NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivÜber uns
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN FREITAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-BUSINESS

SoftBank steckt bis zu 75 Milliarden Euro in KI-Rechenzentren in Frankreich

SoftBank kündigt Europas grösste KI-Infrastruktur-Investition an: bis zu 75 Milliarden Euro für 5 Gigawatt Rechenleistung in Frankreich. Ein Signal im Ringen um digitale Souveränität – das auch die Schweiz verfolgt.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
3. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Skizze einer grossen Rechenzentrumshalle im Bau mit Reihen elektroblau leuchtender Serverschränke, Strommast und Stromkabel vor einem grossen Fenster
Skizze einer grossen Rechenzentrumshalle im Bau mit Reihen elektroblau leuchtender Serverschränke, Strommast und Stromkabel vor einem grossen Fenster (Dark)
INHALT
015 Gigawatt Rechenleistung02Europas Wette gegen die Abhängigkeit03Der Schweizer Blickwinkel
INHALT
015 Gigawatt Rechenleistung02Europas Wette gegen die Abhängigkeit03Der Schweizer Blickwinkel
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Rechenleistung wird zur strategischen Ressource – SoftBanks Frankreich-Milliarden zeigen, wie Europa um KI-Souveränität kämpft.

Der japanische Tech-Konzern SoftBank will bis zu 75 Milliarden Euro in KI-Rechenzentren in Frankreich stecken – die grösste angekündigte KI-Infrastruktur-Investition, die Europa je gesehen hat. Für den Kontinent ist es ein Signal im Ringen um digitale Eigenständigkeit. Auch die Schweiz verfolgt dasselbe Ziel, nur eine Nummer kleiner.

5 Gigawatt Rechenleistung

Angekündigt wurde der Plan am Choose-France-Gipfel von Präsident Emmanuel Macron Ende Mai. SoftBank will in Frankreich Rechenzentren mit einer Gesamtleistung von 5 Gigawatt aufbauen und betreiben – eine gewaltige Menge Strom, die zeigt, wie energiehungrig moderne KI geworden ist.

Die erste Phase umfasst 45 Milliarden Euro und soll bis 2031 rund 3,1 Gigawatt Kapazität in der Region Hauts-de-France liefern, verteilt auf drei geplante Standorte. SoftBank-Gründer Masayoshi Son begründete die Wahl Frankreichs mit dem CO₂-armen Stromnetz des Landes (rund 70 Prozent Atomkraft), verfügbaren Industrieflächen und einem grossen Pool an Ingenieurinnen und Ingenieuren.

Europas Wette gegen die Abhängigkeit

Hinter der Zahl steckt eine grössere Sorge: Europa fürchtet, im KI-Zeitalter zwischen den USA und China abgehängt zu werden – vor allem bei der Rechenleistung, dem eigentlichen Nadelöhr. Wer keine eigenen Rechenzentren hat, ist auf fremde Infrastruktur angewiesen. SoftBanks Milliarden sind ein Versuch, einen Teil dieser kritischen Kapazität auf europäischen Boden zu holen.

Ein gesunder Vorbehalt bleibt: SoftBank hält selbst nur rund 30 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln – die 75-Milliarden-Zusage ist also eine Absichtserklärung, die erst noch über neue Fonds, Schulden und Partnerschaften finanziert werden muss. Zwischen Ankündigung und tatsächlich gebautem Rechenzentrum liegt bei SoftBank erfahrungsgemäss eine grosse Lücke.

Der Schweizer Blickwinkel

Die Schweiz spielt im selben Spiel, nur in kleinerem Massstab. Mit dem offenen Sprachmodell Apertus von ETH und EPFL, den nationalen Supercomputern am CSCS und Initiativen für «souveräne» Schweizer KI-Plattformen verfolgt der Forschungs- und Wirtschaftsstandort dasselbe Ziel: möglichst viel KI-Infrastruktur unter eigener Kontrolle. Während Frankreich mit Megaprojekten auf Grösse setzt, punktet die Schweiz eher mit Energie, Stabilität und Spezialisierung.

Einordnung: Ob am Ende 75 Milliarden oder deutlich weniger fliessen, ist offen – entscheidend ist die Richtung. Rechenleistung wird zur strategischen Ressource wie Öl oder Gas, und Staaten beginnen, sie als nationale Infrastruktur zu behandeln. Für kleine, energiekluge Länder wie die Schweiz steckt darin eine Chance, sich als verlässlicher KI-Standort zu positionieren.

Quellen

SoftBank Group – To Build 5 GW of AI Data Center Capacity in France↗ EXTERNER LINKTechCrunch – SoftBank to invest up to €75 billion to build French data centers↗ EXTERNER LINKCNBC – SoftBank plans €75 billion of AI investments in France↗ EXTERNER LINK
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Freitag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration elektroblauer Speichermodule vor einem fast leergeräumten Lagerregal, kinewsletter.ch Stil
Illustration elektroblauer Speichermodule vor einem fast leergeräumten Lagerregal, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·7. AUGUST 2026

KI frisst den Arbeitsspeicher – PC-Riesen greifen zu China-Chips

HP, Asus und Acer verbauen laut Nikkei Asia erstmals chinesischen Arbeitsspeicher – nicht weil er billiger wäre, sondern weil KI-Rechenzentren den Markt leerkaufen. In der Schweiz sind Notebooks laut Galaxus binnen zwölf Monaten um 30 Prozent teurer geworden.

Illustration einer elektroblauen Handwasserpumpe neben einem umgekippten Eimer vor einem abgetragenen Terrassenhang, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer elektroblauen Handwasserpumpe neben einem umgekippten Eimer vor einem abgetragenen Terrassenhang, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·7. AUGUST 2026

«Wir können keine Daten trinken» – Indien klagt gegen Google

Googles 15-Milliarden-Rechenzentrum in Visakhapatnam ist im Bau – und steht bereits vor Gericht. Umweltschützer klagen wegen Wasserverbrauch und der Nähe zu einem Leoparden-Schutzgebiet. Der Widerstand gegen KI-Rechenzentren ist global geworden.

Illustration einer grossen elektroblauen Eröffnungsglocke auf einem Börsenparkett neben einem vierbeinigen Roboter und aufgerollten Prospekten, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer grossen elektroblauen Eröffnungsglocke auf einem Börsenparkett neben einem vierbeinigen Roboter und aufgerollten Prospekten, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·7. AUGUST 2026

Unitree geht an die Börse – und schreibt schwarze Zahlen

Der chinesische Roboterhersteller Unitree bepreist seinen Börsengang in Shanghai mit rund 9 Milliarden Dollar. Es ist der erste Humanoiden-Hersteller mit Serienauslieferung und Gewinn, der einen Kurszettel bekommt – und ein harter Realitätscheck für die Bewertungen der ganzen Branche.

Illustration eines Silizium-Wafers mit elektroblauen Leiterbahnen auf einer Laborwerkbank mit Pinzette und Prüfnadel, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Silizium-Wafers mit elektroblauen Leiterbahnen auf einer Laborwerkbank mit Pinzette und Prüfnadel, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·7. AUGUST 2026

Anthropic baut eigene KI-Chips – und zahlt bis 485'000 Dollar

Anthropic baut ein eigenes Team für kundenspezifische KI-Chips auf und sucht Chipdesigner für bis zu 485'000 Dollar im Jahr. Hardware und Modelle sollen künftig gemeinsam entworfen werden, damit Claude schneller und günstiger läuft. Das eigene Silizium ergänzt die bestehenden Deals mit AWS, Google, Nvidia und AMD – ersetzen soll es sie nicht.

Illustration eines elektroblauen Roboters mit zwei Greifarmen, der ein Netzwerkkabel in einen offenen Serverschrank steckt, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines elektroblauen Roboters mit zwei Greifarmen, der ein Netzwerkkabel in einen offenen Serverschrank steckt, kinewsletter.ch Stil
KI IN DER SCHWEIZ·6. AUGUST 2026

Zürcher Startup Exclaim Robotics holt 5 Millionen für Rechenzentrums-Roboter

Das Zürcher Startup Exclaim Robotics holt 4,95 Millionen US-Dollar, um autonome Reparatur-Roboter für KI-Rechenzentren zu bauen. Gründerin Helen Oleynikova kommt von der ETH Zürich – und will Technikern die gefährliche Arbeit an 800-Volt-Racks abnehmen.

Illustration einer elektroblauen Balkenwaage mit Papierstapel und Arbeitshandschuhen auf den Schalen, daneben ein Globus, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer elektroblauen Balkenwaage mit Papierstapel und Arbeitshandschuhen auf den Schalen, daneben ein Globus, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·6. AUGUST 2026

Weltbank: KI-Jobrisiko in der Schweiz dreimal höher

Die Weltbank hat den World Development Report 2026 vorgelegt: In Hochlohnländern wie der Schweiz sind 14,2 Prozent der Jobs durch generative KI automatisierungsgefährdet, in ärmeren Ländern nur 4,5 Prozent. Für den globalen Süden ist KI laut dem Bericht vor allem eines: eine Rettungsleine.

Mehr aus KI-Business →