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Meta pumpt 50 Milliarden in ein einziges Rechenzentrum

Meta baut sein Rechenzentrum Hyperion in Louisiana auf 5 Gigawatt aus und investiert über 50 Milliarden Dollar. In weniger als zwei Jahren hat sich das Preisschild verfünffacht. Das KI-Wettrüsten entscheidet sich zunehmend an Strom, Kühlung und Bauland.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
15. JULI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze einer Rechenzentrums-Serverhalle im Bau mit Serverschränken, Kabeln und Kühlrohren, ein Rack blau hervorgehoben, Bauhelm auf einer Kiste.
Handgezeichnete Skizze einer Rechenzentrums-Serverhalle im Bau mit Serverschraenken, Kabeln und Kuehlrohren, ein Rack blau hervorgehoben, Bauhelm auf einer Kiste (Dark)
INHALT
01Von 10 auf 50 Milliarden in zwei Jahren02So viel Strom wie mehrere Atomkraftwerke03Ein Segen mit Nebenwirkungen
INHALT
01Von 10 auf 50 Milliarden in zwei Jahren02So viel Strom wie mehrere Atomkraftwerke03Ein Segen mit Nebenwirkungen
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Beim KI-Wettrüsten sind nicht mehr nur Chips der Engpass, sondern Strom und Infrastruktur – Meta steckt über 50 Milliarden Dollar in ein einziges Rechenzentrum.

Mark Zuckerberg denkt bei Künstlicher Intelligenz in ganz anderen Dimensionen als noch vor zwei Jahren. Am Montag hat Meta angekündigt, sein Rechenzentrum «Hyperion» im US-Bundesstaat Louisiana auf 5 Gigawatt Rechenleistung auszubauen – und dafür über 50 Milliarden Dollar in die Region zu investieren.

Von 10 auf 50 Milliarden in zwei Jahren

Als Meta das Projekt im Dezember 2024 startete, war von rund 10 Milliarden Dollar die Rede. Ein Jahr später, beim Einstieg des Finanzpartners Blue Owl Capital, waren es schon 27 Milliarden – für ein damals auf 2 Gigawatt geplantes Zentrum. Jetzt hebt Meta die Zielgrösse auf 5 Gigawatt und die Investition über die 50-Milliarden-Marke. In weniger als zwei Jahren hat sich das Preisschild also verfünffacht.

Der Ausbau läuft in Etappen: 2 Gigawatt sollen bis 2030 stehen, die vollen 5 Gigawatt bis etwa 2032. Zuckerberg verbindet die Anlage direkt mit «Meta Superintelligence Labs», der KI-Sparte, die künftige Modelle trainieren soll.

So viel Strom wie mehrere Atomkraftwerke

5 Gigawatt sind eine Hausnummer, die in der Rechenzentrums-Branche bisher kaum vorkam – das entspricht grob der Leistung mehrerer grosser Atomkraftwerke. Genau daran zeigt sich die neue Logik des KI-Wettrüstens: Nicht mehr Chips allein sind der Engpass, sondern Strom, Kühlung und Bauland. Fachleute sprechen bei Anlagen dieser Grösse bereits von «Grid Anchors» – Verbrauchern, die ein regionales Stromnetz mitprägen.

Ein Segen mit Nebenwirkungen

Für die Region Richland Parish ist das Projekt der grösste Wirtschaftsimpuls seit Jahrzehnten: Über 1,6 Milliarden Dollar an Aufträgen sind laut Meta seit dem Spatenstich an lokale Firmen geflossen, dazu kommen mehr als 1 Milliarde Dollar für Strassen, Wasser und Abwasser. Kritiker vor Ort bemängeln allerdings die grosszügigen Steuergeschenke und den enormen Ressourcenhunger der Anlage.

Einordnung: Meta ist nicht allein – auch OpenAI, xAI und Microsoft giessen dreistellige Milliardenbeträge in Beton und Serverhallen. Wer beim Thema KI mitreden will, muss künftig nicht nur über Modelle reden, sondern über Kraftwerke.

Quellen

Meta's Louisiana data center investment to reach $50 billion (CNBC)↗ EXTERNER LINKMeta expands Hyperion AI supercluster to 5GW (Tom's Hardware)↗ EXTERNER LINKMeta boosts investment in Hyperion data center campus to $50B+ (SiliconANGLE)↗ EXTERNER LINKMeta's AI data center cost went from $10 billion to $50 billion (Fortune)↗ EXTERNER LINKMeta says Louisiana data center cost will exceed $50 billion (UPI)↗ EXTERNER LINK
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