daniel Alejandro Moreno-Gama, 20, aus Texas, wurde nach dem ersten Angriff am Tatort in San Franciscos Russian-Hill-Viertel festgenommen. Die Anklage: versuchter Mord, Brandstiftung, kriminelle Drohungen und Besitz von Brandvorrichtungen. Er war Mitglied im PauseAI-Discord-Server und hatte dort über «KI, die die Menschheit in die Auslöschung treibt» geschrieben. PauseAI distanzierte sich umgehend.

Am 12. April, gegen 3 Uhr morgens, feuerten zwei weitere Verdächtige – Amanda Tom (25) und Muhamad Tarik Hussein (23) – Schüsse in der Nähe von Altmans Wohnung ab. Drei Schusswaffen wurden sichergestellt. Bei keinem der beiden Vorfälle wurde jemand verletzt.

Zeitgleich in Indiana: 13 Schüsse auf das Haus eines Lokalpolitikers, der einen 500-Millionen-Dollar-Rechenzentrums-Deal unterstützt hatte. Auf der Türschwelle lag ein Zettel: «NO DATA CENTERS». Das FBI ermittelt.

80 Prozent der Amerikaner besorgt

Die Angriffe fallen in ein Klima wachsender KI-Skepsis. Eine Quinnipiac-Umfrage vom 30. März zeigt: 80% der Amerikaner sind besorgt über KI (38% sehr besorgt, 42% etwas besorgt). 70% glauben, dass KI Arbeitsplätze vernichten wird. 55% denken, KI werde im Alltag mehr schaden als nützen.

Das Paradox: 51% nutzen bereits KI-Tools – aber nur 21% vertrauen den Ergebnissen.

Altmans «Superintelligence New Deal»

Wenige Tage vor den Angriffen veröffentlichte Altman ein 13-seitiges Policy-Papier mit dem Titel «Industrial Policy for the Intelligence Age». Die Kernforderungen:

  • Roboter-Steuern: Automatisierte Arbeit soll besteuert werden
  • Öffentlicher Vermögensfonds: Amerikaner sollen direkt an KI-getriebenem Wachstum beteiligt werden
  • 4-Tage-Woche: Als Reaktion auf steigende Produktivität durch KI
  • Steuerverlagerung: Weg von Lohnsteuer, hin zu Kapitalgewinn- und Unternehmenssteuer
  • «Recht auf KI»: Jeder Bürger soll Zugang zu KI-Tools haben

Das Papier liest sich wie eine Antwort auf genau die Ängste, die zu den Angriffen geführt haben – ob kalkuliert oder nicht.

Die «Social License to Operate» steht auf dem Spiel

Die Woche zeigt eine gefährliche Dynamik: Die KI-Branche verliert ihre gesellschaftliche Akzeptanz schneller, als sie neue Produkte entwickelt. Die Angriffe sind Extremfälle – aber die zugrundeliegende Wut über Jobverluste, Machtkonzentration und fehlende demokratische Kontrolle ist breit verankert.

Für die Schweiz ist die Debatte nicht fremd: Der Fall Keller-Sutter vs. Grok zeigte kürzlich, dass auch hierzulande die Spannungen zwischen KI-Unternehmen und Gesellschaft zunehmen. Die Frage, ob Tech-CEOs wie Altman die richtigen Personen sind, um Lösungen vorzuschlagen, bleibt offen – aber dass Lösungen nötig sind, bestreitet niemand mehr.

Quellen

CNBC: Altman house attack↗ EXTERNER LINKAxios: Superintelligence New Deal↗ EXTERNER LINK
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