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«Project Perception»: Microsoft soll günstigen Mythos-Rivalen bauen

Microsoft entwickelt laut einem Bericht von The Information ein KI-Sicherheitstool mit dem Codenamen «Project Perception» – als günstigeren Rivalen zu Anthropics Mythos. Ein Model-Router kombiniert Modelle von Anthropic, OpenAI und Microsoft, um Kosten zu senken. Offiziell bestätigt ist nichts.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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19. JULI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Illustration: Lupe untersucht ein offenes Serverrack (Project Perception), kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Illustration: Lupe untersucht ein offenes Serverrack (Project Perception), kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Ein Router, drei Modell-Anbieter02Microsofts Doppel-Pitch: sicherer und billiger03Warum das für Schweizer Firmen zählt
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01Ein Router, drei Modell-Anbieter02Microsofts Doppel-Pitch: sicherer und billiger03Warum das für Schweizer Firmen zählt
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KI-Sicherheit wird zum Preiskampf – noch ist Project Perception aber nur ein unbestätigter Bericht, kein Launch.

Microsoft arbeitet laut einem Exclusive-Bericht von The Information an einem eigenen KI-Sicherheitsprodukt – und zielt damit direkt auf Anthropics Mythos. Der interne Codename soll Project Perception lauten. Offiziell angekündigt hat Microsoft nichts; alles, was bisher bekannt ist, stammt aus dem Bericht und dessen Aufbereitung durch Tech-Medien.

Ein Router, drei Modell-Anbieter

Project Perception soll – ähnlich wie Mythos – im IT-System eines Unternehmens Schwachstellen aufspüren und automatisch Fixes vorschlagen. Der Kniff laut Bericht: Statt auf ein einziges Modell zu setzen, kombiniert das Tool KI-Modelle von Anthropic, OpenAI und Microsoft. Ein sogenannter Model-Router – eine Weiche, die jede Anfrage an das passende Modell schickt – wählt je nach Aufgabe das günstigste taugliche Modell aus. Genau das ist das Hauptverkaufsargument: der Preis. Mythos' API-Kosten liegen laut Bericht rund 100 Prozent über denen von Opus und 82 Prozent über GPT – zwei der teuersten öffentlich verfügbaren Modelle. Starten könnte Project Perception laut The Information noch diesen Monat.

Microsofts Doppel-Pitch: sicherer und billiger

Dahinter steckt Strategie. Microsofts KI-Chef Mustafa Suleyman will laut den Berichten nächstes Jahr eigene Frontier-Modelle bauen – ohne sie aus fremden Modellen zu destillieren. CEO Satya Nadella wiederum warf OpenAI und Anthropic vor, Kunden mit deren eigenen Daten zu ködern, um die eigenen Modelle zu verbessern. Die Botschaft an Firmenkunden lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wir sind besser bei Sicherheit und Governance – und günstiger als die Konkurrenz. Über Windows und Office hat Microsoft ohnehin einen Fuss in fast jeder Firmentür.

Warum das für Schweizer Firmen zählt

Für Europa ist ein Detail besonders spannend. Anthropics Sicherheits-Umfeld ist von US-Exportbeschränkungen geplagt: Das verwandte Modell Fable 5 durfte nicht aus den USA exportiert werden, und Microsoft schränkte den Fable-Zugang für Azure-Kunden selbst ein. Ein Microsoft-Sicherheitstool könnte laut Bericht leichter nach Europa gelangen als Mythos. Für Schweizer Firmen und Banken, die solche Werkzeuge suchen, aber bisher am US-Zaun hängen bleiben, wäre das relevant – US-Behörden nutzen Mythos derweil weiter, und europäische Institute buhlen um Zugang.

Noch ist Project Perception aber nur ein Bericht, kein Launch. Was er zeigt: KI-Sicherheit wird zum Preiskampf – und Microsoft will ihn über Kosten und Verfügbarkeit gewinnen.

Quellen

The Information – Exclusive: Microsoft Preps Mythos-Like AI Bug Finder↗ EXTERNER LINKTechRepublic – Microsoft's 'Project Perception' Could Challenge Anthropic's Mythos in AI Security↗ EXTERNER LINKNeowin – Recent patches for Windows 11 could have been created by Microsoft's new Mythos rival↗ EXTERNER LINKNewsBytes – Microsoft to launch Project Perception AI cybersecurity platform this month↗ EXTERNER LINK
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