Meta baut sein Rechenzentrum Hyperion in Louisiana auf 5 Gigawatt aus und investiert über 50 Milliarden Dollar. In weniger als zwei Jahren hat sich das Preisschild verfünffacht. Das KI-Wettrüsten entscheidet sich zunehmend an Strom, Kühlung und Bauland.
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Beim KI-Wettrüsten sind nicht mehr nur Chips der Engpass, sondern Strom und Infrastruktur – Meta steckt über 50 Milliarden Dollar in ein einziges Rechenzentrum.
Mark Zuckerberg denkt bei Künstlicher Intelligenz in ganz anderen Dimensionen als noch vor zwei Jahren. Am Montag hat Meta angekündigt, sein Rechenzentrum «Hyperion» im US-Bundesstaat Louisiana auf 5 Gigawatt Rechenleistung auszubauen – und dafür über 50 Milliarden Dollar in die Region zu investieren.
Als Meta das Projekt im Dezember 2024 startete, war von rund 10 Milliarden Dollar die Rede. Ein Jahr später, beim Einstieg des Finanzpartners Blue Owl Capital, waren es schon 27 Milliarden – für ein damals auf 2 Gigawatt geplantes Zentrum. Jetzt hebt Meta die Zielgrösse auf 5 Gigawatt und die Investition über die 50-Milliarden-Marke. In weniger als zwei Jahren hat sich das Preisschild also verfünffacht.
Der Ausbau läuft in Etappen: 2 Gigawatt sollen bis 2030 stehen, die vollen 5 Gigawatt bis etwa 2032. Zuckerberg verbindet die Anlage direkt mit «Meta Superintelligence Labs», der KI-Sparte, die künftige Modelle trainieren soll.
5 Gigawatt sind eine Hausnummer, die in der Rechenzentrums-Branche bisher kaum vorkam – das entspricht grob der Leistung mehrerer grosser Atomkraftwerke. Genau daran zeigt sich die neue Logik des KI-Wettrüstens: Nicht mehr Chips allein sind der Engpass, sondern Strom, Kühlung und Bauland. Fachleute sprechen bei Anlagen dieser Grösse bereits von «Grid Anchors» – Verbrauchern, die ein regionales Stromnetz mitprägen.
Für die Region Richland Parish ist das Projekt der grösste Wirtschaftsimpuls seit Jahrzehnten: Über 1,6 Milliarden Dollar an Aufträgen sind laut Meta seit dem Spatenstich an lokale Firmen geflossen, dazu kommen mehr als 1 Milliarde Dollar für Strassen, Wasser und Abwasser. Kritiker vor Ort bemängeln allerdings die grosszügigen Steuergeschenke und den enormen Ressourcenhunger der Anlage.
Einordnung: Meta ist nicht allein – auch OpenAI, xAI und Microsoft giessen dreistellige Milliardenbeträge in Beton und Serverhallen. Wer beim Thema KI mitreden will, muss künftig nicht nur über Modelle reden, sondern über Kraftwerke.
SK Hynix ist am Nasdaq gestartet und hat 26,5 Milliarden Dollar eingenommen – Rekord für ein ausländisches Unternehmen. Der HBM-Weltmarktführer ist der Flaschenhals des KI-Booms.