OpenAI bringt Codex' Computer Use auf Windows: Der Coding-Agent klickt und tippt jetzt selbst und lässt sich vom Handy aus steuern. Doch laut OpenAIs eigener Doku ist die Funktion in der Schweiz, der EU und Grossbritannien zum Start gesperrt.
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Codex kann jetzt Windows-Rechner selbst bedienen – aber ausgerechnet in der Schweiz ist die Funktion zum Start nicht verfügbar.
OpenAI hat seinem Coding-Agenten Codex beigebracht, Windows-Computer selbst zu bedienen: klicken, tippen, Apps öffnen. Der Haken für uns: In der Schweiz ist genau diese Funktion zum Start gesperrt.
Bisher war Codex' sogenanntes Computer Use – die Fähigkeit, den Bildschirm zu «sehen» und selbst Maus und Tastatur zu führen – nur auf dem Mac verfügbar. Seit dem 29. Mai (App-Version 26.527) läuft es auch auf Windows. Codex kann damit Oberflächen testen, Fehler nachstellen, durch Menüs navigieren oder Programme bedienen, die keine eigene Schnittstelle für KI-Agenten anbieten.
Es gibt eine klare Einschränkung: Codex arbeitet im Vordergrund auf dem aktiven Desktop und übernimmt die Kontrolle, solange eine Aufgabe läuft. Heisst konkret: Du kannst denselben Rechner nicht parallel normal weiternutzen. Dafür sitzt ein strengerer Windows-Sandbox drumherum, der die Rechte des Agenten eingrenzt. Installiert wird die App über den Microsoft Store oder `winget`.
Der zweite Teil des Updates: Du kannst eine laufende Codex-Aufgabe vom Smartphone aus überwachen. Über die ChatGPT-App auf iPhone oder Android lassen sich Aufgaben starten, Freigaben erteilen, Testergebnisse und Screenshots prüfen oder neue Anweisungen schicken – während die Arbeit auf dem PC weiterläuft. Das Handy wird zur Fernbedienung, die eigentlichen Dateien und Zugangsdaten bleiben auf dem Rechner.
Und jetzt die schlechte Nachricht für Schweizer Entwicklerinnen und Entwickler. In OpenAIs eigener Dokumentation steht es schwarz auf weiss: Computer Use ist auf macOS und Windows verfügbar – ausser im Europäischen Wirtschaftsraum, in Grossbritannien und in der Schweiz zum Start. Einen Zeitplan für eine spätere Freischaltung nennt OpenAI nicht.
Damit reiht sich Codex in ein bekanntes Muster ein: Agentische KI-Funktionen, die tief ins System eingreifen, kommen in der Schweiz und der EU oft mit Verspätung oder gar nicht – meist aus regulatorischer Vorsicht.
Einordnung: Der Wettbewerb der Coding-Agenten läuft heiss – Codex gegen GitHub Copilot und Claude Code. Für dich in der Schweiz ändert sich vorerst trotzdem wenig: Die reine Code-Generierung von Codex bleibt nutzbar, nur die volle Desktop-Steuerung musst du dir vorerst woanders holen.