NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-BUSINESS

Novartis-CEO Narasimhan zieht in den Anthropic-Verwaltungsrat ein

Basels mächtigster Pharma-Chef wird Board-Mitglied beim umstrittensten KI-Unternehmen der Welt. Mit seiner Berufung hat der Anthropic Long-Term Benefit Trust erstmals die Mehrheit im Gremium.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
14. APRIL 2026
ZULETZT AKTUALISIERT: 20. APRIL 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration Konferenzraum mit Molekülmodellen, kinewsletter.ch Stil
Illustration Konferenzraum mit Molekülmodellen, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Vom Trust berufen – nicht vom Unternehmen0235 Medikamente, null VR-Mandate03Anthropic drängt in den Healthcare-Markt04Pentagon-Blacklist als Elefant im Raum05Schweiz-Kontext
INHALT
01Vom Trust berufen – nicht vom Unternehmen0235 Medikamente, null VR-Mandate03Anthropic drängt in den Healthcare-Markt04Pentagon-Blacklist als Elefant im Raum05Schweiz-Kontext
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Novartis-CEO Narasimhan wird erstes Pharma-Schwergewicht im Anthropic-Board – der Trust hat damit die Mehrheit, Anthropic drängt in den Healthcare-Markt, und die Schweiz rückt näher an die KI-Frontlinie.

Vom Trust berufen – nicht vom Unternehmen

Der Anthropic Long-Term Benefit Trust hat Vas Narasimhan am 14. April als siebtes Mitglied in den Verwaltungsrat berufen. Der Trust ist ein unabhängiges Gremium ohne finanzielle Beteiligung an Anthropic – seine Aufgabe: sicherstellen, dass das Unternehmen seine Safety-Mission nicht dem Gewinnstreben opfert.

Mit Narasimhan haben die Trust-ernannten Mitglieder nun erstmals die Mehrheit im Board. Das ist mehr als Symbolik: Der Trust kann damit Entscheidungen blockieren, die seiner Meinung nach gegen das Gemeinwohl verstossen.

35 Medikamente, null VR-Mandate

Narasimhan führt Novartis seit 2018 und hat in dieser Zeit über 35 Medikamente und Impfstoffe durch die Zulassung gebracht. Anthropic-Präsidentin Daniela Amodei betonte bei der Ankündigung, Narasimhan bringe seltene Erfahrung im sicheren Einsatz mächtiger Technologie in regulierten Branchen mit – genau das Profil, das Anthropic suche.

Es ist Narasimhans erstes Verwaltungsratsmandat ausserhalb von Novartis überhaupt. Dass er es ausgerechnet bei einem KI-Frontier-Lab antritt, sagt viel über die strategische Richtung beider Seiten.

Anthropic drängt in den Healthcare-Markt

Die Berufung ist kein Zufall. Anfang April übernahm Anthropic das Biotech-Startup Coefficient Bio für 400 Millionen Dollar – eine Plattform, die maschinelles Lernen zur Vorhersage von Proteinstrukturen und Beschleunigung der Wirkstoffforschung einsetzt. Bereits im Januar hatte Anthropic neue Claude-Features für Gesundheitsunternehmen und Versicherer lanciert.

Im Hintergrund läuft die Vorbereitung auf einen möglichen Börsengang im Herbst 2026. Venture-Capital-Firmen bewerten Anthropic inzwischen mit bis zu 800 Milliarden Dollar – doppelt so viel wie bei der Series-G-Runde vor zwei Monaten.

Pentagon-Blacklist als Elefant im Raum

Die Personalie fällt in eine heikle Phase: Das Pentagon hat Anthropic am 27. Februar als «Supply-Chain-Risk» eingestuft, Trump ordnete einen Nutzungsstopp für alle Bundesbehörden an. Zwar blockierte eine Richterin in San Francisco am 26. März die Einstufung vorläufig – doch der Konflikt zwischen Anthropic und der US-Regierung schwelt weiter. Dass gleichzeitig das OMB Kabinettsbehörden Zugang zu Anthropics Mythos-Modell gewährt, macht die Lage nicht übersichtlicher.

Für Narasimhan persönlich bedeutet das: Er sitzt neu im Board eines Unternehmens, das sich gleichzeitig mit dem Pentagon, dem Weissen Haus und der Pharmabranche arrangieren muss.

Schweiz-Kontext

Für die Schweiz ist die Personalie doppelt relevant. Erstens verknüpft sie Basler Pharma direkt mit einem US-Frontier-Lab – mit allen Chancen und Risiken, die der Trump-Anthropic-Konflikt für Novartis-Kooperationen bergen könnte. Zweitens stellt Anthropic aktuell KI-Forscher in Zürich ein – mit Gehältern von bis zu 680'000 Franken jährlich, wie auf der Karriereseite ersichtlich. Novartis kommentierte die Berufung nur knapp.

Quellen

Anthropic – Narasimhan Board Appointment↗ EXTERNER LINKNZZ – Novartis-CEO Narasimhan in den VR von Anthropic↗ EXTERNER LINKTechCrunch – Anthropic buys Coefficient Bio↗ EXTERNER LINKEuronews – Anthropic $800B Valuation↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
Anthropic
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration eines halb leeren Elektronikregals mit wenigen Geräteschachteln, Trittleiter und Einkaufskorb, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines halb leeren Elektronikregals mit wenigen Geräteschachteln, Trittleiter und Einkaufskorb, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·3. SEPTEMBER 2026

Der KI-Boom landet jetzt auf deinem Preisschild

Chips und Speicher wandern in die KI-Rechenzentren – im Laden bleiben weniger Modelle und höhere Preise. NIQ zeigt zur IFA, was das für Käufer bedeutet.

Illustration einer Schaltwand mit drei Hebeln neben Aktenschränken, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Schaltwand mit drei Hebeln neben Aktenschränken, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·2. SEPTEMBER 2026

Pentagon schaltet ChatGPT und Grok für 3 Millionen frei

Das US-Verteidigungsministerium hat ChatGPT Mil und Grok for Government auf GenAI.mil aufgeschaltet – neben Googles Gemini. 1,7 von 3 Millionen Beschäftigten nutzen es.

Illustration von Tresortür mit blauem Handrad, Aktenstapel und Schreibtischlampe, kinewsletter.ch Stil
Illustration von Tresortür mit blauem Handrad, Aktenstapel und Schreibtischlampe, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·2. SEPTEMBER 2026

Nvidia steckt 3,5 Milliarden in MediaTek – ohne Aktienkauf

Nvidia hat 3,5 Milliarden US-Dollar in Wandelanleihen von MediaTek gesteckt – nicht in Aktien. Dafür baut der taiwanische Chipdesigner künftig Nvidias NVLink Fusion und den neuen Speicher NVHBM in kundenspezifische KI-Chips ein. Nvidia sichert sich so den Steckplatz, während Big Tech eigene Beschleuniger entwickelt.

Illustration eines Rooftop-Billboards mit Leiter und Farbkessel vor Skyline, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Rooftop-Billboards mit Leiter und Farbkessel vor Skyline, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·1. SEPTEMBER 2026

ChatGPT-Werbung knackt die Milliarde – in unter 200 Tagen

OpenAI meldet für ChatGPT Ads eine annualisierte Run-Rate von 1 Milliarde Dollar – keine 200 Tage nach dem Start. Zehntausende Werbetreibende, über 40 Länder, und der Self-Service-Kauf öffnet sich für Europa. Die Schweiz sieht die Anzeigen seit dem 24. August, beim Ads Manager steht sie aber noch auf «Coming Soon».

Illustration einer Giesserei mit Schmelztiegel und Gasturbinenschaufeln auf einem Stahlregal, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Giesserei mit Schmelztiegel und Gasturbinenschaufeln auf einem Stahlregal, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·31. AUGUST 2026

Musk giesst Turbinenschaufeln selbst – KI-Strom 18 Monate früher

Elon Musk hat bestätigt, dass eine geheime SpaceX-Giesserei in Texas Gasturbinen-Schaufeln produzieren soll – damit Kraftwerke für KI-Rechenzentren bis zu 18 Monate früher ans Netz gehen. Genau solche Turbinen haben in den USA bereits eine Klage der NAACP und mehrere Gesundheitsstudien ausgelöst.

Illustration eines leeren Filmstudios mit verwaistem Regiestuhl und vertikalem Smartphone auf einem Stativ, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines leeren Filmstudios mit verwaistem Regiestuhl und vertikalem Smartphone auf einem Stativ, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·31. AUGUST 2026

95 Prozent KI: Chinas Schauspieler verlieren ihre Rollen

In China waren über 95 Prozent der rund 128'000 Kurzdramen aus dem ersten Quartal 2026 KI-generiert – Schauspieler, Crews und Livestreamer verlieren reihenweise Aufträge. Die Zahl ist ein Spitzenwert direkt nach dem Start von ByteDances Seedance 2.0: Im zweiten Quartal sank der KI-Anteil bereits wieder auf 64 Prozent.

Mehr aus KI-Business →