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KI-Business

Novartis-CEO Narasimhan zieht in den Anthropic-Verwaltungsrat ein

Basels mächtigster Pharma-Chef wird Board-Mitglied beim umstrittensten KI-Unternehmen der Welt. Mit seiner Berufung hat der Anthropic Long-Term Benefit Trust erstmals die Mehrheit im Gremium.

Dienstag, 14. April 2026~2 Min. Lesezeit
Pascal Eugster
Pascal EugsterGründer & Entwickler
Illustration Konferenzraum mit Molekülmodellen, kinewsletter.ch Stil
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Das Wichtigste

Novartis-CEO Narasimhan wird erstes Pharma-Schwergewicht im Anthropic-Board – der Trust hat damit die Mehrheit, Anthropic drängt in den Healthcare-Markt, und die Schweiz rückt näher an die KI-Frontlinie.

Vom Trust berufen – nicht vom Unternehmen

Der Anthropic Long-Term Benefit Trust hat Vas Narasimhan am 14. April als siebtes Mitglied in den Verwaltungsrat berufen. Der Trust ist ein unabhängiges Gremium ohne finanzielle Beteiligung an Anthropic – seine Aufgabe: sicherstellen, dass das Unternehmen seine Safety-Mission nicht dem Gewinnstreben opfert.

Mit Narasimhan haben die Trust-ernannten Mitglieder nun erstmals die Mehrheit im Board. Das ist mehr als Symbolik: Der Trust kann damit Entscheidungen blockieren, die seiner Meinung nach gegen das Gemeinwohl verstossen.

35 Medikamente, null VR-Mandate

Narasimhan führt Novartis seit 2018 und hat in dieser Zeit über 35 Medikamente und Impfstoffe durch die Zulassung gebracht. Anthropic-Präsidentin Daniela Amodei betonte bei der Ankündigung, Narasimhan bringe seltene Erfahrung im sicheren Einsatz mächtiger Technologie in regulierten Branchen mit – genau das Profil, das Anthropic suche.

Es ist Narasimhans erstes Verwaltungsratsmandat ausserhalb von Novartis überhaupt. Dass er es ausgerechnet bei einem KI-Frontier-Lab antritt, sagt viel über die strategische Richtung beider Seiten.

Anthropic drängt in den Healthcare-Markt

Die Berufung ist kein Zufall. Anfang April übernahm Anthropic das Biotech-Startup Coefficient Bio für 400 Millionen Dollar – eine Plattform, die maschinelles Lernen zur Vorhersage von Proteinstrukturen und Beschleunigung der Wirkstoffforschung einsetzt. Bereits im Januar hatte Anthropic neue Claude-Features für Gesundheitsunternehmen und Versicherer lanciert.

Im Hintergrund läuft die Vorbereitung auf einen möglichen Börsengang im Herbst 2026. Venture-Capital-Firmen bewerten Anthropic inzwischen mit bis zu 800 Milliarden Dollar – doppelt so viel wie bei der Series-G-Runde vor zwei Monaten.

Pentagon-Blacklist als Elefant im Raum

Die Personalie fällt in eine heikle Phase: Das Pentagon hat Anthropic am 27. Februar als «Supply-Chain-Risk» eingestuft, Trump ordnete einen Nutzungsstopp für alle Bundesbehörden an. Zwar blockierte eine Richterin in San Francisco am 26. März die Einstufung vorläufig – doch der Konflikt zwischen Anthropic und der US-Regierung schwelt weiter. Dass gleichzeitig das OMB Kabinettsbehörden Zugang zu Anthropics Mythos-Modell gewährt, macht die Lage nicht übersichtlicher.

Für Narasimhan persönlich bedeutet das: Er sitzt neu im Board eines Unternehmens, das sich gleichzeitig mit dem Pentagon, dem Weissen Haus und der Pharmabranche arrangieren muss.

Schweiz-Kontext

Für die Schweiz ist die Personalie doppelt relevant. Erstens verknüpft sie Basler Pharma direkt mit einem US-Frontier-Lab – mit allen Chancen und Risiken, die der Trump-Anthropic-Konflikt für Novartis-Kooperationen bergen könnte. Zweitens stellt Anthropic aktuell KI-Forscher in Zürich ein – mit Gehältern von bis zu 680'000 Franken jährlich, wie auf der Karriereseite ersichtlich. Novartis kommentierte die Berufung nur knapp.

Quellen

  • Anthropic – Narasimhan Board Appointment(wird in neuem Tab geöffnet)
  • NZZ – Novartis-CEO Narasimhan in den VR von Anthropic(wird in neuem Tab geöffnet)
  • TechCrunch – Anthropic buys Coefficient Bio(wird in neuem Tab geöffnet)
  • Euronews – Anthropic $800B Valuation(wird in neuem Tab geöffnet)
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